Japanische Elektrogerät und Sicherheit

  • Zitat

    Original geschrieben von AdministratorDr
    Was ich viel schlimmer finde: Wieso verbaut kaum ein Hersteller richtige Ein- Ausschalter ein? ..


    Dein "richtiger" Schalter muss in unserem Fall 230V schalten können aus Kostengründen wird gerne darauf verzichtet und lieber den eh schon vorhandenen Standby Taster verwendet.
    In der Großserienproduktion geht es um 0,X Cent Beträge da verwundert es mich nicht sonderlich wenn das ein oder andere Bauteil ersatzlos gestrichen wird solange das Gerät noch seine Zertifikate für den Deutschen Markt bekommt ist zumindest für die kaufmännische Leitung des Konzerns noch alles i.O.

  • Aber wenn es in der Serienfertigung nur 1 Cent aus macht, dann sind diese Kosten doch mehr als nur zu vernachlässigen. Notfalls wird das Gerät 5 Cent teurer. Wen stört es? Wir reden hier immerhin von 1 Cent nicht von 1 Euro.

  • Das erklär mal den BWLern die um jeden Cent beim Herstellungspreis feilschen.
    Ganz nach der "Geiz ist Geil" Mentalität.

    Original geschrieben von bernbayer:
    "Eine Kampagne in ZUsammenhang mit Guttenberg kann man der Bild-Zeitung nicht vorwerfen."

  • zu AFK:


    ich bin mir zu 99% sicher das die Geräte in der Türkei produziert werden und zur gleichen Holding gehören die auch Grundig gekauft haben. Einen Wasserkocher zu 10€ Endkundenpreis könnte niemand in .jp produzieren.


    Aber wie schon einige erwähnt haben, kauft Qualitätsprodukte und bezahlt auch das Geld dafür! Sony war einer der ersten Hersteller, dessen Fernseher man vor 20 Jahren schon nicht mehr mit Einzelteilen komplett reparieren konnte. Loewe hat selbst bis heute noch den Mittelweg mit austauschbaren kleineren Baugruppen, aber das kostet entsprechend.


    Aber ehrlich, die Sache mit dem Dimmer ist nen Hammer....eine Anlage dran anzuschliessen, nicht das die kaputt geht...

  • Zitat

    Original geschrieben von AdministratorDr
    Aber wenn es in der Serienfertigung nur 1 Cent aus macht, dann sind diese Kosten doch mehr als nur zu vernachlässigen. Notfalls wird das Gerät 5 Cent teurer. Wen stört es? Wir reden hier immerhin von 1 Cent nicht von 1 Euro.


    Oh, mein Lieblingsthema :D


    Dieser eine cent (lassen wir es realistischerweise zwei oder drei sein) macht aber bei einer Jahresproduktion von z.B. zwanzig Millionen Geräten gleich mal mehrere hunderttausend Euro aus - die im schlimmsten Fall eine Konzernbilanz verhageln können, weil sie der Verbraucher nicht trägt - ganz im Sinne der "Geiz ist Geil"-Mentalität ;)


    Ganz ehrlich: Wenn ihr Geräte mit Ausschaltern wollt, warum kauft ihr euch dann keine? Weil die Geräte mit noch mehr sinnvollen Dingen aufwarten (z.B. Schmelz- oder Überlastsicherungen) und deshalb gerne mal 20-30% teurer sind? Oder gibt es noch viele weitere bedeutende Gründe, warum eine Firma Schneider, die durchaus gute Qualität geliefert hat, den Bach runter ist? Warum wohl krebst Loewe ganz am unteren Ende der Umsatzskala herum, obwohl "Made in Germany" und meist mit, zum Beispiel, Ausschalter? Und warum steht nicht in jedem Haushalt eine Miele, die statistisch am längsten hält und die beste Technik bietet?


    Weil halt am Ende doch wieder der Preis entscheidet. Und diesen Preis machen nicht irgendwelche BWLer, sondern die Schlaumeier, die am lautesten aufschreien, wenn der fünfeurofuffzich-Radiorecorder von Tchibo nach drei Wochen den Geist aufgibt.


    Wir als Verbraucher hatten es in der Hand, ob wir geizig sein oder gute Qualität bekommen wollen. Wir haben uns (leider) für den Geiz entschieden.


    cu


    NoTeen

  • Na klar entscheidet der Preis, bin schließlich auch nicht in der Lage, ein Leben wie Graf Koks zu führen...


    Aber wegen ein paar Cent auf elementare Dinge, wie eine Sicherung zu verzichten? Das ist doch mehr als fahrlässig! Was passiert denn, wenn so ein Gerät wirklich Feuer fängt, meine Wohnung dadurch zerstört wird und die Brandermittler sagen, dass der Staubsauger Schuld ist?


    Was wird meine Hausratversicherung machen? Den Hersteller in Regress nehmen?


    Ich werde keinen billigen Elektro-Schrott mehr kaufen, egal woher das Ding stammt.


    Wenn man mir im Laden keine Auskünfte darüber geben kann (irgendwie verständlich), ob das Gerät primärseitig gesichert ist, wende ich mich eben an den Hersteller und entscheide dann.


    Auch hier gilt wieder: "Ich bin doch nicht blöd!"

  • Also nochmal, Tom Selleck hat es hier ja schon geschrieben: Eine eingebaute Sicherung schützt das Gerät und den Anwender meistens nicht, nur in speziellen Sonderfällen. Sie schützt nur gegen Überstrom innerhalb des Gerätes, nicht aber vor zu langer Benutzung, falschen Stromquellen ("Dimmer") oder andere Blödheiten.


    Jedes Elektrogerät, welches hier auf den Markt gebracht wird, muss umfangreiche Prüfungen der Bauart durchlaufen und unterliegt oftmals noch besonderen Zertifizierungen, wenn gewerbliche Nutzung vorgesehen ist. Es ist also auf offiziellem Wege kaum möglich, ein unsicheres Gerät zu verkaufen. Wenn, dann sind es Geräte, deren Bauart nicht geprüft wurden und aus Ländern wie China etc kommen und dort in Hinterhofklitschen als Plagiat bei uns auftauchen. Die aufgeklebten Prüfsiegel sind dann das Papier nicht wert, auf denen sie gedruckt wurden.


    Insbesondere Spitzenhersteller aus Japan wie Panasonic liefern einwandfreie und sauber entwickelte Geräte aus, die ein Maximum an Sicherheit auch für den Darwin-Award-Kandidaten bieten.

  • Zitat

    Original geschrieben von fahrsfahrwerkaus
    ...Jedes Elektrogerät, welches hier auf den Markt gebracht wird, muss umfangreiche Prüfungen der Bauart durchlaufen und unterliegt oftmals noch besonderen Zertifizierungen, wenn gewerbliche Nutzung vorgesehen ist. Es ist also auf offiziellem Wege kaum möglich, ein unsicheres Gerät zu verkaufen. ..


    Mittlerweile werden diese Zertifikate auch gerne gefälscht, oder das Produkt wird nach der ersten Charge preissenkend allerdings auch mit einer niedrigeren Sicherheit ausgestattet produziert.

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