Knobliger Versicherungsfall - wer kennt sich aus?

  • Hi Leute,


    kurz geschildert. Meine Frau hatte damals einen Unfall. Ihre Versicherung zahlte der Gegnerin den Schaden, meine Frau wurde hochgestuft. Das Gericht urteilte aber komplett andersherum. D.h. meine Frau bekam von der Gegenseite den Schaden zu 100% ersetzt.


    Jetzt möchte meine Frau natürlich zurückgestuft werden, immerhin war sie ja unschuldig, die Versicherung bestätigte das, benötigt aber noch das Urteil (was kein Problem darstellt).


    Die Frage die sich mir stellt: Wenn die Versicherung schon den gegnerischen Schaden bezahlt hat und jetzt auch noch zurückgestuft wird - wer kommt für den "Schaden" auf, den die Versicherung hat? Wird das von der Gegnerin bezahlt oder müssen wir unter Umständen die Summe die wir vom Gericht bekommen haben abtreten?

  • hi,



    also so wie ich das verstehe war der ablauf folgernder maßen :


    V1 (deine Vers.) zahlt an VN2 (dein Gegner) den Schadensersatz
    V1 stuft dich im Tarif hoch
    ------------------------------------------------------
    Gericht urteilt Gegner hat volle Schuld
    V2 (Vers. des Gegners) zahlt dir deinen Schaden + Gerichts / Anwaltskosten


    nach meiner Ansicht müsste es weiter so ablaufen:


    V1 Stufz dich wieder runter , da keine Rechtsgrundlage mehr für die Hochstufung besteht!
    V1 holt sich von V2 den bereits gezahlten Schadensersatz wieder, da auch hier keine Rechtsgrundlage mehr besteht!



    also Ihr seit fein raus :-)


    bin zwar kein Jurist aber habe ein paar Rechtsvorlesungen schon gehabt, gerne kann ich heute abend noch mal meine bessere Hälfte drüber schauen lassen, die ist fast mit dem Jura Studium ferig und kennt sich im BGB ganz gut aus...


    mfg
    bluewaver

    Geändert von Bluewaver am 00.00.0000 um 99:99

  • @Bluwaver
    danke für die Antwort. Hast genau richtig verstanden wie es ablief.


    Ich wusste halt nur nicht, dass unsere Versicherung das Geld von der gegnerischen zurückfordert.

  • Es ist richtig wie Bluewaver es beschrieben hat. Deine Versicherung nimmt die gegnerische Verisicherung in regreß. Du hast mir der Sache nichts mehr an der Mütze.

    Mein Verein, die Elf vom Niederrhein!

  • hab jetzt nochmal nachgefragt.


    also es müsste in der tat so wie oben erklärt ablaufen.


    :top:

    Geändert von Bluewaver am 00.00.0000 um 99:99

  • Zitat

    Original geschrieben von Bluewaver
    hab jetzt nochmal nachgefragt.


    also es müsste in der tat so wie oben erklärt ablaufen.


    :top:

    Nochmals vielen Dank :)

  • Da möchte ich mch zu auch mit einer ähnlichen Frage anschließen:


    A hat mit B einen Unfall, der eigentlich logisch eindeutig ist und B alleinige Schuld trägt. B und B's Versicherung winden, wehren und verschleiern allerdings und machen ein unseriöses Gegenangebot. A leht ab und B geht nun vor Gericht um zu versuchen, die alleinige Schuld A anzulasten.


    A ist natürlich völlig verweifelt (B's Versicherung zahlt natürlich nicht) und bittet neben ihrem Anwalt auch sämtliche Freunde und Bekannte um Hilfe und Vorschläge. Tatsächlich erfährt ein Freund von A durch Zufälle, atmosphärische Störungen und dergleichen, daß B wegen des Unfalls bereits rechtskräftig strafrechtlich belangt wurde (Fahrverbot, Punkte, etc.).


    Kann A das irgendwie für sich nutzen? Ich meine A kann ja schlecht vor Gericht sagen, daß ihm ein Wahrsager mittels seiner Kristallkugel über B informiert hat...

    Früher konnte man Drachen töten und durfte dann eine Jungfrau heiraten -
    heute gibt's keine mehr und man muss den Drachen heiraten :-(

  • Ich hoffe mal, Deine kleine, einfache Welt stürzt nicht ein, wenn ich das so unschuldig frage, aber:


    Was hat eine rechtskräftige Verurteilung wegen eines Verkehrsdelikts mit einem anderen, davon unabhängigen Verfahren zu tun?


    Im übertragenen Sinne hieße das dann also, bei einem Dieb, der einmal verurteilt wurde, ist der Pflichtverteidiger ab dem zweiten Diebstahl rausgeschmissenes Geld, da das Gericht ja anhand der vorangegangenen Verurteilung ohnehin im Bilde ist?


    Lustich :D


    cu


    NoTeen

  • Du hast mich nicht verstanden:


    B's Versicherung zahlt nicht, weil sie B's Schuld nicht anerkennen - deshalb der Prozess. B sind aber wegen genau dieses einen Unfalls Strafen auferlegt worden, weil die Men in Green B als eindeutig schuldig erachten.


    Es geht also um ein und denselben Unfall.

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