In letzter Zeit fällt mir verstärkt auf, dass der leidige Zusatzverkauf (also etwas
zusätzliches mit i.d.R. sehr hoher Gewinnmarge zum eigentlichen Verkaufsgegenstand dazu verkaufen) offenbar immer mehr in Mode kommt.
Sei es bei der Post, bei der man sicher sein kann, dass man jedes verdammte Mal gefragt wird, ob man schon ein kostenloses Girokonto hat, oder bei der Frisörkette Klier, wo man von manchen Damen eine halbe Stunde zugelabert wird, dass man doch am besten gleich das Wella-Profishampoo ohne Silikon für 29 €(!) die Flasche mitnehmen soll, da die eben beim Haarewaschen heftigst malträtierte Kopfhaut ja rot sei (was ein Wunder :D), oder bei Vodafone mit den schönen drolligen Suggestivfragen "Soll ich Ihnen die passende Schutztasche für ihr Handy gleich miteinpacken. Sonst verlieren Sie die Garantie :D".
Ich habe selbst sowas mal gelernt und durchschau den Blödsinn in der Regel, aber ich frage mich, ob nicht mittlerweile so viele Firmen auf diese Weise versuchen, ihre minimalen Gewinnmargen aufzupäppeln, dass es selbst beim blödesten Konsumenten vollends die Wirkung verfehlt. Zumal es erst recht lächerlich wirkt, wenn unerfahrene Verkäufer/Verkäuferinnen wie auswendig gelernt 10x hintereinander die gleichen Sätze sagen und vergeblich hoffen, dass der Kunde darauf endlich anspringt, wie es der Verkaufstrainer vorhergesagt hat.
Meine Konsequenz ist jedenfalls, und das ist kontraproduktiv für die Unternehmen, die so penetrant vorgehen, dass ich vieles mittlerweile online bestelle oder an Maschinen abwickele. Das ist erstens billiger, rund um die Uhr verfügbar und ich kann mir dieses Generve sparen.