Was wäre euer persönliches Parteiprogramm?

  • Zitat

    Original geschrieben von _-=voodoo=-_
    Genau hier nimmst du dir den Wind aus den Segeln, natürlich würde kein Versicherungsunternehmen ein Angebot für eine allgemeine Arbeitslosenversicherung machen, was irgendwo ja klar ist, da bei Unternehmen am Ende schwarze Zahlen stehen müssen.
    Der Staat kann ja durchaus eine Umlagefinanzierung betreiben, aber auch hier ist meine Meinung: Was nicht in der Kasse drin ist, dass gebe ich nicht aus und wenn es nicht reicht, dann muss überall gekürzt werden. Ich frage mich ja nach wie vor, wie Linkspartei-Wähler ihren Kindern erklären wollen, dass es keine Arbeitslosenversicherung mehr gibt, weil der Staat für utopische Wahlversprechen ausgeplündert wurde.
    Über kurz oder lang werden wir uns an ein finanzierbares Modell gewöhnen müssen und die USA haben nunmal ein Fundament, welches Langfristig eine Entschuldung möglich machen könnte. (man suche hierzu mal den Clinton Vortrag "America dept free 2013")


    Da hast du absolut Recht, aber die meisten grossen Sozialversicherungen sind nur mit Umlagefinanzierung zu realisieren. Deswegen wäre ich dafür die Sozialversicherungen die verzichtbar sind, wie zum Beispiel die Pflegeversicherung ganz abzuschaffen. Aber die Arbeitslosenversicherung ist viel zu wichtig, als das man sie abschaffen könnte, deswegen muss man sie auf ein sinnvoll weiterbetreiben und das geht nun mal nur mit Umlagefinanzierung.


    Wenn man die Leistungen der Arbeitslosenversicherung auf Höhe der Beitragseinzahmen abzgl. Verwaltungsaufwand deckeln könnte wäre das sicher sehr schön, aber bei den derzeitigen Arbeitslosenzahlen geht das einfach nicht. Dann müssten man wahrscheinlich das Arbeitslosengeld I auf 25% und das Arbeitslosengeld II auf 100€ drosseln ... damit könnte niemand überleben, und die Arbeitslosenversicherung wäre ihren Namen nicht mehr wert.


    Das US Modell führ zwar zur einer Entschuldung des Staatshaushaltes und der Sozialversicherung, aber auch zu einer Verschuldung der Privathaushalte.

  • Lasst doch dem Martin seine rot-rote Traumwelt, wo das Geld für die soziale Gerechtigkeit auf den Bäumen in Bayern wächst. Gönnt ihm noch die Zeit, die ihm bleibt, bis er auf dem Boden der Tatsachen angekommen ist. Der Aufschlag wird hart genug, spätestens dann, wenn es an der Zeit ist, selbst für den Lebensunterhalt zu sorgen und ihn der Honni ...äh... Ede aus dem bis dahin eingezäunten Bayern nicht mehr heraus lässt.



    Und ganz ehrlich: Martyns Welt wäre garnicht mal so schlecht. Eigentlich schade, dass wir nicht alle in einer Soap leben.



    Stefan

  • Zitat

    Original geschrieben von D-Love
    -Umwandlung der Bundesagentur für Arbeit in Bundesarbeitsversicherung


    Volle Zustimmung, diese Massnahme wäre sicherlich sinnvoll.


    Zitat

    Original geschrieben von D-Love
    -Vermittlungstätigkeit und Arbeitslosenbetreuung in deutlich abgeschwächter Form an kommunale Träger abgeben, die vom Bund in rationalem Maße und leistungsbezogen gefördert werden


    Fast volle Zustimmung, private oder auch staatliche Träger mit mit leistungsbezogener Förderung wären eine sinnvolle alternative, kommunale Träger halte ich allerdings nur begrenzt für sinnvoll, da kommunale Träger meist nur regional begrenzt handeln können, und das bei höherqualifiizerten Jobs eher konkrakproduktiv ist. Aber ansonsten volle Zustimmung.


    Zitat

    Original geschrieben von D-Love
    -Die Jobvermittler der BA werden bei ausreichender Kompetenz für eine Übergangsfrist von den kommunalen Trägern garantiert weiterbeschäftigt. Nach der Übergangsfrist müssen sich die Vermittler durch Leistung ihren Job erhalten.
    -Provisionen vom Bund für Kommunen und Jobvermittler beim Zustandekommen von längerfristig befristeten oder unbefristeten Arbeitsverhältnissen


    Fast volle Zustimmung, aber wenn dann Bitte was den ersten Satz betrifft, private und staatliche Träger mit überwiegend nationaler oder internationaler Aktivität.


