Digitale Spiegelreflex für Gelegenheitsfotografie?

  • Moin!


    Ich hatte bisher nur normale Digicams. Derzeit ist in meinem Portfolio eine Fuji F40fd. Bin soweit zufrieden mit ihr.


    Wenn ich mir so manche Fotos anschaue, welche mit einer digitalen Spiegelreflex Kamera gemacht worden sind, hätte ich auch interesse solche Ergebnisse zu erzielen.


    Also der Funktions- und Zubehörumfang ist bei einer DSLR schon gigantisch, daher dachte ich bisher, so etwas sei mehr ein Hobby und für Gelegeneheitsfotografie wohl eher nicht geeignet.


    Nun überlege ich ob eine Einsteiger-DSLR nicht evtl doch etwas für mich wäre.


    Seit meiner Fuji Cam (früher nur IXUS) fotografiere ich immer lieber ohne Blitz. Was aber bei vielen Digicams schnell an die Grenzen schlägt. Eine DSLR hat hier doch viel mehr potential, da rauschärmer.


    Was meinen die Profis?


    Was ich bisher über DSLR gelesen habe ist unteranderem, dass es kein Objektiv gibt was WW und großen Tele in einem beherrscht, sprich wenn man beides nutzen möchte, sollte man schon 2 Objektive mittragen, stimmt das?


    Dabei muss ich immer wieder auf diese Bridge-Kameras rüberschielen, allerdings nur weil hier 28-500mm machbar sind..



    Würde mich über eine konstruktive Antworten freuen.



    Björn

    Apple iPhone 6 | Nokia 6230 | Nokia 8310

  • Wie immer kommt es darauf an wofür die Kamera genutzt werden soll. Ich habe mir eine EOS 400D von Canon gekauft. Etwas später hatte ich dann eine 40D in den Händen und mich etwas geärgert, weil ich die 400D schon hatte. Mit dem Wissen um die Anfassqualität des Bodys und des Objektivs hätte ich im Nachhinein lieber die 40D gekauft. Allerdings handelt es sich bei der 400D auch um eine klasse Kamera.


    Die Schwierigkeiten hinsichtlich der Brennweitenbereiche liegen darin, dass man Objektive selten in einer Qualität bekommt, die einen in jedem Bereich zufrieden stellt. Ein "Superzoom" als "Immerdrauf-Objektiv" kann von seinen Möglichkeiten oftmals nur ein Kompromiss sein im Vergleich zu zwei Objektiven für den kleinen (WW bis normal) und großen (leichter Tele bis Supertele). Tamron soll da recht gute Objektive haben. Allerdings kann ich dazu recht wenig sagen, da ich selbst immer Originaloptiken vom Kamerahersteller verwende. Lichtstärke, Vergütung, Ultraschallfokussiermotor, Innenfokussierung usw. wären hierzu Stichworte, um mal zu googlen.


    Wenn Du überwiegend ohne Blitz fotografierst, dann wäre zu überlegen ob man nicht in gute Optiken investiert, die lichtstark sind. Manche davon haben sogar noch einen Bildstabi mit drin, der Dir noch etwas Raum nach unten gibt, um auch noch aus der Hand ohne Wackler zu "schießen".


    Ich kann Dir jedenfalls eine 400D echt empfehlen. Bin selbst damit zufrieden und das gesparte Geld kann man in eine gute Optik investieren. Diese behält man nämlich so gut wie immer. Den Kamerabody tauscht man irgendwann mal aus. Aber bei Canon passen die Objektive so gut wie alle kreuz und quer durch fast die ganze neuere Modellpalette.


