Hallo zusammen,
hier ein kleiner Erfahrungsbericht zum NEC N343i, dem wohl flachsten I-Mode Candybar Gerät im I-Pod Look. Los gehts!
Vorwort:
Nachdem ich mir vor kurzem das NEC N343i aus England importiert habe, dachte ich gleich an einen kleinen Testbericht. Das Gerät ist bei einem Preis von ca. 60€ ohne Vertrag durchaus als Zweitgerät interessant. Das hier getestete Gerät, unterstützt als Gerätesprache natürlich Deutsch, selbiges gilt auch für das T9.
Bilder / Video:
Gerätebilder: Galerie mit 23 Bildern
Displaybilder: Galerie mit 27 Bildern
Video: Menüanimation
Verpackung:![]()
blauer Pappkarton
Li-Ionen Akku (800mAh)
Bedienungsanleitung
kleines UK Ladegerät
silbernes Headset
NEC N343i (Triband), silver
Gehäuse, Tastatur:![]()
Nach dem ersten Auspacken dachte ich: Wow, wirklich sehr edel und flach dieses Gerät. Es ist das wohl flachste NEC I-Mode Gerät in Candy Bar Form. Es wirkt wie aus einem Guss bei angenehmen 95 Gramm Gewicht und Abmessungen von 109 x 43 x 12.7 mm. Wenn man erst mal den Akku eingelegt und den Deckel geschlossen hat, hat man wirklich ein ziemlich stabiles Gerät in der Hand. Zu einem hochwertigen Eindruck tut auch der Akkudeckel aus Aluminium sein übrigens, dadurch liegt es wirklich sehr hochwertig in der Hand.
Die Tasten haben einen sehr guten Druckpunkt und sind zudem auch noch angenehm groß und leicht zu bedienen. Des Weiteren ist die Tastatur schön kräftig gleichmäßig blau beleuchtet, was für eine perfekte Ablesbarkeit sorgt. Wem das auf Dauer zu hell ist, der kann auf Wunsch sogar die Beleuchtung für das Display getrennt von der des Displays Ein-/Ausschalten.
Display:![]()
Das Display hat eine Auflösung von 128x160 Pixeln bei 65.565 Farben. Von der Qualität her ist es in meinen Augen vergleichbar mit dem Display eines Nokia 6101 oder 6111. Ich finde, man sieht nicht wirklich einen Unterschied zwischen 65k und 262k Farben. In diesem Fall liegt dies wahrscheinlich an der relativ geringen Auflösung, hier sind andere Hersteller schon wesentlich weiter. Man muss es aber auch positiv sehen, bei Kamera- & Hintergrundbildern sehen die Bilder ziemlich gut aus und sie werden scharf dargestellt. Die Helligkeit und der Kontrast lässt sich mehrstufigstufig einstellen um die Lesbarkeit zu verbessern.
Zur Personalisierung stehen einige Menügrafiken (Hintergründe), Farbstils und Animationstypen zur Auswahl.
Kamera:![]()
Die Kamera befindest sich recht unscheinbar in der linken oberen Geräteecke und hinterlässt einen durchschnittlichen Eindruck. Sie macht Bilder in einer maximalen Auflösung von 640x480 Pixeln. Die Bilder werden nichts desto trotz selbst unter Kunstlicht recht gut. An Einstellmöglichkeiten hat man folgende Optionen: Bildgröße (VGA, QVGA, QQVGA), Helligkeit( 5-stufig regelbar), Dämmerlicht, Nahaufnahme. Des Weiteren gibt es einen Selbstauslöser aber leider keine Zoomfunktion.
Menü:![]()
Das Hauptmenü besteht aus folgenden Menüpunkten:
- Einstellungen
- Meldungen
- i-mode
- Kontakte-Liste
- Kamera
- Eigene Daten
- JAVA
- Zubehör
- E-Plus Dienste
Nett anzusehen sind die fließenden animierten Übergänge zwischen den einzelnen Menügrafiken (siehe Video).
Das Menü ist sehr logisch durchdacht und einfach gegliedert. Man kommt auf Anhieb zurecht, ohne die Bedienungsanleitung lesen zu müssen. Es gibt auch hier Shortcuts wie bei anderen Geräten, d. h. drückt man z.B. im Standby den Navikey nach oben, gelangt man in die Profilwahl (Normal, Meeting, Draussen, Auto), oder drückt man die grüne Hörertaste etwas länger, aktiviert man die Wahlwiederholung - also alles an sich ziemlich gut durchdacht und bekannt. Tastensperre aktiviert man wie bei Siemens z. B. durch gedrückt halten der #-Taste.