    Zitat

    Original geschrieben von D-Love
    -Kombiausbildungsvergütungen, um Ausbildung in kleinen Betrieben strukturschwacher Regionen zu fördern. Ein Teil zahlt der ALG, den Teil zum Tariflohn stockt der Staat auf.


    Sinnvoll aber auch gefährlich, für kleine Unternehmen die schon immer in strukturschwachen Gebieten angesiedelt waren und gerne ausbilden würden aber es sich nicht leisten können eine gute Idee, auf der anderen Seite könnte findige Unternehmer auch einfach mal ne Tocherfirma in Strukturschwachen Gebieten gründen, um Azubis dann über dieses "Zweitregister" günstiger beschäftigen zu können, um eigene Kosten zu sparen und den Staat abzuzocken.


    Zitat

    Original geschrieben von D-Love
    -weitgehende Autonomie für Universitäten und Schulen mit leistungsbezogener Förderung, ebenso wie leistungsbezogene Bezahlung für Lehrkräfte.


    Absolut dagegen. Ich finde das Bildungssystem darf man nicht radikal privatisieren. Das würde zu einer Verzerrung der Effizent der verschiedenen Fakultivitäten führen. Zum einen würden Fachbereiche, in denen es eher hohe Gehälter gibt davon zu stark provitieren, weil die Studenten entsprechend bereit wären mehr Kosten zu übernehmen, und sich die Industrie auch stärker in der Unterstützung bemühen würde. Andere Fachbereich hingegen mit finanziell schächeren Studenten und ohne Intresse für die Industrie würden leer ausgehen. Ausserdem würde so eine Reglung dazu führen, das finanziell schwächere Studenten keine Chance hätten eine bessere Hochschule zu besuchen, ein paar Stipendien hin oder her.


    Zitat

    Original geschrieben von D-Love
    -Abschaffung des Beamtentums für große Teile der öffentlichen Verwaltung.
    -Abschaffung des Beamtentums für Lehrkräfte


    Von mir aus okay.

  • Zitat

    Original geschrieben von Stefan
    und ihn der Honni ...äh... Ede aus dem bis dahin eingezäunten Bayern nicht mehr heraus lässt.

    Für den Fall werde ich sicher vorher die Flucht ergreifen. :)

  • Zitat

    Original geschrieben von Goodzilla

    • Der Strom kommt nicht aus der Steckdose - er wird in Kraftwerken produziert und über Kabel zur Steckdose geleitet.
    • Das Wasser kommt nicht aus dem Wasserhahn - es wird in Kläranlagen gefiltert und gereinigt und dann durch Rohre zum Hahn geleitet.
    • Für Dich revelant: Das Geld kommt weder aus dem Bankomat noch vom Staat. Der Staat nimmt es den fleißigen, arbeitenden, engagierten Menschen teilweise ohne jedliche Gegenleistung einfach weg - es ist keine freie, unendliche Resource... :rolleyes:


    [*]Weiss ich auch ... hab ich jemals was anderes behauptet.
    [*]Imho kommt das meiste Trinkwasser aus Tiefbrunnen, Abwasseraufbereitung gibt es zwar auch, dürfte aber definitiv weniger als die Hälfte der öffentlichen Wasserversorgung aufmachen
    [*]Das Geld zirkuliert im Geldkreislauf. Wichtigste Teilnehmer das Geldkreislaufes sind die Privathaushalte, Unternehmen, Sozialversicherungen, Staaten. Im Idealfall sollte jeder der vier soviel Geld in den Geldkreislauf emittieren wie er resorbiert. Banken und Wertpapieremittienden sind dazu da Geld aufzunehmen und wieder abzugeben. Sie selbs nehmen nicht am Geldkreislauf teil, nur in ihrer Eigenschaft als Unternehmen oder Staat.[/list]


    Zitat

    Original geschrieben von Goodzilla
    Du hast anscheinend noch nie eine Lohnsteuerkarte gesehen auf der steht welche Abzüge von Deinem Lohn weggehen die Du nie zu Gesicht bekommst. Noch deutlicher wird es wenn Du ein Selbstständiger bist und mit eigener Hand Steuern und Abgaben (Rentenverschei**erung im Falle der ICH-AGs) von Deinem Konto weg überweisen musst, obwohl Du das Geld selber viel dringender (z.B. für medizinische Zwecke) brauchst - glaub mir, das tut sehr weh!


