Bundestagswahl 2005

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Komisch, das sovielen Leuten diese Verwechslung passiert ... und ich dachte schon ich wäre der einzige gewesen.


    Viel ist relativ.


    Zu "Klaus Müntefering" führen 137 Ergebnisse bei Google. Zu "Franz Müntefering" 1.230.000. Also irren sich ungefähr 0,01%.


    Das enstpräche Dann auf Dich bezogen, bei Deiner Beitragsanzahl, fast einem (genau 0,96) sinnvollen politischen Beitrag, wenn man dabei von einem Irrtum Deinerseits ausginge. :D ;)
    [small](SCRRRNR)[/small]



    Stefan

  • Zitat

    Original geschrieben von Tha Masta
    Wie ist es möglich, daß für 2006 ein ein Bundeshaushalt aufgestellt werden kann, der schon bei der Aufstellung gegen das Grundgesetz verstößt?


    Ich meine, wenn sich im Nachhinein rausstellt, das es nicht gepasst hat, kann man ja noch drüber streiten, ob man das denn dann wirklich vorher nicht gewusst hat, aber hier geschieht das ja mit voller Absicht!


    Mich wundert eher warum 2006 die Haushaltslage so schlecht ist, den viele Gesetzes änderungen, welche die neue Koalition umsetzen will, die Geld kosten, wie z.B. das Elterngeld kommen ja 2006 noch nicht.


    Das die Neukreditaufnahme etwas über dem Investitionsvolumen liegt könnte man ja hinnehmen, da die Verfassung ja Ausnahmen vorsieht ... aber dann gleich um soviel.


    Die grössten Posten im Haushalt sind Zinsen und die Renten, bei den Zinsen kann man nichts ändern, aber bei der Rente wäre eine schnellere Reform notwendig gewesen, nicht erst ab 2012 das Eintrittsalter leicht zu erhöehen.


    Ansonsten: Man kann ja nicht jetzt in ein paar Monaten alle Gesetze ändern, das muss man schn auch bedenken.

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Die grössten Posten im Haushalt sind Zinsen und die Renten, bei den Zinsen kann man nichts ändern, aber bei der Rente wäre eine schnellere Reform notwendig gewesen, nicht erst ab 2012 das Eintrittsalter leicht zu erhöehen.


    Die Erhöhung des Renteneintrittsalters dämpft ja nur den Beitragsanstieg. Selbst eine - völlig hypothetische - Hauruck-Aktion von jetzt auf heute würde den 80-Milliarden-Posten im Haushalt natürlich keineswegs um die vielen Milliarden senken, die unzulässigerweise zwischen Einnahmen durch Neuverschuldung und den Ausgaben für Investitionen liegen. ;)

  • So lange sie dem Bürger nicht mehr Kaufkraft geben, wird sich der Teufelskreis immer weiter drehen... und zwar nach unten...
    Die 19 % MwSt. werden nicht zwangsläufig mehr Geld in die Staatskasse bringen. Da Deutschland sowieso eher mit Konsumzurückhaltung glänzt, wird es durch die Verteuerung von Produkten nicht besser, sondern eher schlechter.
    Zwei Dinge müssen sie machen, damit die Bundesbürger wieder mehr Geld ausgeben und somit die Wirtschaft ankurbeln:
    1. Das Netto-Gehalt erhöhen durch Senkung der Lohnnebenkosten - so bekommt man mehr Geld in die Hand
    2. Die Arbeitsplätze müssen gesichert werden - wenn ich jetzt mehr Geld bekäme, dann würde ich es nicht gleich wieder in irgendwelche Einkäufe investieren, sondern wegen Zukunftssicherheit erstmal sparen. Die Quasi-Erhöhung der Probezeit auf 2 Jahre wirkt genau in die andere Richtung.

  • Zitat

    Original geschrieben von andi2511
    Die Erhöhung des Renteneintrittsalters dämpft ja nur den Beitragsanstieg. Selbst eine - völlig hypothetische - Hauruck-Aktion von jetzt auf heute würde den 80-Milliarden-Posten im Haushalt natürlich keineswegs um die vielen Milliarden senken, die unzulässigerweise zwischen Einnahmen durch Neuverschuldung und den Ausgaben für Investitionen liegen. ;)

    Da hast du jetzt auch wieder Recht, aber trotzdem würde man damit in den kommenden Haushalten mehr Freiheiten haben, und vielleicht den Beitrag nicht ansteigen lassen müssen.


