ZitatOriginal geschrieben von qwasy
Das Schlechte daran ist, dass der linke Prodi nicht gerade auf eine Politik hoffen lässt, die Italien wieder wirklich voran bringt, solange er tatsächlich den linken Träumerein nachhängt. Aber vielleicht hat er als EU-Präsident auch den zum Regieren notwendigen Pragmatismus gelernt.
Tja, so schnell wird man daran erinnert, dass man hier mitten in einer politischen Diskussion der telefon-treff.de-typischen Art steckt. :top:
Prodi ist kein "linker Träumer", sondern Wirtschaftswissenschaftler (keiner der Qualität eines Herrn Hickel, sondern ein richtig angesehener mit akademischen Auszeichnungen, die sich sehen lassen können). Er ist nicht mal ein wirklicher Politiker und übrigens Mitglied überhaupt keiner Partei - weder einer linken noch einer rechten. Ansonsten war er in seinem bisherigen Leben auch schon Manager und - der eine oder andere weiß es vielleicht noch - Regierungschef Italiens. Auf seine Regierung geht u.a. der Beitritt Italiens zur Europäischen Gemeinschaftswährung zurück. Das kann sich alles durchaus sehen lassen.
In dem Parteienbündnis, dessen Spitzenkandidat er bei dieser Wahl war, sind übrigens im Gegensatz zur von den Berlusconi-Medien verbreitenen Meinung nicht nur "Kommunisten" und sonstige angebliche "Spinner" vertreten, sondern auch liberale Parteien, sogar gleich mehrere auf einmal. Die politische Landschaft ist nicht überall so einfach gestrickt wie bei uns.