Was haltet Ihr von Solartechnik?

  • Moin
    soweit verstanden.
    2 Fragen: Was meinst Du mit:

    Zitat


    Die günstigste Alternative zum Einsparen von CO2 heisst übrigens nach wie vor, dass wir aufhören die CO2-Senken abzuholzen.


    Und: Wenn ich das Geld lieber in die Schwellenländer stecken wollte, muß ich ja hier immer noch heizen. Sagen wir, ich bin bereit, 5000€ bei der nächsten Heizungsrenovierung, die bei mir 2008 ansteht, mehr zu investieren, wenn ich damit "der Umwelt helfen kann". Wie würdest Du diese investieren?
    Danke
    Der Dingens

  • Solartechnik wandelt Sonneneinstrahlung in nutzbare Energie um, damit kann man dann sein Haus heizen und muss das auch noch in 1000 Jahren machen.


    Die Verbrennung von Öl, Gas, Kohle und Holz schafft eine Menge CO2 in die Atmosphäre und sorgt durch den Treibhauseffekt dafür dass die glücklichen Menschen in 1000 Jahren keine Heizung mehr benötigen werden


    Ich handle umweltbewusst für die Zukunft und nehme Methode 2. :)
    (Wer Satire findet darf sie behalten!)


    Thomas

  • Hi,


    ganz grob gilt ja folgendes (die rein biologischen Hintergründe kann dir ein Biologe sicher besser erklären):


    Kohlenstoffdioxid (böse) + Wasser -> Traubenzucker (gut) + Sauerstoff (gut)


    Besser bekannt unter dem Namen Photosynthese. Die tropischen Regenwälder sind ca. doppelt so produktiv wie der Apfelbaum in deinem Garten und ca. dreimal so produktiv wie deine Weihnachtstanne was die CO2 Speicherung angeht.


    Wenn wir uns nun angucken wie wir verhindern können, dass CO2 in die Atmosphäre gelangt, dann gibt es zum einen die Möglichkeit den direkten Ausstoß durch Verbrennung zu verhindern, andererseits aber auch die Möglichkeit zu verhindern, dass die natürlichen CO2 Senken abgeholzt werden. Und letztere Idee ist halt meinem Kenntnisstand nach die günstigste Art und Weise.


    Zu deiner zweiten Frage: Das ist ja der Trick bei der Kosteneffizienz: Du investierst da, wo es am Effizientesten ist, weil jeder Euro den du da investierst einen höheren Ertrag erzeugt als überall anders. Nachteil an der Sache: Du persönlich hast davon nichts, als ein gutes Gewissen. Ein gutes Gewissen + die Chance auf mehr Geld auf deinem Konto ist eben nur über den Umweg durch staatliche Subventionen möglich (im Moment).


    Da eine private Investition in Filteranlagen in Schwellenländern nur schwerlich vorstellbar ist und auch der Waldarbeiter in Peru sich von deinen 5000EUR sicher nicht davon abhalten lässt seinen Job auszuführen, waren diese Beispiele eher für den grossen Stil (also die Politik) gedacht. Aber es gibt ja z.B. viele Organisationen die sich den Wäldern verschrieben haben. Welche von den Organisationen allerdings den meisten Nutzen aus je einem von dir gespendeten Euro herausholt kann ich dir nicht beantworten, aber auch dazu gibt es bestimmt Vergleiche. D.h. wenn du wirklich altruistisch sagst: Der Zustand der Umwelt ist mir 5000,- Ocken wert, dann würdest du der Umwelt absolut betrachtet am Meisten helfen, wenn du damit nicht deine Heizung erneuerst, sondern verhinderst, dass im Gegenwert von 5000,- Eur tropische Regenwälder abgeholzt werden. Einen direkten Effekt siehst du natürlich bei keiner der Varianten, dazu sind wie gesagt grössere Veränderungen notwendig.


