Bankfrage: Geld einziehen von anderen Kontos

  • Ich habe wieder mal ein Problemchen in Sachen Bank:


    Ein Geschäftspartner von mir mit dem ich schon seit Jahren Geschäfte mache hat mal wieder mehrere kleine Rechnungen bei mir offen. Jedesmal wenn ich nach dem Geld frage kommen Ausreden wie sorry - vergessen, keine Zeit oder "mein eigenes Konto ist im Minus, meine Bank lässt mich keine Überweisung mehr machen".


    Jetzt hat er - von sich aus - mir den Vorschlag gemacht, ich solle mir das Geld doch ganz einfach selber holen und mir eine Einzugsermächtigung geschickt. Weil der Typ mir schon viele Connections vermittelt hat und am Ende immer alles gut wurde, bin ich Willens, das zu versuchen.


    Leider habe ich ein ganz normales Privat-Girokonto, bei den durchschnittlich 10 rein geschäftlichen Buchungsvorgängen im Monat (die Summe machts, nicht die Masse...) würde sich ein Geschäftskonto dessen Preis ja weiterhin geheimgehalten wird wohl kaum rentieren.


    Fragen:


    a) Kann ich die Abbuchung wirklich auch mit dem Privatkonto machen oder nicht?
    b) Wie?
    c) Wenn ich mit der Abbuchungserlaubnis auf der Bank auftauche, werden die da nicht mein Konto zwangsweise auf teures ein GK-Konto umstellen?

    Früher konnte man Drachen töten und durfte dann eine Jungfrau heiraten -
    heute gibt's keine mehr und man muss den Drachen heiraten :-(

  • Ganz einfach: Sprech mit Deiner Bank ;)


    Generell ist das Lastschriftverfahren den Geschäftskunden vorbehalten.
    Wie kommst Du aber auf die Idee, daß das funktionieren würde?
    Wenn Dein Partner es nichtmal hinbekommt eine einfache Überweisung zu machen, kann ich Dir jetzt schon sagen, daß die Lastschrift zurück kommt. (Widerspruch, mangels Deckung, etc.). Und dann kommen wieder Unkosten auf Dich zu.

    "... infinity’s a great place to start"
    No Line on the Horizon - U2

  • eine weitere Verzögerungstaktik... nicht mehr ,nicht weniger...

    Error: reality.sys corrupted. Reboot Universe? [y/n])


    Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
    aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. A. Einstein


    Mit vielen Grüßen aus Berlin! Artur.

  • gibt dann mit großer Wahrscheinlichkeit eine Rücklastschrift und die Kosten dafür sind nicht gerade niedrig (ich meine um die 10€ oder so).


    Es handelt sich um eine Schikane, wie die Vorredner schon geschrieben haben.

    Cuando la vida te traiga limones, pide tequila y sal o aprende a hacer limonada.


    Aber große Hunde können auch gefährlich sein. Man muss immer eine zweite Person da haben, die einen Vorderfuß hochhebt von dem Hund, dann kann er nicht nach hinten austreten. by Udo Lindenberg feat. Helge Schneider: Chubby Checker

  • Morgään!


    Sage das gleiche: Sowas is ne Hinhaltetaktik, hab ich leider schon oft selbst gespürt :( .


    Es gibt allerdings Abbuchungsaufträge, die sind Bankbestätigt und können nicht zurückgeholt werden. Red mal mit Deiner Bank, ob die Dir nen entsprechenden Vordruck haben und lass den Deinen "Geschäftspartner" Ausfüllen.
    Ob der das macht ist zwar die Frage, aber wenn er sich da windet, weisst Du wenigstens an was Du bist!


    Noch was: Mir hat vor einigen Jahren mal ein Holländischer Geschäftspartner in seinem unvergleichlichen "Holländisch-Deutsch" gesagt: "Die Angst einen Kunden zu verlieren ist kein guter Ratgeber!". Ich habe ihn damals dafür fast für Verrückt erklärt, mittlerweile weiss ich aber, das da sehr, sehr viel Wahrheit drinsteckt.


    Auch wenn er Dir schon viele Kontakte usw., gebracht hat - ständig Geld vorzustrecken verursacht auch Kosten. Und wenn Du schon schreibst, daß es sich um ordentliche Posten handelt - Finanzier mal 100.000€ einen Monat oder länger vor...
    Ich hab mir solche "Spässe" jedenfalls abgewöhnt!


