Ist es möglich, Festnetzqualität zu erreichen?

  • Zitat

    Original geschrieben von HandyFreak9999
    Die Verzögerung ist beim Handy genau so lang wie beim Normalen Festnetz Telefon.


    Wie soll das denn sein? Bei ISDN hab ich nur die Verzögerung durch die Kabelstrecke und die Digitaltechnik, keine Kompression gar nix. Bei Mobilfunk hab ich alleine schon mal durch die Datenreduzierenden Codecs Verzögerung. Dazu möchte ich nicht wissen was durch die viel mehr vorhandenen Netzelemente (BSC, Richtfunkstrecken, etc.) dazu kommt.


    Kannst Du deine Aussage belegen?

  • Mir selber ist die Latenzzeit bei GSM jetzt nicht negativ aufgefallen, aber hab auch nicht besonders darauf geachtet.

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Mir selber ist die Latenzzeit bei GSM jetzt nicht negativ aufgefallen, aber hab auch nicht besonders darauf geachtet.


    Richtig negativ ist es mir auch erst aufgefallen, als ich einen VoIP Anbieter mit generell 225ms Verzögerung genutzt habe. Bei Verbindungen ins Festnetz war das nicht wirklich ein Problem, aber bei GSM Verbindungen waren die dann entstehenden 340ms doch schon sehr störend. Ich habe letztendlich für 100ms weniger zu einem teureren VoIP Anbieter gewechselt. ;-)


    Scheinbar liegt die Grenze des Erträglichen so bei 300ms, was aber nicht heisst, dass die >200ms bei netzinternen GSM Gesprächen nicht auch störend sind.


    Wirkliche Festnetzqualität kann GSM daher IMHO schon durch die Latenz nicht mehr erreichen.

  • Was für Latenzeit?


    Kannst ja mal messen wie groß die Latenzeit bei einem normalen Analog Gespräch ist.


    Bei ISDN ist oft schon das Telefon ein Problem.


    Analog Telefon zum NTBA dann per Kupfer zum Verteiler dann per Glasfaser quer durch Deutschland wieder in Kupfer dann ins NTBA und wieder ins Telefon. Das ist nur eine Vereinfachung das Gespräch geht durch Hunderte Verteiler Netzknoten teilweise quer durch die Welt.


    GSM ist komplett Digital da gibt es keine Analogen Elemente mehr keine Umwandlung, außerdem geht die Übertragung in Lichtgeschwindigkeit. Mit einem guten Codec und der richtigen Technik und gutem Empfang gibt es keinen Unterschied zu ISDN eher ist es sogar noch besser als ISDN.


    Aber da ich ja den ganzen Tag nichts anderes mache als Mobilfunk Netze zu bauen hab ich davon ja keine Ahnung

  • Zitat

    Kannst ja mal messen wie groß die Latenzeit bei einem normalen Analog Gespräch ist.


    Sie war mal nahe bei 0 :)


    Zitat

    GSM ist komplett Digital da gibt es keine Analogen Elemente mehr keine Umwandlung


    Das ist doch total irrelevant für den Vergleich. Natürlich hat jedes Handy einen AD-Wandler, ansonsten müsstest du noch passende Menschen für die Eingabe erfinden. Bei Analogtelefonie ist der Wandler in der VmSt.


    Zitat

    außerdem geht die Übertragung in Lichtgeschwindigkeit.


    Da hast du das Festnetz erwischt. In LWL-Kabeln erreicht man AFAIK nur 2/3 c :)


    Zitat

    Aber da ich ja den ganzen Tag nichts anderes mache als Mobilfunk Netze zu bauen hab ich davon ja keine Ahnung


    Ich würd die Ahnung eher bei den Ingenieuren vermuten, die die Technik entwickeln, die du anschließend baust...

  • Zitat

    Original geschrieben von HandyFreak9999
    Kannst ja mal messen wie groß die Latenzeit bei einem normalen Analog Gespräch ist.


    Habe ich probiert, aber mit meiner Meßmethode kann ich nur Zeiten länger als 5ms messen. Bei ISDN <-> ISDN war da keine Messung möglich. Thoretisch müsste die Verzögerung bei einer solchen Verbindung aber sogar unter 1ms liegen, die Vezöregung durch den Codec macht dabei 0,25ms aus. Selbst schnurlose DECT Telefone verursachen nur etwa 12ms, also eine nicht wahrnehmbare Verzögerung.

  • Zitat

    Original geschrieben von HandyFreak9999
    GSM ist komplett Digital da gibt es keine Analogen Elemente mehr keine Umwandlung, außerdem geht die Übertragung in Lichtgeschwindigkeit. Mit einem guten Codec und der richtigen Technik und gutem Empfang gibt es


    Mit dem Satz hast Du Dich jetzt eben in die Schublade "keine Kompetenz" befördert, gute Nacht.

  • Zitat

    Original geschrieben von oleR
    Das ist doch total irrelevant für den Vergleich. Natürlich hat jedes Handy einen AD-Wandler, ansonsten müsstest du noch passende Menschen für die Eingabe erfinden. Bei Analogtelefonie ist der Wandler in der VmSt.


    Erstens das, zweitens geht wohl sicher noch viel mehr Zeit drauf für das encoden und das packen von Paketen (die ja dank Fehlerkorrektur auch nochmal "gewickelt" sind) als durch den reinen Digitalsieraufwand. Wie jeder andere Packer muss ein Encoder erst mal ein paar Daten haben bevor er mit der Reduktion anfangen kann. Und wie Du richtig schreibst, ein Analog-gespräch war mal bei 0ms. Verzögerung ist der Fluch des Digitalen.


    Zitat

    Original geschrieben von oleR
    Ich würd die Ahnung eher bei den Ingenieuren vermuten, die die Technik entwickeln, die du anschließend baust...


    So scheint es mir auch...

  • Zitat

    Erstens das, zweitens geht wohl sicher noch viel mehr Zeit drauf für das encoden und das packen von Paketen (die ja dank Fehlerkorrektur auch nochmal "gewickelt" sind) als durch den reinen Digitalsieraufwand.


    Klar. Digitalisieren selbst kostet kaum Zeit, da steckt auch keine großartige komplexe Rechnerei hinter...


    Zitat

    Selbst schnurlose DECT Telefone verursachen nur etwa 12ms, also eine nicht wahrnehmbare Verzögerung.


    Die 12ms dürften größtenteils noch auf TDMA zurückzuführen sein. Bei GSM gibt es die Bursts etwa alle 5 ms. DECT kenne ich nicht aus dem Kopf, aber der Wert dürfte ähnlich bis gleich sein. Plus Encoding würde das passen. Welchen Codec nutzt eigentlich DECT?


    Ergänzung: Auch wenn es jetzt sehr techniklastig wird: Wo entstehen denn bei GSM die Verzögerungen? Haben die GSM-Sprachcodecs diese lange Vorlaufzeit?


    PS: Auch im Festnetz wird es bald längere Laufzeiten geben, wenn T-Com erstmal das Vermittlungsnetz auf VoIP umgestellt hat.

  • Wie messt ihr eigentlich die Latenzzeiten, mir fällt da auf anhieb keine Messmethode ein die mal als Kunde einsetzen könnte.

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