    Die Zukunft sieht nunmal so aus, daß wir immer anspruchsvollere und ökonomischere Geräte (Traktoren, Raumschiffe, Autos, Multimediaanlagen, Robotor, Waffen, Flugzeuge etc.) bauen werden und dafür Leute brauchen, die die Begabung für komplexe technische und wirtschaftliche Zusammenhänge und Dinge haben. In diese Leute und deren Ausbildung und Vermehrung soll der Staat investieren und nicht irgendwelche "Penner" unterstützen deren Fähigkeiten und Kenntnisse vielleicht höchstens für das 18. Jahrhundert ausreichen - unschuldige Blinde oder Invalide mal explizit ausgenommen.

    Natürlich hatte ich meine Lohnsteuerkarten selber in der Hand, und hab mir die Eintragungen auch angeschaut. Aber ich denke du hast sicher dafür Verständniss das ich hier nicht die Daten meiner Lohnsteuerkarten posten. Ich kann dir nur sagen das die ersten zwei Jahre in meiner Ausbildung garkeine Lohnsteuer und Solidaritätszuschlag einbehalten worden sind, im letzen Jahr und danach als Angestellter schon, aber nicht soviel das es mich vom Hocker reissen würde.


    Und das wirtschaftlich stärkere Personen in einer sozialen Marktwirtschaft mehr schultern müssen ist nunmal wichtig und auch richtig, den ansonsten hätten wir keine soziale Marktwirtschaft mehr sondern eine radikale neoliberale Marktwirtschaft.


    Wenn man jetzt ein Topverdiener mit sechstelligen Beträgen auf der Lohnsteuerkarte ist, kann ich verstehen das man sich über die Abgeaben ärgert, aber was solls. Wem nicht gefällt kann ja dann in die gelobte USA gehen wo es nicht so ist ... aber derjenige soll dann blos nicht zurückkommen wenn es ihn mal wirtschaftlich und finanziell schlecht geht.

  • Zitat

    Original geschrieben von Goodzilla
    Ich werde Dich jetzt mal aufklären:

    • Der Strom kommt nicht aus der Steckdose - er wird in Kraftwerken produziert und über Kabel zur Steckdose geleitet.
    • Das Wasser kommt nicht aus dem Wasserhahn - es wird in Kläranlagen gefiltert und gereinigt und dann durch Rohre zum Hahn geleitet.
    • Für Dich revelant: Das Geld kommt weder aus dem Bankomat noch vom Staat. Der Staat nimmt es den fleißigen, arbeitenden, engagierten Menschen teilweise ohne jedliche Gegenleistung einfach weg - es ist keine freie, unendliche Resource... :rolleyes:


    Wow, was für eine Aufklärung. Ich bin begeistert. Ich kann mich dunkel an die Aussage erinnern, es sei doch gerecht, wenn schöne, fleißige und begabte Menschen es besser haben und sich auch mal mehr leisten können als hässliche, faule und dumme Menschen. Das ist völlig richtig, aber insbesondere als schöner, fleißiger und begabter Mensch sollte man es sich eigentlich erst Recht leisten können, keinen Diskussionsstil zu fahren, der sich darauf beschränkt, seinen Gegenüber von oben herab als das kleine Dummerchen darzustellen, das nicht mal peilt, wo der Strom herkommt.


    Und jetzt erklär ich Dir mal was. Was "der Staat" den schönen, fleißigen und begabten Menschen monatlich und täglich "wegnimmt", nimmt er ihnen gar nicht weg, weil es ihnen nie gehört hat. Eigentum und das Recht, Eigentum zu haben, sind nämlich genausowenig vom Himmel gefallen, wie der Strom "einfach so" aus der Steckdose kommt, sondern sie sind in Gesetze geschrieben worden. Nur weil diese Rechte in den Gesetzen stehen, haben sie Gültigkeit und nicht "einfach so". In genau denselben Gesetzen stehen aber auch ganz andere Sachen drin, nämlich Beschränkungen.


    Zu diesen Beschränkungen gehören Steuern, aus denen dies und das und jenes finanziert wird, lauter Dinge, die nur der Staat und sonst niemand machen kann, sicherlich auch mit einigen Ausnahmen, über deren Entmistung man nachdenken kann. Und zu diesen Gesetzen gehört auch soziale Absicherung, über die man sicherlich entweder hämisch lachen oder sich empört aufregen kann, wenn man sie nicht nötig hat, aber ob man das auch tun sollte und vor allem wie man es tut, wenn man es denn tun will, ist eine andere Frage. Und damit sind wir schon beim nächsten Punkt.

