Erneuter Fund von Ekelfleisch

  • Was ich nicht verstehe, ist die Frage warum immer dem Verbraucher die Schuld zugeschoben wird.
    Das Argument, daß ein Kunde der Fleisch für 50ct/Kilo kauft damit rechnen muß, daß das nicht ordentlich ist, zieht für mich nicht. Denn ich als Kunde gehe nicht in den Laden, und halte dem Verkäufer die Pistole vor den Bauch, und sage, daß ich das Fleisch für 50ct haben will, sondern ich gehe in den Laden, und suche nach einem günstigen Angebot.
    Der Preis kommt nun vom Verkäufer. Dieser Bietet mir an, daß Fleisch für 50ct zu kaufen. Dabei interresiert mich als Kunde nicht, wo das Fleisch her ist. Braucht mich auch nicht zu interresieren. Da ist Sache des Verkäufers.
    Ich als Kunde will die Ware in anständiger Qualität, zu einem möglichst günstigen Preis. Wenn nun der Verkäufer mir sagt, daß er ordentliches Fleisch für 50ct verkauft, dann gehe ich als Kunde davon aus, daß das so ist. Wo der Verkäufer das Fleisch her hat, und wie der Preis zustande kommt, ist mir erstmal egal. Es muß mir egal sein, weil ich es sowiso nicht anchprüfen kann.
    Wenn mir nun der Verkäufer sagt: Selbst schuld, das hätte Dir doch klar sein müssen, daß das zu dem Preis nicht klappt, dann frge ich:
    1. Woher hätte ich das wissen müssen?
    2. Warum bietest Du das dann zu dem Preis an? Also warum versprichst Du das vorher , wenn doch klar sein muß, daß Du dieses versprechen nicht halten kannst?


    Aus diesem Grund, liegt das Problem meiner Meinung nach bei den Verkäufern. Wenn der das Fleisch nicht in ordentlicher Qualität für 50ct anbieten kann, dann darf der das auch nicht tun.


    Es bietet ja auch kein Autohändler ein Auto für 5 Euro an, um dann den Käufern zu sagen: Das hättest Du doch wissen müssen, daß das zwar für 150 km/h zugelassen ist, aberr bei mehr als 50km/h auseinanderfällt, weil für den Preis nicht mehr drin ist. Nein hätte ich nicht wissen müssen. Woher auch, wenn da steht, daß das Auto 150km/h kann, dann gehe ich davon aus, daß es so ist. Wenn nicht, ist der Händler der mit dem Problem nicht der Käufer.

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  • Zitat

    Original geschrieben von Brainstorm

    Der Preis kommt nun vom Verkäufer. Dieser Bietet mir an, daß Fleisch für 50ct zu kaufen. Dabei interresiert mich als Kunde nicht, wo das Fleisch her ist. Braucht mich auch nicht zu interresieren. Da ist Sache des Verkäufers.
    Ich als Kunde will die Ware in anständiger Qualität, zu einem möglichst günstigen Preis. Wenn nun der Verkäufer mir sagt, daß er ordentliches Fleisch für 50ct verkauft, dann gehe ich als Kunde davon aus, daß das so ist. Wo der Verkäufer das Fleisch her hat, und wie der Preis zustande kommt, ist mir erstmal egal.


    Früher wurde das gesunder Menschenverstand genannt.
    Man muß ja keine wissenschaftliche Dissertation drüber schreiben, aber es muß einem doch schon von der einfachsten Logik her klar sein, daß solche Preise nicht normal realisierbar sind.
    Und wenn man dann noch mit einem Funken Verstand dran denkt, daß Händler verkaufen wollen und keine Sozialarbeiter sind, braucht man doch nur 1+1 zusammenrechnen.
    So viel sollte man auch beim Einkaufen nachdenken können.

    Original geschrieben von bernbayer:
    "Eine Kampagne in ZUsammenhang mit Guttenberg kann man der Bild-Zeitung nicht vorwerfen."

  • hm, zweischneidige Sache, denn bei einem Auto für 5 Euro würdest du ja garnicht erst zuschlagen, weil du genau weisst, dass da was nicht stimmt.


    Bei Fleisch schalten die Leute ihr Hirn da irgendwie aus.
    Trotzdem finde ich, dass du im Grunde absolut recht hast, die Verantwortung liegt bestimmt nicht alleine beim Kunden.
    Wenn mich zum Beispiel jetzt jmd fragt, was ein Kilo Fleisch denn so kosten müsste, damit man davon ausgehen kann, dass das Tier artgerecht gehalten wurde.. puh, ich müsste passen, denn ich habe keine Ahnung.



