BaföG Empfänger haben kein Anrecht auf ein Auto

  • Zitat

    Original geschrieben von superuser_reload
    Du tust ja grad so, als ob BaföG völlig sinnfrei, und bloß für den Seelenfrieden des Spenders erteilt wird...


    Das habe ich mit keinem Wort gesagt.


    Sicher ist der Begriff "Almosen" ein wenig zu spitz für eine Leistung wie BaföG.
    Letztlich geht es aber um nichts Anderes als eine Leistung, welche diejenigen unterstützen soll, die anders überhaupt nicht die Möglichkeit hätten, ein Studium überhaupt nur zu beginnen. Gleichwohl hat der Staat mit Bedacht die Zuverdienstmöglichkeiten so gesetzt, daß jeder Student - so er denn zu seinem BaföG dazuverdienen möchte oder muß - ein halbwegs ordentliches Leben bestreiten kann (bei vielen wird es dennoch nicht ohne die Unterstützung der Eltern gehen).


    So sollte man dann halt BaföG auch als das sehen, was es ursprünglich mal war, und nicht als "das Geld, von dem ich mir Bücher kaufe, während ich vom Selbstverdienten ab und zu gepflegt einen heben gehe".

  • Zitat

    Original geschrieben von NoTeen
    Das habe ich mit keinem Wort gesagt.


    Naja, Du hast aber nen Wikipedia-Beitrag verlinkt, ich darf mal daraus zitieren ;)
    "Ein Almosen (...) ist eine materielle Gabe an einen bedürftigen Empfänger ohne Erwartung einer materiellen Gegenleistung dieses Empfängers.
    (...)
    Je nach Kultur oder Religion kann sich mit einem Almosen die Erwartung eines spirituellen Vorteils, im Christentum besonders die Erwartung der Sündenvergebung, verbinden."
    :D

  • Aber igendwie muss ich ein Studium oder auch ein Arbeitsverhältniss für den einzelnen auch lohnen, und dazu gehört mehr als nur nicht zu verhungern.


    Galubt ihr ein CEO eines Grosskonzern würde seinen Job machen, wenn man ihn nur soviel zahlen würde das er gerade auf Bafög/ALGII Niveau überleben kann.


    So gesehen kann ich es verstehen wenn jemand auf ein Studium verzichtet oder ein Arbeitsloser lieber garnicht macht als für 5,00€ nen körperlich anstrengendHilfsjob zu machen und sich dann von den 5,00€ auch noch 3,75€ von seinem Arbeitslosgeld II abziehen lassen darf.

  • Zitat

    Original geschrieben von superuser_reload
    Naja, Du hast aber nen Wikipedia-Beitrag verlinkt, ich darf mal daraus zitieren ;)
    "Ein Almosen (...) ist eine materielle Gabe an einen bedürftigen Empfänger ohne Erwartung einer materiellen Gegenleistung dieses Empfängers.
    (...)
    Je nach Kultur oder Religion kann sich mit einem Almosen die Erwartung eines spirituellen Vorteils, im Christentum besonders die Erwartung der Sündenvergebung, verbinden."
    :D


    Ist denn BaföG nicht eine materielle Gabe an einen bedürftigen Empfänger ohne Erwartung einer (unmittelbaren) materiellen Gegenleistung? Meiner Ansicht nach nicht die schlechteste Definition.


    Über die Ausstellung der Ablaßbriefe müßte dann ggf. nochmal separat verhandelt werden :D


    Ich befürchte allerdings, daß wir uns seeeehr weit vom Thema entfernen. Es sei ja jedem "sein" BaföG gegönnt. Hier im Thread streiten wir doch im Grunde um ein Auto, das genaugenommen mehr als 5000 Euro wert sein müßte, um zum Streitfall zu werden.


    cu


    NoTeen

  • Das Auto muss nicht erst ab einem Wert von über 5.200€ zum Streitfall werden, den das würde voraussetzen das der Student ansonsten völlig Mittellos ist.


    Bei 3.500€ Vermögen uns einem Auto von 3.500€ Wert ist es schon ein Streitfall.


    Ansonten: Imho sind die 5.200€ Freivermögen eh viel zu gering angesetzt, den nicht alle Studenten, besonders FH Studenten gehen direkt nach der Schule zum Studium über.


    Bei FH Studenten ist es durchaus üblich erst eine Ausbildung zu absolvieren und dann ein oder zwei Jahre im Angestelltenverhältniss zu arbeiten, oder nebenbei selbstständig tätig zu sein.


    Wer da sein Geld gespart hat ist der Blöd weil er keine Baföganspruch hat, wer alles verprasst hat kann nichts falsch machen. So absurd ist unsere Gesetzgebung.