    Charlie

    --
    Die 5 Sinne des Menschen:
    Unsinn, Irrsinn, Stumpfsinn, Blödsinn und mein persönlicher Liebling, der Wahnsinn.
    ---------------

  • @ Goodzilla


    Ich glaube kaum, dass die Bank dich über dein Privatkonto Lastschriften einziehen lässt. Gerade solche Kunden wollen die doch (berechtigterweise ;) ) zu einem Geschäftskonto ziehen. Zumal es schon seinen Sinn macht, Privat- und Geschäftskonten voneinander zu trennen.


    Du musst außerdem bedenken, dass der Kunden - selbst wenn die Lastschrift erstmal geklappt hat - das Geld immer noch 6 lang zurückbuchen kann. Und dann kommen wieder besagte ca. 10 € Kosten auf dich zu. Bei einem Kunden, der anscheinend keine gute Bonität hat, würde ich keine Lastschriften einziehen. Das bringt eh nix und verursacht bloß Kosten.

  • Im Regelfall kostet eine zurückgegangene Lastschrift 3 EUR, nicht 10 EUR. Zumindest dann, wenn Deine Bank nicht auch noch Kosten draufschlägt, was aber zumindest die Plöner Sparkasse (und wohl auch die meisten anderen Banken) nich tut, sie gibt nur die Kosten der Fremdbank weiter.


    Wieso schreibst Du, dass die Kosten eine Geschäftskontos geheim gehalten werden? Hier findest Du z.B. die der Plöner Sparkasse (geht aber billiger): http://makeashorterlink.com/?S3D721F5B Deine Bank wird Dir die Kosten sicherlich auf Nachfrage gerne mitteilen.

  • Zitat

    Original geschrieben von Charlie_D
    Es gibt allerdings Abbuchungsaufträge, die sind Bankbestätigt und können nicht zurückgeholt werden.


    Das ist unpräzise und so nicht ganz richtig.


    Lastschriften, zu denen ein Abbuchungsauftrag vorliegt, können vom Kunden nicht "wegen Widerspruch" zurückgegeben werden. Die Bank kann sie aber sehr wohl "mangels Deckung" platzen lassen.


    Und das ist das, was ich hier auch vermuten würde, dass es passiert...er könnte ja sonst auch problemlos eine Überweisung veranlassen...wozu sollstDu das mit der Lastschrift jetzt machen?


    a) im Ausnahmefall geht das auch bei Privatkonten, technisch machbar ist es jedenfalls. Hängt von der Kulanz Deiner Bank ab
    b) Bank ansprechen, um ein Formular für die "Vereinbarung zum Einzug von Forderungen mittels Lastschriftverfahren" bitten
    c) nicht zwangsweise. Wenn ich nen Privatkunden hab, der sowas mal einmal machen will, lass ich s bei nem Privatkonto. Kulanz eben... wenns öfter vorkommt kann ich ja immer noch umstellen...


    Aber wie die Vorredner alle sagten: lass es trotzdem, wird Dich nur Geld kosten, wenn die Lastschrift platzt.

    Auch ein Traumjob berechtigt nicht zum Schlaf am Arbeitsplatz.

  • Zitat

    Original geschrieben von Erik Meijer
    Das ist unpräzise und so nicht ganz richtig.


    Aber fast!:D
    ...ich hab doch nur darauf gewartet, daß "einer von Fach" kommt, und meine Halbwahrheit richtig stellt :D


    Charlie

    --
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    ---------------

  • Hi,
    ich rate dir auch aus zwei Gründen zum Abbuchungsauftrag:


    1. Aufwand (Einrichtung bei seiner Bank) und Kosten (mtl. je nach Bank variierten die so bei 3-5€) liegen bei deinem Kunden und nicht bei dir
    2. kein Risiko, wenn das Geld einmal auf deinem Konto ist. Du reichst die Abbuchung bei seiner Bank ein; die prüft nur, ob du einen Abbuchungsauftrag hast und ob Deckung vorhanden ist und belastet dann sein Konto. Was, wie wo du einreichst, kümmert die nicht.


    Gib ihm das als (einzige) Alternative an. Entweder er macht das oder du mußt dir anderes überlegen (z.B. Kosten für Mahnwesen etc. ihm in Rechnung stellen oder Konventionalstrafen).


    Schöne Grüße und viel Erfolg!
    greetz
    cm

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