    Dummes Schaf, man sollte dich zwar am besten ganz ignorieren, aber für deinen kommentar gehörst du imho gekeult....wie passend...


    So long,


    Masta_U

  • Naja wir wollen mal mit der Tatsache das alles was Billig ist "schlecht" und alles was "teuer" ist gut sei, auf dem Boden bleiben.


    Es gibt sehr wohl Dönerbuden die Qualitativ hochwertige Ware anbieten und das zu einem moderaten Preis.


    Es liegt halt auch an verschiedenen Faktoren was die Preise angeht:
    Teures Pflaster in einer Fussgängerzone oder Einkaufszentrum verlangen nun mal Teure Preise aber die Qualität ist zum dahinwerfen. Wogegen der Döner in einer Seitenstraße super Qualität hat dafür um ein vielfaches günstiger ist wegen geringer Miete und auch evtl. geringerer Personalanzahl.


    Es hat hier jetzt nicht unbedingt was mit Gammelfleisch zu tun aber es zeigt doch auf das Teuer nicht gleich gut sein muss. Beispiel Yogurt vom Aldi, der gleiche Hersteller macht nur eine andere Umverpackung und verkauft es an den Aldi für 10 Cent und an Kaisers mit der Original verpackung für 30 Cent. Ich gehe aber doch nun nicht zu Kaisers bloss weil ich mir dort sicher sein kann das es sich nicht um verdorbene oder Minderwertige Milch handelt ;)


    Als ich in Berlin war, habe ich mir in der Nähe vom Potsdamer Platz ein Döner geholt der für 1,80 € recht Preisgünstig war. Die Qualität war gut und ich habe keinen Arzt aufsuchen müssen wobei ich hier bei mir einen Luxusdöner geholt habe der mit 3,10 € genauso aussah aber grottenschlecht geschmeckt hat was zur folge hatte das ich Nachts mit Übelkeit leben musste. Aber auf die Dönerbude selber schimpfe ich jetzt nicht sondern eher an den Hersteller der vielleicht sich die Euronen nur so in die Tasche steckt und die Ware minderwertig verkauft der Wiederum bekommt die Ware auch wieder von woanders her. Ein Kreislauf der besser überwacht werden muss.


    Wenn ich mir auch so ansehe wie einige Buden und Lagerstätten von fleisch aussehen da kommt mir das kotzen hoch. Hier wird mit dem, man kann schon sagen Leben, eines menschen gespielt.

  • es geht doch hier kein bisschen um artgerechte tierhaltung!


    hier geht es einzig um den betrügerischen verkauf von verdorbenen lebensmitteln. und natürlich muss ich bei einem günstigen kilopreis im supermarkt nicht davon ausgehen, dass ich von einem kriminellen betrogen werde.
    aber warum soll ein kilopreis von wenigen euro in der massentierhaltungsfleischindustrie nicht möglich sein.
    das auto beispiel ist nonsense.


    das problem ist, dass den leuten egal ist was sie in sich hineinstopfen. und wenn es mir egal ist dann kann es eben auch billig sein. das fängt schon im kleinen an.
    wann habt ihr denn das letzte mal etwas zu euch genommen, das keine geschmacksverstärker enthält?

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  • Zitat

    Original geschrieben von fahrsfahrwerkaus
    Ich halts dabei so: Wenn das Fleisch teuer ist, dann kann es gammelig sein, aber wenn es billig oder sogar spottbillig ist, dann muss es Ekelfleisch sein.
    Man kann kein Tier der Erde für 50 Cent pro Kilo auch nur halbwegs hygienisch und moralisch einwandfrei aufziehen. Wer sich also die gute Streichwurst beim Lidl für 49 Cent pro 250g kauft (fiktiver Preis, ich kenn den nicht exakt) , kann sich ungefähr vorstellen, was da alles so drin ist. Oder kann es sich nicht vorstellen, wenn ich die Leute manchmal so im Discounter sehe.



    Na ja so sagen kannst du es auch wieder nicht, es gibt immer mehr Test usw. die zeigen, dass die Discounter meist die bessere Ware anbieten als wie z.B Rewe, Real ect...!
    Klar das man im Discounter auch mal was bekommt in dem nicht nur das beste steckt, das bekommst du aber auch in hochwertigen Läden.
    Na ja und es soll eben Menschen geben, die sich nicht eine Leberwurst von Käfer leisten können um dann die Gewissheit zu haben da steckt nur 100% Bio Fleisch ( oder so ) drinnen.
    Meiner Meinung nach sollte da einfach härter eingegriffen werden, besser + intensiver nachschauen wie die arbeiten usw, monatlich vorbeischauen und erst wenn dann alles 100% ist, dann kann man ja nur noch jährlich oder halbjährlich antanzen.
    Und nur weil man günstig einkauft muss man nicht damit leben, dass man einfach den Müll bekommt.
    Wie gesagt eine 4-Köpfige Familie in der der Vater Arbeitstätig ist, muss notgedrungen auf Discounter ausweichen.