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    So absurd ist unsere Gesetzgebung.


    Doch nur, wenn man ständig überlegt, was man alles vom Staat (der übrigens wir alle sind) "mitnehmen" kann.


    Es wird doch schließlich keiner gehindert, sein Studium aus eigenen Rücklagen oder durch eigener Hände Arbeit zu finanzieren. Ich weiß übrigens auch gar nicht, was daran verwerflich sein sollte.


    Wer wiederum seine Rücklagen nicht für ein "Studium ins Ungewisse" angreifen möchte, der wird sicher nicht zum Studium gezwungen werden, oder?


    Aber heutzutage rennt nun mal alles in die Unis mit dem Gedanken im Hinterkopf, irgendwann mal CEO bei einem Global Player zu sein. Daß das nur der Bruchteil eines Bruchteils wirklich schafft, das will leider keiner hören.

  • Zitat

    Original geschrieben von NoTeen
    Doch nur, wenn man ständig überlegt, was man alles vom Staat (der übrigens wir alle sind) "mitnehmen" kann.


    Es wird doch schließlich keiner gehindert, sein Studium aus eigenen Rücklagen oder durch eigener Hände Arbeit zu finanzieren. Ich weiß übrigens auch gar nicht, was daran verwerflich sein sollte.


    Wer wiederum seine Rücklagen nicht für ein "Studium ins Ungewisse" angreifen möchte, der wird sicher nicht zum Studium gezwungen werden, oder?


    Naja, aber wenn man als Azubi oder junger Angestellter was zurücklegt, dann möchte man das dafür tun um sich mal nach in ein paar Jahren in den Semesterferien einen Urlaub zu leisten oder irgendwas, aber nicht um den Staat für ein paar Semester die Bafögkosten zu schenken, und dann genauso dazustehen wie wenn man garnichts weggespart hätte.


    Das Problem ist das man in unserem Staat nur von der Vermögensbildung provitiert, wenn man soviel Vermögen scheffeln kann das man beim Studium oder bei Arbeitslosigkeit garnicht auf den Staat angewiesen ist. Aber mit einem normalen Einkommen was anzusparen lohnt sich dank unserer Gesetzgebung nicht mehr, denn wenn man es nicht verstecken will um Sozialbetrug zu gehen, holt es sich früher oder später der Staat wieder.


    Ein Student mit 5.000€ Vermögen ist in einer misslichen Lage. Soviel arbeiten das er komplett auf Bafög verzichten kann und dabei nicht schlechter dasteht als sein komplett mittelloser Komilitone der Bafög bekommen geht nicht so einfach. Und wenn er sich dann mit normalen Tätigkeiten etwas dazuverdienen will holt es sich der Staat sofort wieder.


    Die meisten Studenten sind zu reich das ihnen Nebentätigkeiten nicht angerechnet werden würden, aber zu arm um sich das Studium komplett selber finazieren zu können.


    Bei Arbeitslosen ist es das Gleiche: Die meisten haben nicht das otential einen Job zu bekommen von dem sie ohne zusätzliche Transferleistungen leben können, und solange sie daruf angewiesen sind wird alles was über 100€ geht zu 80% einkassiert.

  • Zitat

    Original geschrieben von Erik Meijer
    Nein, der passt ganz exakt.


    Du beziehst eine staatliche Leistung / Hilfe für den Lebensunterhalt und gehst nebenbei Arbeiten, um Dir Luxus zu gönnen. Ergo ist die staatliche Leistung nicht wirklich nötig.


    du sagst es !! ich bin selbst student und ärger mich beinah täglich über leute die bafög beziehen ohne es wirklich zu brauchen.


    v.a. regt mich dabei auf, dass zb meine familie meist sparsam lebt und deswegen dem nachwuchs (mir) das studium selbst finanzieren kann, während andere luxuriöse urlaube etc machen und mütter natürlich hausfrauchen ist, und natürlich 3 autos bei 3 personen. und dann bafög beziehen+im studentenwohnheim wohnen (wg sozialkriterium) und damit auf meine kosten studieren.


    unverschämt, dass sowas von staatlicher seite ermöglicht wird.
    spätestens seit der PISA studie dürfte bekannt sein, dass die kids die an die uni kommen ohnehin reichere eltern haben als der durchschnitt. warum gibts dann subventionen ?? einschränken müßen sich schließlcih alle studenten.

  • Zitat

    Original geschrieben von Lord EX
    Naja, mich haben die Schw*ine auch mit dem Bafög dran bekommen. Naja, ich hol mir die 4000€ die ich zurückzahlen mußte eh wieder, dadurch dass ich jetzt wieder Anrecht auf Kindergeld + Ortszuschlag habe (sind gute 3000 Euro).


