Suche Krankenkasse (Studententarif, Hausarztmodell, Bonussystem)

  • Hallo zusammen,


    als 25 jähriger Student muss ich mich bald selbst versichern. Nun scheinen mir bezüglich des Studententarifs und den gesetzlich größtenteils festgeschriebenen Leistungen alle Krankenkassen ähnlich zu sein. Ich weiß also nicht, bei wem ich unterschreiben soll ...


    Meine bisher gefundenen Kriterien sind:


    -ein Hausarztmodell sein, so dass ich wenigstens die (von mir bisher selten gezahlte) Praxisgebühr sparen kann
    -eventuell ein Bonussystem/Beitragsrückzahlungssystem. Idealerweise ohne die Voraussetzung eines bestimmten Body-Mass-Indexes.


    Dieser stellt im Grunde auch schon meine IMHO einzige Archillesferse da. In Sachen allgemeiner Gesundheit, Fitness, Nichtraucher-Eigenschaft und sonstiger Voraussetzugen der Bonussysteme, die ich bisher gesehen habe, sieht es dagegen ganz gut aus. :)


    Zu meinen bisherigen Erfahrungen kann ich nur sagen, dass meine Freundin bei der DAK bisher gut bedient wurde, die ein Hausarztmodell haben, deren Bonussystem aber recht überschaubar ist. Die Deutsche BKK in der ich bisher mitversichert war, hat mein Vertrauen recht gründlich verspielt und ihr fehlt zudem ein Hausarztmodell. Welche Krankenkasse sollte ich mir Eurer Meinung nach näher angucken?


    Gruß, Matthias

  • Aus meiner Familie weiß ich, dass die Barmer ein Hausarztmodell besitzt und zudem über ein flächendeckendes Filialnetz verfügt (falls wichtig). Ich hab mich zu meiner Studentenzeit für die Techniker Krankenkasse entschieden. Guter Beitragssatz (für die Zeit nach dem Studium interessant) und gute Leistungen. Ich habe mir als Student meine kompletten Amalganfüllungen entfernen lassen und durch Keramik ersetzen lassen. Hatte mich mal bei der Barmer über Kostenübernahme bzw. Zuzahlung informiert als ich noch familienversichert war. Kostenvoranschlag vom Zahnarzt war (inkl. 2 Kronen) ca. 3500 €. Die Barmer hätte 60 % übernommen. Bei der Techniker musste ich dann bis auf 150 € für das Bleichen der Kronen im hinteren Backenzahnbereich nichts dazubezahlen. Ein Hausarztmodell wird bei der Techniker ebenfalls angeboten.

  • Also ich würde niemals zu so teuren Krankenkassen gehen wie DAK, Barmer, AOK,... Das sind doch alles Abzocker. Höhe Beiträgssätze, um deren riesen Verwaltungsapparat zu finanzieren und den Außendienst, der einen übrigens auch noch belagert, wenn man die Absicht hat zu kündigen.
    Ich würde immer zu einer billigen gehen, die 10,- € Praxisgebühr hat man da allemal wieder raus.
    Billig sind zB.: http://www.ikk-direkt.de oder http://www.big-direkt.de oder http://www.keh.biz
    Wie es bei denen mit Studententarifen aussieht, weiß ich nicht. Kannst ja mal auf deren homepages recherchieren. :)


    Kleiner Nachtrag: Hab mal bei DAK und big-direkt verglichen: Die Beitragssätze für Studenten scheinen bei allen Kassen gleich zu sein. Insofern kannst du wohl leider bei den von mir angegebenen KK nicht sparen. :rolleyes:

  • Danke schon mal für die Tips - aber wie prengel schon richtigerweise meint: Studis zahlen überall dasselbe. Die Unterschiede in den Beitragssätzen würden sich erst später zeigen - aber eventuell kommt schon vorher eine Mitversicherung zum Tragen ... dann heißt's eh DAK :)


    Wieso müssen die Kassen ihre Bonusprogramme eigentlich so verstecken? Und warum muss man tausende / hunterte Punkte erfinden, die aber im Endeffekt Sachprämien von realistisch ca. 30 EUR bedeuten? Dafür fange ich nicht mit Grippeschutzimpfungen an - Rückbildungsgymnastik, Schwangerschaftskurse und Krebsvorsorge kommen ja eh nicht in Frage.


    Welche Kasse hat denn ein Bonussystem, was wirklich was bringt?

  • Hallo s-elch,


    richtig "tolle" Bonussysteme gibt es für "popelig" gesetzlich-Versicherte meines Wissens (noch) nicht. Interessant wird es dann, wenn Du Dich freiwillig bei einer gesetzlichen Krankenkasse versicherst, Du also soviel verdienst, dass Du eigentlich in die Private könntest.


    Als Studi solltest Du bei der Techniker wohl wirklich ganz gut fahren - bin da auch und mit so Standardmaßnahmen wie Mitgliedschaft im Fitnessclub (500 Punkte) und 1x im Jahr zum Zahnarzt (1500 Punkte) hast Du schon recht fix eine Prämie zusammen.


    Aber wie gesagt - noch können die gesetzlichen Krankenkassen keine sensationellen Bonussysteme anbieten. Das bleibt den freiwillig Versicherten vorbehalten.