    Bezüglich: Oder kann es sich nicht vorstellen, wenn ich die Leute manchmal so im Discounter sehe.....
    So kannste das auch wieder nicht sagen, vom aussehen her kannst du niemanden beurteilen ob der/die blöd ist oder sich nen Dreck drum kümmert was in seiner Leberwurst ist.



    Also wie gesagt einfach mal direkt bei der Fleischindustrie besser kontrollieren!
    Vielleicht sogar die Strafen was anziehen.

  • wobei auch hier das Problem ist, dass du locker Gammelfleisch essen / gegessen haben kannst, ohne danach eine Grenzerfahrung in Sachen Lebensmittelvergiftung zu machen.


    Katzenfutter soll man ja angeblich auch essen können, ohne dass einem was passiert...


    Aber wollen tut man das natürlich trotzdem nicht!

  • Zitat

    Original geschrieben von TeddybaerW
    Na ja so sagen kannst du es auch wieder nicht, es gibt immer mehr Test usw. die zeigen, dass die Discounter meist die bessere Ware anbieten als wie z.B Rewe, Real ect...!


    zu discounterpreisen gibt es kein gutes fleisch. aber wer fleisch beim discounter kauft hat auch andere prioritäten. der will lieber billig als gut. was nicht heißen soll, dass jeder teure supermarkt besser ist. aber beim discounter kann es nur billigst massentierhaltungsfleisch geben.
    (gut nicht als gegenteil von verdorben/mangelhaft)


    ausnahme das aufkomende bio-angebot der discounter (z.b. plus), aber das ist auch nicht mehr billig sondern eher teurer als industriefleisch vom metzger um die ecke.

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  • Gegen kriminelle Energie im Lebensmittelbereich wird es durch strenge Gesetze und scharfe Kontrollen keinen absoluten Schutz geben. Darum muß ich als Verbraucher halt selber auch ein wenig darauf achten was ich in die Bratpfanne lege. Ein vergammltes Fleisch schaut anders aus und riecht anders als hochwertige Qualitätsware. Wer nur auf den Preis schaut und ann beide Augen zudrückt ist auch selber mitschuld. Man darf ich nicht davor scheuen minderwertige Ware zurückzugeben.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Mal ganz zynisch gesagt, jedes Fleisch ist Gammelfleisch. Schließlich findet da immer ein Verwesungsprozess statt...


    Bei den Dönerbuden ist auch nicht das Fleisch primäre Quelle für Gesundheitsgefahren (sofern ihr das stundenlang im Bottich vor sich hergarende bekommen habt), sondern der Salat, an dem sich so einiges mehr krankmachendes tummeln wird-und gekochten Salat gibts im Döner nicht.


    Gammelfleisch selbst ist, sofern durcherhitzt, völlig ungefährlich. Das nur mal zur Gesundheitshysterie, die hier gepflegt wird.


    Das es bei Aldi und Co. schlechteres Fleisch gibt, als bei Rewe und Co. ist alleine deshalb falsch, weil wir in Deutschland quasi ein Oligopol der Fleischproduzenten haben. Die Supermärkte und Discounter werden von den gleichen Großfleischereien beliefert.


    Die kleinen dubiosen Tierzerhacker ums Eck, die für Dönerbuden und Imbisse sowie Restaurants zuständig sind, können nicht die im Einzelhandel geforderten Mengen herstellen.


    Speziell beim Geflügelfleisch braucht bei Produkten der konventionellen Geflügelwirtschaft keiner hoffen, daß er je mehr er zahlt ein glücklichers Huhn in der Pfanne hat oder dieses gar gesünder wär. Die Geflügelbranche ist schon beinahe kein Oligopol mehr, sondern kann man quasi ein Duopol nennen.


    Beim Biofleisch mag das ein wenig anders sein, dafür ist dort die sensorische Fleischqualität meist schlechter.


    Mein Rat ist deshalb, nach der Verträglichkeit zu gehen. Was man nicht wieder rauswürgt, das kann man auch in Zukunft kaufen-dem Hersteller kann man vertrauen. Der Preis ist bei der Massenproduktion von Fleisch, die heute üblich ist, jedenfalls kein Kriterium.

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