Ausbildung vor Studium?

  • Hallo!


    Um es gleich vorweg zu sagen: Ich bin mir überhaupt nicht sicher, ob mein Beitrag in dieses Forum passt, jedoch habe ich einen ähnlichen in genau diesem Forum über google gefunden, weshalb ich hier nun auch einfach mal einen reinsetze und auf Antwort hoffe :)


    Wie aus dem Betreff ersichtlich überlege ich gerade, ob es sinnvoll ist, eine Ausbildung vor dem Studium anzufangen. Ursprünglich hatte ich vor, Maschinenbau zu studieren, aber mir wurde von einigen Leuten gesagt, dass es gerade bei diesem Fach sinnvoller ist, vorher eine Ausbildung zu machen, damit man mehr Praxiserfahrung besitzt und nach dem Studium nicht als "Fachidiot" dasteht.


    Meine Befürchtung ist aber, dass das alles zuviel Zeit kosten würde. Würde ich 2006 eine Ausbildung z.B. als Fluggerätmechaniker beginnen, würde ich erst mit 25 Jahren anfangen zu studieren und wäre dann vermutlich erst mit 30 Jahren fertig.


    Ist das vom Alter her noch in Ordnung? Oder stellen Firmen Leute ab dem Alter nicht mehr ein? Aus meinem Freundeskreis habe ich nur sehr unterschiedliche Ratschläge gehört und bin momentan relativ ratlos.


    Ich hoffe mal, dass der Beitrag einigermaßen verständlich ist. Falls nicht ist daran die Uhrzeit Schuld :D

  • Ehrlich gesagt, wenn man sowieso weiß was man studieren will, dann sollte man keine Ausbildung vorschieben. Ist doch verschenkte Zeit.
    Im Maschinenbau wirst du wahrscheinlich noch auf Diplom studieren wollen, in dem Fall müsstest du schon jetzt anfangen. Auf der anderen Seite könntest du auch an einer FH studieren bzw einen Bachelor machen und wenn es dich dann zum praktischen Arbeiten hinzieht erstmal in die Wirtschaft gehen. (Wenn dich die Lust nach Studium nochmal überkommt, dann kannst du einfach einen Master dranhängen).



    Ich werde nun mit meinem Informatikstudium beginnen, bei mir wäre eine Ausbildung verschenkte Zeit, da ich den meisten Stoff einer Fachinformatiker Ausbildung schon im Schlaf beherrsche.



    Zu der Frage ob Firmen noch Leute über 30 einstellen kann man nur sagen:
    "Sie sind 20 Jahre, haben ein abgeschlossenes Hochschulstudium mit Promotion und idealerweise 5 Jahre Berufserfahrung, dann bewerben Sie sich jetzt".
    Wichtig ist nicht wie alt du bist, sondern was du kannst. Eignest du dir Alleinstellungsfähigkeiten an, die gefragt sind, dann wirst du auch mit 60 noch nen Job finden können.

  • Ich habe selber Maschinenbau studiert und vorher eine Ausbildung gemacht. Rückblickend würde ich die Ausbildung vor dem Studium eigentlich nicht mehr empfehlen. Die zusätzliche Erfahrung kommt einem zwar zu Gute, auch was die Einstellungschancen angeht, und man muss sich außerdem keine Fragen von seinem Chef gefallen lassen, ob man denn schonmal "richtig" gearbeitet hätte. :)


    Das Problem ist aber, daß so eine Ausbildung eigentlich ziemlich gemütlich voran geht, zumindest was die fachliche Ausbildung angeht, gemessen an den theoretischen Lerninhalten, würde man sowas im Studium in maximal zwei Semestern behandeln, wofür die Ausbildung schonmal dreieinhalb Jahre dauert.