    Und im Endeffekt zeigt sich dann auch nur, wie "gut" Deine Kasse ist, wenn Du mal wirklich etwas hast! Ich habe lange für eine BKK gearbeitet - würde mich da aber nicht versichern - das sagt doch schon einiges, oder?! :(

    „Man muss ins Gelingen verliebt sein, nicht ins Scheitern.“ (Ernst Bloch)

  • Den BKK-Leidensweg habe ich auch hinter mir. Anfangs war ich zufrieden, bis die Fusion von BKK VW und BKK Post ein Chaos hervorbrachten, dessen Höhepunkt in meinem Fall eine ungewollte, fälschlicherweise festgelegte, dreiwöchige Zeit war, in der ich uninformiert offensichtlich nicht versichert war.


    Einige BKK haben eine Art "cashback-Programm", bei dem man recht leicht an 100 EUR Direktauszahlung kommt. Da falle ich wegen dem BMI aber leider raus. Außerdem haben diese Kassen idR kein Hausarztmodell.


    Zahnarzt ist bei mir halbjährlich obligatorisch und Fitnessclub ist ebenfalls vorhanden - da wäre die TK doch was! Gucke ich mir morgen sofort mal an. Danke für den Tip.

  • Hier der Endstand:


    Es sollte die TK werden (die haben in der Uni-Mensa eine Filiale, ein Bekannter ist dort zufrieden und die haben ein brauchbares Bonusprogramm) ... leider haben die entgegen den Internetinformationen kein Hausarztmodell. Dieses ist erst in BW angelaufen und wird lauf Info des Mitarbeiters definitiv nicht vor 2008 in NRW starten.


    Deswegen habe ich meiner Freundin einen Gefallen getan und sie als Werberin bei meiner neuen Krankenkasse, der DAK, angegeben. Dort habe ich jetzt ein Hausarztmodell, ein Bonusprogramm (IMHO leicht schlechter als das der TK) und zum Start habe ich 1000 Punkte in dem Programm geschenkt bekommen. Außerdem erließ man mit die Verwaltungsgebühr von knapp 37 EUR (gibt es die bei anderen auch?).


    Der Mitarbeiter war kompetent und freundlich, ebenso wie der von der TK. Die Hotlines mit denen ich vorher telefonierte, waren stark unterschiedlich: TK (trotz lokaler Telefonnummer bei einem Callcenter angekommen) grauenhaft, DAK (Telefonkontakt direkt mit der Filiale) spitze.


    Jetzt muss sich mein Hausartz nur noch beim Hausarztmodell der DAK anmelden, dann bin ich vollends zufrieden :)


    EDIT: Ganz vergessen: ein nettes Diät-Kochbuch von GU, eine Tasse, ein Schreibset, ein Gedächtnistraining-Kartenspiel und eine Tasse gab es ohne Nachfrage kostenlos obendrauf. :D

  • Zitat

    Original geschrieben von prengel
    Also ich würde niemals zu so teuren Krankenkassen gehen wie DAK, Barmer, AOK,... Das sind doch alles Abzocker. Höhe Beiträgssätze, um deren riesen Verwaltungsapparat zu finanzieren und den Außendienst, der einen übrigens auch noch belagert, wenn man die Absicht hat zu kündigen.


    Bin bei der AOK und zahl 12% das ist der gleiche Satz wie bei der IKK direkt
    Die IKK hier ist sogar bei 11,8%


    und da gibts wenigstens viele Fillialen wo man hin gehen kann...


    @s-elche gibt auch keine Verwaltungsgebühren bei den beiden und die AOK hat IMHO sogar Akkupuktur im Programm...


    peetee

  • Also ich kann auch nur von BKK`S abraten. Spreche hauptsächlich von der Schwenninger BKK. Bin 8 Jahre dort anfangs nie Probleme, da auch kein Anspruch von mir kam für irgendwelche Leistungen. Schön 20-30 Euro monatlich gespart.


    Der Kampf fing mit der Geburt meiner Tochter an. Die kleine leidet unter allergischen Asthma und Hausstauballergie. Jede kleine Infektion hatte der kleinen zu schaffen gemacht. Der Arzt empfahl drigend eine Kur im Allgäu. Die Schwenninger schickte immer Absagen mit der angeblichen nicht medizinisch notwendigen Massnahmen. Dieses könnte Ambulant mit Medikamenten beglichen werden. Der Verlauf der Krankheit wurde immer schlimmer und die Medikamte wurden wirkungslos. Aber auch dann verneinte die Krankenkasse ein Behandlung zu übernehmen. Jeder Papierkrieg wurde ausgessesen. Als die kleine 2x per Notfall ins Krankenhaus eingeliefert wurde und fast jewals 10 Tage stationär behandelt werden musste regte sich die Kasse. Aber nicht um ne Kur zu genehmigen sondern zu Fragen warum die kleine den 2x in Krankenhaus müsse. Erst als unsere Kinderärtzin den Medizischen Dienst der für die Genehmigung solcher Maßnahmen zuständig ist mit rechtlichen Schritten gedroht hat, wenn die kleine die Behandlung verwehrt bekommt hat Sie die Kur endlich bekommen.


    Es war über 1 Jahr harter Kampf der auf der Gesundheit eines kleinen unschuldiges Opfers ausgetragen wurde um Kosten zu sparen.


    Ich habe eines draus gelernt, sch**ss auf die 20 Euro mehr! Geh zu einer Kasse wo du dir sicher sein kannst das dir im Ernstfall geholfen Wird. Selbst die AOK war dagegen noch Gold. So hoffe dir ein kleines Beispiel eines BKK-Versicherten gegeben zu haben.


    MFG
    IGGY

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