Klingeltöne, Freisprechfunktion:![]()
Das Gerät verfügt über 40-stimmige Klingeltöne, die sich sehr gut anhören - zwar nicht ganz so gut wie 64-stimmige, wie man sie momentan von Samsung kennt, aber auf jeden Fall auf sehr hohem Niveau was die Qualität und Klarheit der Töne angeht. Eigene Töne lassen sich übrigens einfach als MIDI, MMF oder AMR per mini-USB-Datenkabel aufs Handy schicken - aber zum USB Anschluss später mehr. Insgesamt sind sehr schöne Klingeltöne dabei, u. a. ein altes Telefongeräusch und einige klassische Lieder, sowie einige Klänge aus Fernost.
Das Gerät verfügt selbstverständlich über eine integrierte Freisprechfunktion, die sich für Telefonate sowie die kurzen Sprachnotizen einsetzen lässt. Von der Lautstärke her ist es durchaus brauchbar, es gibt IMHO kaum eine Freisprechfuntktion die lauter ist als die bei NEC. Ich würde es durchaus mit der Lautstärke eines S75 / SL75 vergleichen. Der Klang ist angenehm weich und nicht verzerrt.
Telefonbuch:![]()
Das Telefonbuch speichert bis zu 250 Rufnummern. Es lassen sich folgende Felder eintragen: Name, Telefonnummer, Büronummer, Mobil-Nummer, Fax-Nummer, E-Mail1, E-Mail2, Anruferbild, Anrufer-Klingelton, Hinweis, Firma, Straße, PLZ, Land, Stadt, URL, Gruppe - sollte also von den Feldern her für die meisten hier ausreichen. Hier hätte man aber noch deutlich mehr Speicherplatz freigeben können, verglichen mit anderen Geräten sind 255 Nummern doch recht mager. Dafür gibt es wenigstens die Spielerei mit kleinen Anruferbildern, man kann also sehen, wer da gerade anruft.
Akku:![]()
Zum Akku kann ich durchweg positives sagen. Schon nach der ersten Aufladung hielt der Akku ca. 5 Tage bei ca. einer Std. telefonieren und einigen SMS. Laut Hersteller soll eine gute Standby-Zeit von 200 Stunden möglich sein. Die Gesprächszeit liegt bei max. 3,5 Stunden.
Büro, Business:![]()
Das Gerät besitzt einen vernünftigen Kalender (50 Einträge) sowie eine Aufgabenliste.
Der Kalender bietet eine Tages-, Wochen- und Monatsansicht, wobei die Termine in einer Art Balkenansicht mit Start- & Endzeit dargestellt werden. Außerdem kann man kurze Sprachmemos aufzeichnen. Es gibt einen Wecker, Countdown, Stoppuhr, Taschenrechner und Hinweisliste. Des Weiteren finden ca. 250 SMS auf dem Gerät Platz.
Standardfeatures, Connectivity:![]()
Das Gerät verfügt über eine mini-USB-Schnittstelle wie man sie von aktuellen Motorola Geräten kennt, d.h. ein handelsübliches USB Kabel reicht zur Datenverbindung. Den NEC Handset Manager als Software findet man kostenlos im Internet, sodaß dem Datenaustausch und Sync nichts mehr im Weg steht. Bilder, Töne und das Telefonbuch lassen sich so mit dem PC abgleichen. Einziger Wermutstropfen, es steht beim Sync nur Outlook Express zur Auswahl.
Zwei vorinstalliertes Java-Spiel findet man übrigens auch auf dem Gerät. Weitere Spiele lassen sich über I-Mode nachladen, allerdings wie immer mit der Einschränkung des DoJa Standard, d. h. man wird dazu gezwungen, die Spiele über das I-Mode Portal runterzuladen, da normale Java Games nicht laufen. Die I-Mode Funktion, inkl. Mail und MMS Versand läßt sich ohne Probleme mit den deutschen Einwahldaten von E-Plus versehen und auf Anhieb nutzen.
Im I-Mode Browser hat man, wie schon gewohnt, folgende Möglichkeiten: Mails inkl. Bild- und Tonanhang bis zu 4000 Zeichen Text verfassen (gilt auch für MMS-Versand, welcher auch über I-Mode passiert).
Hier nochmal die Features im Detail:
- VGA Kamera (640x480 Pixel)
- 12,7 mm flach
- mini-USB Anschluß
- Adressbuch, Kalender, Wecker, etc.
- GSM Triband
- i-mode Browser (iMMS, iMail, Push Funktion)
- Aluminium-Rückseite
- extrem laute Freisprechfunktion
- Display mit 65.565 Farben (128x160 Pixel)
- 4 Menüfarbstile, 2 Animationstypen
- personalisierbare Profile (Normal, Draußen, Auto, Lautlos)
- unterstützte Dateiformate: GIF89a, JPEG, PNG, WBMP, SMF, AMR, Midi, SMAF, MFI, i-melody
Fazit:
Man erhält mit dem NEC N343i ein extrem flaches und stylisches Telefon im Candybar Design, das zwar relativ einfach ausgestattet ist aber dafür in Deutschland absolut selten ist. Als kleines und handliches Zweitgerät kann sich das Gerät durchaus sehen lassen, da sowohl der Akku als auch die Verarbeitung zu überzeugen wissen.