    Wenn Du die Chance hast noch auf Diplom zu studieren, so würde ich die Gelegenheit ebenfalls jetzt wahrnehmen. Ich stehe dem Bachelor-Abschluss ebenso wie weite Teile der Wirtschaft bisher skeptisch gegenüber, und zum anschließenden Master-Studium werden nicht alle zugelassen die sich bewerben.

  • Hi,


    ich weiß zwar nicht wie das bei Maschinenbau ist, aber ich hab ne Ausbildung vor dem Studium gemacht.


    Die Vorteile waren für mich aber weniger relevant für das Studium. Mal abgesehen von einem gesparten Praxissemester. Mir hat die Ausbildung an Erfahrung und Horizonterweiterung viel gebracht. Und ich hab mich selbst enorm weiterentwickelt. Aber ich hab die Ausbildung auch mit 16 angefangen, direkt nach der Realschule. Du bist ja schon älter, da ist dieser Reifeprozess vielleicht nicht mehr nötig.


    Und zum Einstellungsalter: wenn du dein Alter begründen kannst, also warum du erst mit 30 fertig bist, dann ist das weniger ein Problem. Wenn die Begründung allerdings "hatte keinen Bock was zu tun lautet", dann sinken deine Chance ;) Aber ich vermute das weißt du ;)


    Bastian

  • Zitat

    Original geschrieben von _-=voodoo=-_
    Ehrlich gesagt, wenn man sowieso weiß was man studieren will, dann sollte man keine Ausbildung vorschieben. Ist doch verschenkte Zeit.


    Ich werde nun mit meinem Informatikstudium beginnen, bei mir wäre eine Ausbildung verschenkte Zeit, da ich den meisten Stoff einer Fachinformatiker Ausbildung schon im Schlaf beherrsche.


    Ich würde sagen es hängt stark davon ab was für ein Studium an anstrebt.


    Bei Informatik als Beispiel würde ich auch sagen ist es am Besten, direkt mit dem Studium anzufangen. Denn wenn man da mal das Vordiplom hat und dann noch ein paar Industriezertifikate wie Cisco, ... hat man durchaus die Möglickkeit relativ gut bezahlte Nebenjobs zu finden um sich das Studium zu finanzieren, und wenn es mit dem Diplom nicht klappt, kann auch ein Quereinstieg durchaus klappen.


    Bei Jura oder Medizin wäre mir das Risiko eines sofortigen Studiums zu gross, ausserdem hat sonst keine Chancen auf halbwegs bezahlte Nebenjobs. Da wäre es vorher schon besser eine Ausbildung zu machen, um dann entweder einen Nebenjob annehmen zu können oder auch mal in den Semesterferien Urlaubsvertretungen zu machen. Ausserdem hat man dann eine kleine Absicherung falls man im Studium scheitert.


    Aber zur Ausgangfrage zurück: Insofern halte ich eine Vorlehre zum Fluggerätemechaniker nicht für so sinnvoll, da das sich dann nicht so für einen Nebenjob verwenden lässt. Und wenn dann läuft das oft über Zeitarbeitsfirmen die nicht so toll bezahlen. Berufe wie z.B. Technischer Zeichner (Konstruktion) wären wahrscheinlich geeigneter. Aber hast du nicht ohnehin schon ne Ausbildung?

  • Zitat

    Aber hast du nicht ohnehin schon ne Ausbildung?


    Solltest du damit mich meinen: Nein, ich habe bisher keine Ausbildung. Ich bin dieses Jahr mit dem Abitur fertig geworden und wollte bis kurz nachdem ich die Abschlussprüfung geschrieben habe auch noch Informatik studieren...oder besser gesagt fehlten mir einfach sinnvolle Alternativen

  • Ich war auf einem Fachgymnasium mit Schwerpunkt auf Informatik. Da wurd mir schon während der 12 klar, dass mir Informatik nicht gefällt. Aber ich war halt zu dumm mich gleich da nach etwas anderem umzusehen und habe mich dann nur aufs Abi konzentriert.

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