Frage zum Arbeitsrecht: Änderungskündigung / Versetzung?

  • Moin,


    ich brache mal den Rat einiger sachkundiger Leute.
    Ein Freund (nein, nicht ich) ist angestellt bei einem Unternehmen, das hier zwei Niederlassungen hat, die etwa einen Kilometer auseinanderliegen.
    In seinem Arbeitsvertrag ist ganz klar festgelegt, dass er in Niederlassung A arbeitet. Nun möchte der Arbeitgeber ihn in Niederlassung B und gleichzeitig in einen gänzlich anderen Arbeitsbereich/ Arbeitsplatz mit anderen Aufgaben versetzen.
    Mein Freund möchte das jedoch nicht.
    Welche Möglichkeiten hat er, sich dagegen zu wehren, bzw. wie wird der Arbeitgeber vermutlich vorgehen?
    Mein Ansatzpunkt war bisher, dass hier eine Änderungskündigung ausgesprochen wird, die er unter Vorbehalt annimmt und dann umgehend zum Anwalt geht, um sich beraten zu lassen. Meinem Freund ist auch klar, dass seine Karrierechancen in diesem Unternehmen dadurch ins Negative sinken werden.
    Könnte der Arbeitgeber auch eine Versetzung (ohne Änderungskündigung) gegen den Willen des Arbeitnehmers durchbringen? Welche Chancen bestehen hier auf Widerspruch?


    Danke schon mal,


    Carsten

  • Hi Carsten,


    keine Sorge so wie Du die Situation beschreibst dürfte Dein Bekannter mehr oder minder auf der sicheren Seite sein.


    Sofern im AV steht das er in Werk A arbeitet ist dies ein fixierter Bestandteil und ist damit nicht so einfach zu kippen.


    Im Prinzip beibt dem Arbeitgeber nur das Mittel der Änderungskündigung einfach so versetzen ist nicht drin außer er bietet einen "höheren" Job an aber auch den müsste Dein Bekannter nicht annehmen.
    Siehe auch: §1+2 und KSchG (Kündigungsschutzgesetz)



    Ob und wie weit es wirksame Rechtsmittel gegen eine Änderungskündigung gibt sollte Dein Bekannter im Falle des Falles allerdings am besten mit einen sachkundigen Anwalt klären da dabei auch u.a. die wirtschaftliche Situation des Arbeitgebers geht.
    (Plus die ganzen andern Fragen: befristet unbefristet etc. pp.)


    Gruß
    CH

  • Dein Freund muss sich nur ggf. darauf einstellen dass aus der Änderungskündigung eine ordentliche wird.
    Er kann sicher mit einem Anwalt eine nette Abfindung rausschlagen, aber ich würde an seiner Stelle die beiden Alternativen abwägen und seinen Marktwert analysieren, zur Zeit sind neue interessante Jobs sehr rar.
    Was ist für ihn das größere Übel, ein anderes Aufgabengebiet oder ggf Arbeitslosigkeit?

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