    Zitat

    Original geschrieben von Goodzilla
    Die Zukunft sieht nunmal so aus, daß wir immer anspruchsvollere und ökonomischere Geräte (Traktoren, Raumschiffe, Autos, Multimediaanlagen, Robotor, Waffen, Flugzeuge etc.) bauen werden und dafür Leute brauchen, die die Begabung für komplexe technische und wirtschaftliche Zusammenhänge und Dinge haben.


    Wenn man nur oder überwiegend schöne, fleißige und begabte Menschen um sich hat, die montags bis freitags jeweils von 9 bis 17 Uhr Traktoren, Raumschiffe, Autos, Multimediaanlagen, Roboter, Waffen und Flugzeuge bauen und samstags ins Grüne fahren und sonntags in die Kirchen gehen, dann ist man in einer Situation, in der jede Form der Empörung über das "Wegnehmen" sehr leicht fällt. Allerdings sollte man sich auch mal fragen, wo die eigene Schönheit, der eigene Fleiß und die eigene Begabung überhaupt herkommen, wie sicher sie sind und was einem Menschen vielleicht auch deswegen zusteht, einfach weil er ein Mensch ist, unabhängig von seiner Schönheit, seinem Fleiß und seiner Begabung. Von jemandem, der derartige Worte schreibt, erwarte ich das gar nicht, aber unkommentiert stehen bleiben soll es auch nicht.

    Zitat

    Original geschrieben von Goodzilla
    In diese Leute und deren Ausbildung und Vermehrung soll der Staat investieren und nicht irgendwelche "Penner" unterstützen deren Fähigkeiten und Kenntnisse vielleicht höchstens für das 18. Jahrhundert ausreichen - unschuldige Blinde oder Invalide mal explizit ausgenommen.


    [...] - nur falls das in Deinem kleinen Weltbild möglicherweise auch falsch abgespeichert ist....


    Wunderbar. Weg mit den Pennern, die braucht kein Mensch. Die sind einfach alle nicht begabt, fleißig, engagiert und geduldig genug. Anders herum formuliert: Sie sind einfach zu dumm, faul und frustriert. So einfach ist es, die Lage zu erkennen, zu erklären und "richtig" in seinem "großen" Weltbild abzuspeichern. Nur darauf, dass die Penner sich nicht irgendwann mal wehren, muss man ein wenig achten, es sind nämlich nicht gerade wenige. Merkst Du an der Stelle was? Das ganze "Gerechtigkeitsgelaber" ist gar kein Gelaber, sondern es geht auch um den sozialen Frieden. Alle Menschen haben ein Eigeninteresse daran, dass es möglichst vielen gut geht. Es lebt eben gerade nicht jeder nur für sich.


    Bei der Auswahl seiner Feindbilder, die für das "Wegnehmen" verantwortlich zu machen sind, muss man übrigens höllisch aufpassen. Der richtig teure Posten auf der Rechnung sind nämlich weder die von drüben noch die Penner, sondern die Alten. Die Realität bringt nun mal leider unbestellterweise im Handgepäck die Tatsache mit, dass jeder Mensch irgendwann einmal, sofern er nicht sozialverträglich früh ablebt, zu dieser Gruppe der "Wegnehmenden" gehören wird. Aber vielleicht können wir zu diesem Thema auch bald eine definitive Aufklärung von oben genießen, hoffentlich ohne das Unwort des Jahres 1998.

    Zitat

    Original geschrieben von Goodzilla
    Die Leute dort könnten sich gerne mit Begabung, Fleiß, Engagement und vor allem etwas Geduld alles selber prima entwickeln und aufbauen. Woher die sich das Recht nehmen, den bequemen und schnelleren Weg zu gehen und sich alles einfach von uns bezahlen zu lassen verstehe ich und viele andere nicht und werde es wohl auch nie verstehen... :mad:


    Das ist völlig richtig. Die Leute "dort" sind keine von uns. Wir sind die Begabten, die Fleißigen, die Engagierten und die Geduldigen. Wir hatten nie Glück, wir hatten nie geschichtlich bedingte Vorteile, die wir uns gar nicht selbst erarbeitet haben, uns ist nie etwas in den Schoß gefallen und vor allem haben wir keinerlei Eigeninteresse daran, "denen" alles zu "bezahlen", schließlich sind das ja ganz andere Leute als wir, mit denen wir gar nichts am Hut haben und von denen wir uns auch nichts "wegnehmen" lassen. So einfach ist es, Amen.


