Mein Zwischenzeugnis, was soll ich davon halten?

  • Ich habe heute, auf meinem Wunsch hin, ein Zwischenzeugnis von meinem derzeitigen Arbeitgeber bekommen.
    Soweit ist alles ganz o.k.!
    Nur bei einem Abschnitt gingen bei mir die Alarmglocken an.


    Was haltet ihr von folgender Aussage:


    Zitat

    Die Quallität seiner Arbeitsergebnisse erfüllt in vollem Umfang die Anforderungen. Arbeitsmenge und Arbeitsintensität entsprechen stets dem Durchschnitt der Arbeitsgruppe.


    :mad: Hat für mich was von: Macht zwar seine Arbeit ist aber nicht bereit mehr zu leisten!


    Und ob dieser Satz in ein Arbeitszeugnis gehört weiß ich auch nicht:

    Zitat

    Die Arbeitsweise von Herrn Demuth ist jederzeit in hohem Maß geprägt von Zuverlässigkeit, Systematik, Verantwortungs- und Kostenbewustsein.

  • hmm...klingt ja nicht sehr gut. Vor allem das letzte Zitat: da stehen Dinge drin, die eigentlich selbstverständlich sein sollten und daher negativ sind, wenn sie im Zeugnis drin stehen.


    Erkundige dich doch mal, wie die dazu kommen. Hat der das nur geschrieben, weil er's nicht besser wußte oder weil's den Tatsachen entspricht oder er dich nicht mag?

  • Hi DQuadrat!


    Was arbeitest du denn?


    Also die zweite Aussage kann imho schon in so einem Zeugnis stehen. Allerdings: Wozu brauchste du so ein Zwischenzeugnis?


    Zur ersten Aussage: Hört sich in Schulnoten ausgedrückt wie eine (schlechte) 3 an, ich denke deine eigene Interpretation ist schon gar nicht so schlecht. Je nachdem in welcher Branche zu arbeitest, würde ich damit umgehen. Evl., falls du dich damit bewerben wolltest, gar nicht mitschicken... Denn: wer sucht einen durchschnittlichen Arbeitnehmer... (nicht falsch verstehen, das ist nicht böse gemeint , v.a. weil ich ja gar nicht weiß, ob du nicht vielleicht eigentlich sehr gut arbeitest und dein Chef dir vielleicht nur Steine in den Weg legen will, um dich zu halten und nicht an die Konkurrenz zu verlieren!!! Ist nur meine ehrliche Meinung!)



    Brazzo

    FCB forever No. 1


    "Ein freundliches Wort kostet nichts und ist doch das schönste Geschenk." [Daphne du Maurier (1907 - 89), engl. Schriftstellerin]


    Geht der Reichtum der Welt zu Grunde, dann stirbt die ROLEX zuletzt.

  • Das erste Zitat ist ganz klar das Äquivalent zur Schulnote 3 und hat keinen negativen Beigeschmack. Allerdings geht daraus hervor, dass Du Dir nicht gerade ein Bein herausreisst, um in der Arbeitsgruppe durch besonders gute Leistungen hervorzustechen.


    Das zweite Zitat gehört sehr wohl in ein Arbeitszeugnis, da dieses ja auch Deine Arbeitsweise dokumentieren soll. Und das ist in Deinem Fall imho auch eine 3.



    EDIT:
    re_ality: Da muss ich Dir leider widersprechen. Das Zeugnis dokumentiert die aktuellen Leistungen, und da gehts überhaupt nicht darum, ob irgendwas selbstverständlich ist oder nicht.
    Wenn Du in 5 Jahren das Zeugnis wieder rauskramst, muss aus ihm hervorgehen, wie Du damals gearbeitet hast. Und dann is Essig mit "war ja selbstverständlich und steht deswegen nicht drin". ;)

    Hätte der Mensch nur halb so viel Vernunft wie Verstand, dann wäre alles viel einfacher in der Welt. Linus Pauling

  • Zur Erklärung:


    Ich arbeite bei der ish GmbH. Ish bietet Telefonie, Internet, Fernseh und Radio über das TV-Kabel.
    Ich bin dort für die Installation, Wartung, Reparatur und Einrichtung für Internet und Telfoniediensten zuständig.


    Was mich an dem Zeugnis stört ist das ich in meiner Zeit bei ish (ziemlich genau ein Jahr) bisher 3 verschiedene Vorgesetzte hatte und mich bisher keiner bei der Arbeit beim Kunden beobachtet hat.
    Wie kann da jemand beurteilen ob meine Arbeitsintensität durchschnittlich ist oder nicht?
    Ich habe mir das Zwischenzeugnis ausstellen lassen um mich woanders zu bewerben. Habe bisher auch ausnahmslos (naja, waren ja nur zwei) gute Zeugnisse von Arbeitgebern bekommen.
    Denke nicht das es förderlich ist ein befriedigendes Zeugnis in meine Bewerbungsunterlagen auf zu nehmen.:flop:

  • Es gibt für Arbeitgeber einen Bewertungsschlüssel für Arbeitszeugnisse

    Ist im ersten Teil eine 3.
    Der zweite Teil ist sehrwohl Bestandteil eines Zeugnisses, und positiv zu verstehen (2)

  • DQuadrat: Ich kann gut verstehen, dass es dich nervt, dass deine Chefs dich gar nicht so genau beurteilen können. Ich denke aber, dass das egal was man arbeitet oft - nicht immer - so ist. Das ist natürlich Schade, aber wohl nicht zu ändern. Allerdings darf man nicht außer acht lassen, dass viele Chefs so ihre "Quellen" haben, um ihre Mitarbeiter (vermeindlich richtig) einzuschätzen, z.B. andere Mitarbeiter/Kollegen und evl. Kunden. Nicht zu vergessen, ihre Erfahrungen im Umgang mit Mitarbeitern/Mitarbeiterführung.

    FCB forever No. 1


    "Ein freundliches Wort kostet nichts und ist doch das schönste Geschenk." [Daphne du Maurier (1907 - 89), engl. Schriftstellerin]


    Geht der Reichtum der Welt zu Grunde, dann stirbt die ROLEX zuletzt.

  • Danke für Eure Antworten!:top:


    Ich werde das Zeugnis wohl erstmal "zu den Akten" legen und nicht in meine Bewerbungsmappe mit aufnehmen!
    Hoffe nur das ich, falls ich eine neue Stelle finde bzw. bei ish ausscheide, ein vernünftiges Arbeitszeugnis bekomme!:rolleyes:


    Gruß
    Daniel

  • Tschuldigung, aber wenn du das Zeugnis zu den Akten legst, dann akzeptierst du es damit ja auch! Wenn du in drei Monaten kündigst und ein abschließendes Zeugnis haben möchtest, dann wird garantiert dieses Zwischenzeugnis als Vorlage benutzt. Wenn du dich dann beschwerst, heißt es nur:"Na gegen ihr Zwischenzeugnis hatten sie ja auch nichts einzuwenden!"


    Ich würde einfach mal freundlich nachfragen, vielleicht mal ein Gespräch mit deinem Vorgesetzten suchen, ...


    Gruß vom
    touri

    "Viele Menschen denken nach, wenige vor!"

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