Heizungsventil: Bezeichnung & Kosten

  • Hallo zusammen,


    Da ihr ja eigentlich alles wisst, habe ich mal eine Frage an euch.
    Unsere Heizung verliert seit kurzem beständig Druck. Das Leck habe ich inzwischen auch ausfindig gemacht (siehe Bild). Das Rohr unter dem Ventil endet in einem "Abflussbecken", hier laufen täglich Wassermengen >0,5l heraus.


    Ich vermute also, das o.g. Ventil defekt ist. Kann mir jemand die Bezeichnung des Ventils ("Überdruckventil"?) nennen und evtl. eine Größenordnung für die Kosten, es austauschen zu lassen? Kann man sowas auch selbst oder doch lieber den Heizungsbauer ranlassen?


    Das Bild:


    http://www.daniel-korell.de/Bilder/Heizungsventil.jpg


    Wäre schön, wenn mir jemand weiterhelfen kann.


    Viele Grüße,
    Daniel

  • Das sieht mir nach einem Überdruckventil aus.
    Kannst Du an dem blauen Teil drehen und so das Ventil öffnen um so eventuellen Schmutz der sich an der Dichtung fest gesetzt haben könnte wegzuspülen?
    (Keine Ahnung ob das geht und ob Du dann das Ventil wieder schliessen kannst)

  • Überdruckventil ist richtig.


    Das mit dem dran drehen geht zwar, allerdings wird das wahrscheinlich nichts helfen.


    Allerdings lässt die Bezeichnung der Leitung (Boiler) vermuten, das es sich nicht um eine Heizungsleitung handelt, sondern um die Kaltwasserzuleitung vom Warmwasserspeicher. Das Ventil sorgt dafür, dass das sich erwärmende Wasser (z.B. nach einem Vollbad) nicht die Leitung kaputtdrückt sondern abgelassen wird.


    Was steht denn auf dem Ventil drauf? 3,5Bar oder 10Bar ? 3,5 Bar wäre das falsche... ;) dann reagiert es zu früh.

  • Zitat

    Original geschrieben von Tha Masta
    Überdruckventil ist richtig.


    Das mit dem dran drehen geht zwar, allerdings wird das wahrscheinlich nichts helfen.


    Was steht denn auf dem Ventil drauf? 3,5Bar oder 10Bar ? 3,5 Bar wäre das falsche... ;) dann reagiert es zu früh.


    Weder noch - 6 Bar steht drauf
    Durch Drehung kann ich es öffnen, der Druck in der Zuleitung sinkt dann kurzzeitig ab.
    Wie du aber schon sagtest, mit dem "Druck der Heizung" hat das wohl doch nichts zu tun, der verändert sich nicht merklich.


    Dieser sollte laut Anzeige (und dem Schornsteinfeger, den ich mal dazu befragt habe) zwischen 1 und 1,4 Bar liegen. Seit kurzem fällt er aber ab (allerdings auch mal eine Woche lang gar nicht und dann wieder 0,3 bis 0,4 Bar in einer Woche.)


    Hat noch jemand Vorschläge? :confused:


    Daniel

  • Der Druck der Heizung fällt ab?
    Dann ist wohl das Ausdehnungsgefäß kaputt.

    Brauchst du noch eine Gmail Einladung? Dann schick mir einfach ne PN mit deiner eMail Adresse.

  • Das hatte ich mir auch schon überlegt, kann ich das irgendie selbst prüfen? Lokalisiert habe ich es (sofern die unübersehbare Rote Kugel das Ausgleichsgefäß ist) schon, nur läuft das dann nicht relativ schnell voll? Das Wasser muss ja irgendwohin und rundrum ist alles trocken...


    Ich kenne mich mit Heizungen nicht so wahnsinnig gut aus, deshalb die blöden Fragen.


    Viele Grüße,
    Daniel

  • Also bzgl. des Überdruckventils: 6bar wären mir persönlich zwar noch etwas zu wenig, sind aber erstmal okay. Wenn das Ding jeden Tag sabbert ist jedoch die Wahrscheinlichkeit groß, das die Installateure damals für das Warmwasser ein Ausdehnunggefäß vergessen haben. Sieht genauso aus wie das von der Heizung, ist aber grün anstatt rot (Frischwasser).


    Bzgl Prüfung Ausdehnung: Auf der dem Anschlussrohr gegenüberlegenden Seite gibt es ein Ventil, von der Größe her das gleiche wie beim PKW das Reifenventil.


    Auf diesem Ventil sollte im befüllten Heizungszustand 0,2 - 0,3 bar mehr Druck als auf die Heizungsanlage selber. Das ist dann die Reserve für kleine Leckagen, Entlüftungsaktionen usw...


    Zum testen kannst du einfach eine Autopumpe verwenden, wenn die Pumpeden gleichen Druck wie in der Heizung anzeigt muss erstmal das MAG aufgefüllt werden (nicht mit der Pumpe, da gehört Stickstoff rein!) und wenn sich dann der Druck immer noch nicht hält ist die Membran defekt, d.h. neues MAG einbauen.


    Der Einbau an sich geht auch relativ einfach, einfach Verschraubung lösen, Befestigungen lösen, altes MAG raus, neues rein, fertig. Aber wenn man davon garkiene Ahnung hat würde ich das doch lieber einen Fachmann machen lassen...

  • am besten einen stopfen auf der rohr löten... dann ist es dicht... *g*


    NEIN - AUF KEINEN FALL MACHEN!!!!!!!!


    ein arbeitskollegen hat vor vielen jahren einem ingenieur aus dem bergbau einen kokskessel installiert. auch mit überdruckventil... das tropfen hat den anlagenbetreiber aber gestört... also hat er grubengummi genommen, zugeschnitten und mittels holzplatte und schraubzwingen das überdruckventil "abgedichtet".


    am nächsten tag konnten sie den kessel - er ist zum glück nicht explodiert, sondern hat sich nur aufgebläht - ausbauen... der anlagenbetreiber hatte wohl ziemlich glück, dass nicht mehr passiert ist.

    "Sind das die Nazis, Walter? – Nein, Donny… Diese Männer sind Nihilisten! Du brauchst keine Angst zu haben…"

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