@ boogieman
Das Privatkundengeschäft ist für die meisten Banken eher ein Verlustgeschäft. Richtig Geld machen die nur mit Geschäftskunden und Private Banking Kunden. Nicht umsonst werden diese Kunden ganz anders behandelt.
Es gibt zwar viele Privatkunden, die schön im Dispo hängen und brav ihre 12% Zinsen zahlen, aber es gibt auch genug Kunden, die nicht mal mehr dazu in der Lage sind, ihren Dispo auszugleichen. An denen verdienen Banken nicht einen Cent, die verursachen nur noch Kosten. Umsatz schön und gut, aber man sollte die Kosten nicht aus dem Auge lassen.
Soweit ich weiß, dürfen Banken, das Geld was auf Girokonten liegt, gar nicht anderweitig verwenden, weil es für die Kunden immer verfügbar sein muss. Was meinste wieso es auf kaum einem Girokonto Habenzinsen gibt??? Die wollen die Leute dazu bringen, wenigstens einen Teil ihres Guthabens auf ein Sparkonto zu legen oder anderweitig anzulegen. Nur dieses Geld bringt den Banken Gewinne ein.
Zur Deutschen Bank: Ihren krassen Gewinnzuwachs vom letzten Jahr hat sie nicht durch die deutschen Kunden erwirtschaftet, sondern alleine durch ihr Auslandsgeschäft. Das Inlandsgeschäft der DB stangniert zur Zeit, besonders beim Privatkundengeschäft. Nur im Ausland ist es gewachsen - weil sich die DB dort fast ausschließlich auf Großkunden konzentrieren und kaum Privatkunden hat.
Die DB hatte vor 1 oder 2 Jahren auch die letzten kostenfreien Onlinekonten abgeschafft und bietet zur Zeit nur noch kostenfreie Konten für Schüler, Azubis etc. an. Damals haben eine ganze Menge Kunden gekündigt, aber unterm Strich wird diese Aktion der DB mehr Nutzen als Schaden gebracht haben. ![]()