    Naja, das mit dem Auto is für mich nen schlechter Witz, außerdem laufen die meisten Autos der Studenten eh auf die Eltern, von daher sag ich nur pwnd. :D


    Immerhin ein niveauvoller Post in diesem Thread! :top: :D


    Finde es übrigends göttlich, wie der gemeine teutone sich mal wieder über Autos ereifert. Wenn der Student nen 5000 Euro PC hat, interessierts keine Sau, oder? Designerklamotten für paar tausend Euro? Bemerkt eh keiner.


    Btw, Leute die entweder überhaupt nicht studiert haben, oder irgendwelche obskuren, von Firmen gesponsorten Studiengänge absolviert haben, sollten vielleicht einfach....abschalten.


    Davon abgesehen: Bekomme kein Bafög (Ok, habs auch nie beantragt :D ), darf aber ab nächsten Semester 500€ Studiengebühren +155€ Sozialbeitrag bezahlen.
    Ein nicht gerade kleiner Teil davon geht fürs Studententicket drauf. Ja, warum eigentlich?! Ich benutze die öffentlichen Verkehrsmittel nicht.
    Soll der Pöbel, der kein Auto hat, doch einfach nicht studieren. Wird doch keiner gezwungen, nicht wahr?


    Aber es ist schon toll, wie man sich hier gegenseitig nicht das schwarze unter den Fingernägeln gönnt. Vorbildhaft. Möge die Regierung dafür in der Hölle toasten...


    "Es muss doch keiner studieren". Ja ne, ist klar. Aber den Einsatz im Kongo, den konnten wa uns leisten, ne? Aufbauen im Libanon? Hier, Hier! Einwanderer aus "Where the fuck"? Nehmen wir sofort! Scheissegal, ob die uns noch in der zwanzigsten Generation auf der Tasche liegen.


    Aber diese Studenten, die 200 Mio. Bafög missbrauchen, dat is übel.
    Überhaupt. Diese beknackte Bildung. Nachher merken die noch, dass man sie verarscht...

  • Zitat


    v.a. regt mich dabei auf, dass zb meine familie meist sparsam lebt und deswegen dem nachwuchs (mir) das studium selbst finanzieren kann, während andere luxuriöse urlaube etc machen und mütter natürlich hausfrauchen ist, und natürlich 3 autos bei 3 personen. und dann bafög beziehen+im studentenwohnheim wohnen (wg sozialkriterium) und damit auf meine kosten studieren.


    häh? wie klappt den sowas? glaub mir bei dieser beschrieben situation bekommt man kein babfög
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    wenn es nach euch geht, sollte das bafög geld doch nicht pauschal ausgegeben werden, sondern in essensmarken, kleidermarken, putzmittelmarken, usw.
    ist doch völliger quatsch. ist doch sein bier, ob er 120 euro für sein auto berappt. von mir aus kann er auch für sein geld in puff gehen und sich einen blasen lassen.


    wenn er sich mal einen oder mehrere anzüge kaufen muss, damit er nicht in shorts zum voorstellungsgespräch/praktikum geht, muss in euren augen auch sofort das bafög gestrichen werden!
    gehen wir mal weg vom auto. ne jeans von g-star für 90 euro muss auch nicht sein, oder ein hemd für 50. soll man deshalb auch gleich bafög streichen: gehst zur sachbearbeiterin, die sieht, dass du ein lacoste polo anhast und lacht dich aus, weil du so niemals bafög bekommst!


    einer hat geschrieben: bafög und arbeiten geht nicht, es geht nur bafög oder arbeiten. so eine großer unsinn: hier in köln muss man mind. 800 euro im monat haben. die kosten sind einfach so hoch.
    und für die muss man arbeiten, egal wieviel bafög man bekommt. irgend ne pfeife wird darauf nen schlauen spruch abgeben und sagen, dass man dann doch im osten studieren sollte!


    was entgeht dem staat bitte schön durch bafög: die hälfte bekommt er zurück. also ist es die andere hälfte und die zinsen. ABER dadurch, dass der student später ganze 35 jahre mehr steuern zahlen wird, als wenn er irgendwo an der kasse sitzen würde, kommt das dem staat viel besser weg. das ist, trotz aller miesmacherei, immer noch die regel!



    Zitat

    Ansonten: Imho sind die 5.200€ Freivermögen eh viel zu gering angesetzt, den nicht alle Studenten, besonders FH Studenten gehen direkt nach der Schule zum Studium über.


    nein, wieso??? er kann doch 1 jahr von dem geld leben und dann bafög beantragen!!!!!

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