    --


    Ausnahmsweise noch was zum Thema: Das USA-Beispiel wird immer wieder gerne in Diskussionen genannt, insbesondere von Leuten, die aufgrund ihrer Schönheit, ihres Fleißes und ihrer Begabung ein Eigeninteresse daran haben, dies nennt man übrigens Lobbyismus, aber trotzdem ist das USA-Beispiel nicht das einzige, das funktionieren kann, funktioniert hat und immer noch funktioniert. Es gibt auch Skandinavien. Nein, ich sage nicht, dass das auf Deutschland übertragbar ist, um nicht am gegenwärtigen Einfach-so-Genauwissertum teilzunehmen, aber der Denkanstoß könnte vielleicht den einen oder anderen interessieren.

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    (...)Wenn man jetzt ein Topverdiener mit sechstelligen Beträgen auf der Lohnsteuerkarte ist, kann ich verstehen das man sich über die Abgeaben ärgert, aber was solls. Wem nicht gefällt kann ja dann in die gelobte USA gehen wo es nicht so ist ... aber derjenige soll dann blos nicht zurückkommen wenn es ihn mal wirtschaftlich und finanziell schlecht geht.


    Wo bleibt dann die soziale Marktwirtschaft, wenn die Großverdiener abwandern?


    Irgendwie widersprichst Du Dir selbst.



    Stefan

  • Zitat

    Original geschrieben von Stefan
    Wo bleibt dann die soziale Marktwirtschaft, wenn die Großverdiener abwandern?


    Das tun sie doch sowiso ... braucht man sich nur Beispiele wie Müller Milch anschauen, und andere Grossverdiener die nicht abgwenadert sind realisieren ihre Gewinne eben woanders.


    Aber dagegen kann man imho ohnehin nicht tun. Man kann jetzt einwerfen, man könnte die Steuern reduzieren. Aber das würde das Sozialsystem zerstören.


    Ich glaube nicht das sich Grossverdiener von einer moderaten Steuersenkung zum Bleiben in Deutschland bewegen lassen. Der Staat nimmt dann nur generell weniger ein, und die Grossverdiener sind trotzdem weg.


    Und Steuersätze wie in der Slowakei, die beinahe eine radikale Marktwirtschaft haben, oder in Norwegen, die ihren Haushalt durch Erdöl aufbessern können, lassen sich in einem Staat mit sozialer Marktwirtschaft der keine so grossen Erdölvorkommen hat nunmal nicht realisieren.

  • Ich wünsche mir eigentlich nur einen schlankeren, effektiveren Staat, wesentlich einfachere Verwaltungsvorgänge (inkl. Steuersystem), eine hohe Priorität von Bildung und Kinderbetreuung (sind ja schließlich unsere Zukunft) und eine gute Ausstattung der Sicherheitskräfte (dann erübrigen sich nämlich auch übertriebene Gesetze).


    Zwar unwahrscheinlich, dass sich das so finanzieren lässt, aber ich wünsche mir auf jeden Fall mal jemanden, der sich nicht davor sträubt, alte und verstaubte Konzepte zu überdenken und dann auch wirklich zu reformieren.

  • Relativ einfach:


    Endlich aufhören den Bürgern was von Entlastung zu versprechen und gleichzeitig mehr Schulden machen


    Konsequenter Abbau der Subventionen


    Deutliche Vereinfachung des Steuerrechts


    Fortführung der bisherigen Linie in der Aussenpolitik, eventuell verzicht auf den ständigen Sitz im UN Sicherheitsrat


    Förderung von Familien und Aussbildung, allerdings nicht durch finanzielle Auszahlung sondern durch kostenlose Angebote wie Kinderbetreuung, Abschaffung von Büchergeld etc.


    Liberalisierung des Tarifrechts


    Weitere Verschärfung bei Sozialleistungen, vor allem bei jungen gesunden Menschen



    Es ist doch echt frustrierend: Da hat die Merkel eine unglaubliche Machtfülle mit zukünftiger Mehrheit im Bundestag und auch im Bundesrat und sie eiert so rum anstatt die Ärmel raufzukrempeln und mal aufzuräumen. Soo krass kann es gar nicht werden, als dass die Union in BW verlieren würde

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