ZitatOriginal geschrieben von Erik Meijer
Habt Ihr wirklich den Verdacht / die Befürchtung, dass da mehr hintersteckt? Aber was? Was sollten die Strafverfolgungsbehörden mit einem solchen Wust von Daten anfangen können? Mit welchem Ziel?
Es sind (ob nun gezielt gewollt oder nicht) Testballons. Die öffentlichen Reaktionen werden genau beobachtet, und du kannst davon ausgehen, dass die Reaktionen darauf - auch durch Kunden bei den Banken - erheblichen Einfluß darauf haben wird, wie auf politischer und auf polizeilicher Ebene mit Rasterfahndungen und dem Unterlaufen/Vorbeiarbeiten an Gerichten in Zukunft umgegangen wird, und was man sich rausnehmen wird und was nicht. Die Volkszählung in den 80ern hat ebenfalls eine sehr lang andauernde Wirkung nach sich gezogen - letztlich ging es dabei um viel mehr als nur die Volkszählung. Heutzutage werden solche Dinge eben nicht mehr so plump gemacht, sondern mit Salamitaktik und kleinen Testballons hier und da - sodass selbst wenn eine Gegenreaktion kommt, diese nicht so ausufernd wird wie damals.
Zitatmannesmann: rechtswidrig war das ganze wohl nicht, wenn man die Meldungen liest. Selbst die Datenschutzbeauftragten haben nichts zu meckern. Eher waren die Banken sogar in der Pflicht zu liefern.
Das Hauptproblem bei dem Fall scheint zu sein, dass viele Details unbekannt sind, und jeder das hineininterpretiert was er gerne sehen möchte. Nach dem was ich gelesen habe, gab es keine richterliche Anordnung, und - sollte das stimmen - ohne die hätten die Banken es nicht machen dürfen. Auch dann nicht, wenn der "Fall klar auf der Hand zu liegen scheint, und man eigentlich davon ausgehen kann, dass diese richterliche Anordnung gekommen wäre".