Ich meinte nicht die absolute Miete, die du zahlst, sondern den relativ zum Stadtniveau bezahlten Quadratmeterpreis. Ist alles eine Sache von Angebot und Nachfrage, der Arbeitssituation vor Ort und Kaufkraft der Region.
Meine Wohnung ist z.B. günstiger als die meiner Freundin, obwohl meine grösser und schöner ist. Sie wohnt in der Großstadt, ich auf dem Dorf, allerdings im Einzugsgebiet Münchens und Augsburgs.
Wenn du mal innerhalb einer Stadt vergleichst, wirst du eine Preisspanne von ca. 100% wahrnehmen, für die gleiche Wohnfläche wohlgemerkt. Da spielen soviele Faktoren mit rein, wie Wohnlage, Anzahl Parteien im Haus, Nebenstrasse/Hauptstrasse, Pack / kein Pack in der Nachbarschaft etc. Der größte Faktor ist allerdings, wie neu das Objekt ist, die Fenster, sanitäre Anlagen etc. Wenn man nun günstig in einem Altbau wohnt (obwohl es immer noch teuer ist), muss man eben in kauf nehmen, daß der Keller feucht und hässlich ist, zehn Parteien im Haus wohnen, Fahrräder/Kinderwagen überall querstehen im Treppenhaus, regelmässig Randale im Haus, Asoziale in prolligen Autos am Wochenende, die andere Asoziale zur Disko runterhupen etc.
Nimmt man nun die gleiche Wohnung, packt sie in ein neueres Haus und eine bessere Gegend, zahlt man direkt 100 Euro mehr für die gleiche Wohnfläche. Ist zwar seltsam und nicht immer nachvollziebar, ist aber so. Man lernt das Spiel erst, wenn man an mehreren Orten gewohnt hat zu unterschiedlichen Preiskategorien.
Später ist man gerne bereit, die 100 Euro "Zuschlag" zu bezahlen für die anscheinend gleiche Leistung.
Zu der Tür: Die werden dir die Tür immer aufbrechen, ob da nun ein schlechtes oder gutes Schloß dran ist. Das liegt auch an der Wohnsituation, wieviel Pack im Haus wohnt, ob den ganzen Tag die Haustüre festgekeilt offen steht, wer alles Zugang zum Keller hat etc.
Ich kenne die Situation genau, meine letze Wohnung war auch in so einem Haus, in der Großstadt, mit zehn Parteien, nur Kaputte, Keller wurde regelmässig aufgebrochen etc, alles alt und uselig. Da hätte ich drei Schlösser anbringen können, hätte auch nichts genutzt. Im Keller hätte jemand die ganze Nacht zeit, unbemerkt und mithilfe von Werkzeug einen Keller aufzubrechen, wenn er da rein will.
In meiner jetzigen Wohnung hab ich gar kein Schloß davor, weil nur vernünftige Leute im Haus wohnen, die es auch schaffen, die Haustüre zu schliessen, wenn sie rausgehen. Da wird dann nicht der Schnapper an der Tür auf Durchzug gestellt, damit die Blagen von morgens 6 bis abends 23 Uhr ohne zu klingeln ein- und ausgehen können. Natürlich dann auch abends schön vergessen, den Schnapper wieder zu verriegeln, damit auch nachts jemand ins Haus kommen kann.
Diese Wohnung war eben ca 50 Euro billiger als der Durchschnitt, und ich habs bereut.