    Nochmal zur Mehrwertsteuererhöhung: So schlimm find ich die jetzt auch wieder nicht, viel ungerechter ist z.B. die Halbierung des Weihnachtsgeldes für Beamte, sowie die Streichung es Entlassungs- und Weihnachtsgeldes für Wehr- und Zivildienstleistende ... den diese Gruppen werden durch eine Senkung der Lohnnebenkosten in keinster Weise entlastet.

  • Die MwSt. ist mit 3 Prozenpunkten nicht viel höher geworden. Der Unterschied zu heutigen Preisen ist im Prinzip minimal - wenn man es sich jetzt ausrechnet... aber ich schätze mal, wenn man dann einkaufen geht, werden sie die Preise wieder auf einen pychologisch geschickten Wert setzen. Wenn jetzt etwas 89,99 € kostet und durch die 3 %-Punkte mehr eben diese Marke überschreitet und jetzt knapp über 90 € kostet (war zu faul zum Rechnen ;)), dann werden sie bestimmt den Preis auf 94,99 € oder gar 99,99 € anheben, damit es wieder den tollen Psycho-Preis hat. Somit erhöht sich der Preis für den Verbraucher um ganze 10 € und der Gewinn für den Hersteller/Verkäufer wird höher.
    Kurz: Dank der psychologischen Preisgestaltung werden verschiedene Produkte billiger und andere teuerer, wobei IMHO eher mit letzterem zu rechnen ist.
    Ergo - die Konsumzurückhaltung wird weiter geschürt und somit kommt dann doch nicht so viel mehr in die Staatskasse...
    Und was die armen Beamten angeht - sorry, die hatten es bisher recht gut. Die sollen sich mal mit Leuten aus der freien Wirtschaft vergleichen, die lieber schlecht bezahlt als arbeitslos sind und nur 12 Gehälter bekommen... mit denen hab ich ehrlich gesagt kein Mitleid, sie haben nach wie vor andere Vergünstigungen (z.B. priv. Krankenkasse, günstigere Versicherungsbeiträge, etc.)

  • Kaum ein Unternehmen wird es sich leisten können/wollen die MwSt-Erhöhung an die Kunden weiterzugeben. Ich denke da nur an Sonderkündigungswellen bei den NB's...


    Kurzfristig wird sich also die Marge im Konsumentenbereich um weitere 3% verringern.



    Stefan

  • Zitat

    Original geschrieben von Stefan
    Kaum ein Unternehmen wird es sich leisten können/wollen die MwSt-Erhöhung an die Kunden weiterzugeben. Ich denke da nur an Sonderkündigungswellen bei den NB's...


    Jeder Netzbetreiber oder Provider hat in Sachen Sonderkündigung diesen oder einen ähnlichen Passus in den AGB:

    Zitat


    2.4 Abweichend von Ziff. 2.2 und 2.3 kann VF D2 die Preise
    a) bei Änderung des gesetzlichen Umsatzsteuersatzes sowie
    b) bei Änderung der Kosten für besondere Netzzugänge, für Zusammenschaltungen und für Dienste anderer Anbieter, zu denen VF D2 Zugang gewährt, zum Wirksamwerden der Änderung entsprechend anpassen.


    https://www.vodafoneshop.de/shop/downloads/PDF/download.pdf

  • OK, OK - die NB's haben also vorgesorgt.


    Trotzdem wird die MwSt-Erhöhung meiner Meinung nach nicht zu weitreichenden Preiserhöhungen führen. Der Konkurrenzkampf ist einfach zu groß. Wie vor Jahren bei dem einen % erwarte ich eigentlich auch von den NB's, dass die Preise nicht oder nicht in dem Maße steigen werden.



    BTW: Kostet der PA ab 2007 5,15 €?? ;)



    Stefan

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    ... viel ungerechter ist z.B. die Halbierung des Weihnachtsgeldes für Beamte, sowie die Streichung es Entlassungs- und Weihnachtsgeldes für Wehr- und Zivildienstleistende ... den diese Gruppen werden durch eine Senkung der Lohnnebenkosten in keinster Weise entlastet.



    soweit ich gehört habe bekommen die Beamten ab 2007 nur noch 50 % des Monatsgehalts als Weihnachtsgeld.


    Allerdings ist das keine Halbierung, weil im moment auch nur noch 66% gezahlt werden. Also sind es in Wahrheit nur noch rd. 22% weniger....

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