    EDIT: Ich überlege gerade noch eine andere Variante. Wenn es möglich ist als Privatperson CO2-Zertifikate zu kaufen, dann könntest du dir für 5000,- Zertifikate kaufen und sie einfach einbehalten und wärst sicher, dass der Gegenwert in kg CO2 nicht ausgestoßen wird. (Wenigstens im theoretischen Modell eine interessante Sache finde ich, da die Zertifikatelösung aber noch mangelhaft implementiert ist wäre ich mir nicht so sicher, dass das die Kosteneffizienz sichert)

  • Moin
    okay, Danke.
    Schwierige Sache, das. Wenn ich eh die Heizung neu machen muß, was ist denn dann zu empfehlen? Gasbrennwert? Holzpellets? Der Markt ist riesig, unübersichtlich und alle wollen einem erzählen, dass ihr Produkt das beste am Markt ist...
    Da kann dann "ökologisch korrekt" schon mal entscheidungsbeeinflussend sein.
    Grüße
    Der Dingens

  • Hi,


    meine Überlegungen waren ja eher genereller Natur, WENN du dich wirklich entscheiden solltest den Betrag X,- ganz unabhängig von anderen Präferenzen (z.B. Heizungswartung oder Neukauf) rein für Umweltschutzzwecke auszugeben. Was spezifische Lösungen für Heizungsneuinstallationen angeht, können dir Andere sicher besser helfen. Das ist ein Themengebiet von dem ich (noch) keine Ahnung habe. Ich würde in Zukunft gerne Modelle für komplett autarke und auf regenerativen Quellen basierende Energieversorgung für Privathaushalte entwickeln, da wird dann auch das Thema Heizung sicherlich eine grosse Rolle spielen (Isolierung natürlich ebenso). Sozusagen ein out-of-box Haus, was sich auch netzfern komplett selbst versorgt. Naja, da werden wohl noch ein paar Jahrzehnte Forschung für drauf gehen.

  • Eine Pelletheizung kannst du im Prinzip auch vergessen - die Preise für den Brennstoff klettern inzwischen auch massiv.


    Ich werde demnächst konsequent auch kostenlos vorhandene Energien wie Erdwärme und Solarenergie setzen, daß macht mich von den fossilen Energien und den preistreibenden Versorgern fast unabhängig, außerdem tut es sogar der Umwelt noch gut.


    Eine Nachrüstung ist leider immer wesentlich schwieriger als ein Neubau mit passenden Energiekomponenten.

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    Ericsson T39m
    Legends never Die!
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  • Moin
    genau das ist das Problem. Das alte Bauernhaus, welches ich gerade renoviere, hat sowas nicht eingeplant. 2008 wird komplett neu isoliert und die Heizungsanlage erneuert. Sich da zu entscheiden, auf welches System man setzt (Auch über Erdwärme gibt es viele negative Berichte) und worein man sein kaum vorhandenes Geld investiert....das ist ist nicht einfach.
    Grüße
    Der Dingens

  • Gerade im Titanic-Magazin-Newsletter gelesen. Ich dachte das passt doch irgendwie:

  • hallo dingens,


    das glaube ich dir gerne - auch ich musste mich durch einiges durchwühlen.


    die ölfreunde sind für öl - die pelletsfans schwören auf pellets.


    ich habe mich, auch wegen der rahmenbedingungen (grosser öltank - mehrkosten für den neuanschluss von gas usw. ) wieder für öl entschieden.


    pellets waren auch in der engeren wahl - aber die entsorgung des öltanks und der nicht unerhebliche mehrpreis für den pelletsofen haben mich abgeschreckt. mittlerweile schmilzt der preisvorteil des brennstoffs auch dahin.


    des weiteren beginnt die diskussion über feinstaub bei der verbrennung von holz sich zu erhitzen... jeder sagt wieder was anderes.


    ich bleibe aber weiterhin dabei:


    der beste beitrag für die umwelt ist die sinnvolle einsparung von energie.

    "Sind das die Nazis, Walter? – Nein, Donny… Diese Männer sind Nihilisten! Du brauchst keine Angst zu haben…"

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