    "Profis" werden Dir noch andere Tipps geben, woruf zu achten wäre. Das hier war nur der Tipp eines "Hobby-Knipsers", der kürzlich auch von Powershot und IXUS auf DSLR umgestiegen ist. Die Canon nenne ich nur, da ich sie selbst nutze. Es gibt auch noch andere Modelle, wie die Nikon D40(X). Diese sollen aber nicht mehr ganz so gut sein. Warum weiß ich gerade nicht. Habe die Info von meinem Kumpel, der Fotojournalist ist und täglich mit den Kamera-Teilen zu tun hat. Ich könnte ihn fragen, falls Interesse besteht. Er selbst nutzt jedenfalls ausschließlich Canon, allerdings die "großen" Modelle und ist absolut zufrieden.


    Gruß herold

    Neulich im Baumarkt: "Guten Tag, ich brauche eine Laubsäge." "In der Gartenabteilung..."

  • Wenn du gerne ohne Blitz, mit vorhandenem Licht fotografierst, bieten sich lichtstarke Festbrennweiten an, für den Anfang würde da sicher ein günstiges 1,8 50mm reichen.
    Den Gedanken an ein Super- one for all- Zoom würde ich da ganz schnell vergessen denn damit gibst du den größten Vorteil einer (D)SLR auf,- die Variabilität bei der Objektivwahl, dann könntest du auch bei einer kompakten mit großem Zoombereich bleiben.

  • Re: Digitale Spiegelreflex für Gelegenheitsfotografie?


    Zitat

    Original geschrieben von Bjoernyy
    Würde mich über eine konstruktive Antworten freuen.


    Deine genannten Grundvoraussetzungen sind ideale Bedingungen, daß der Kauf einer DSLR zur maßlosen Enttäuschung führt!


    Wenn Deine Bilder besser als mit Deiner Fuji, was immer das dann auch ist, werden sollen, mußt Du fotografieren lernen. Wichtig hieran. Schöne Motive sehen! Die kannst Du dann aber auch mit Deiner Fuji in Szene setzen.


    Erst, wenn Du ein Motiv hast. Und Du feststellst. Verdammt! Das geht mit der Fuji aber nicht so, wie ich mir das vorstelle. Dann erst wirst Du mit einer Spiegelreflexkamera Vorteile haben.


    Nächster Punkt, aus Spiegelreflexkameras kommen in der Regel Bilder, die Dir die Möglichkeiten lassen, das Ergebnis nach Deinen Vorstellungen zu optimieren. Das heißt, aus jeder mittelmäßigen Kompaktkamera kommen "fertigere" Bilder, als aus einer DSLR.


    Dritter Punkt. Die mitgelieferten Kitlinsen oder womöglich das von Dir gewünschte Superzoom liefert eine Bildqualität, die oft unter der von besseren Kompaktkameras liegt. Ein AHA Effekt wird da nicht aufkommen. Gescheite Linsen, die einer DSLR gerecht werden sind teuer und schwer. Also keinen Herzkasper kriegen, wenn das Standardzoom doppelt so teuer wie das Gehäuse und mindestens nochmal genauso schwer ist.


    Vierter Punkt. Für brauchbare Available Light Fotografie braucht man Lichtstärke!!! Die ist aber dann durch die extrem geringe Tiefenschärfe an der DSLR auch schwierig beherrschbar. Den Preis der 1.4er Festbrennweite wollen wir dann auch mal lieber nicht genauer beleuchten.


    Wenn ich jetzt vier mal "Ja - und?" gehört habe, dann ist eine DSLR genau das, was Du brauchst. Ansonsten eher nicht!


    EsCab


    Für mich gibt es da erheblich zu viel unqualifiziertes Rauschen!

  • Re: Re: Digitale Spiegelreflex für Gelegenheitsfotografie?


    Zitat

    Original geschrieben von senderlisteffm

    EsCab


    Für mich gibt es da erheblich zu viel unqualifiziertes Rauschen!


    :D Womit wie wieder bei der F40fd wären...

  • Re: Re: Re: Digitale Spiegelreflex für Gelegenheitsfotografie?


    Zitat

    Original geschrieben von EsCab
    :D Womit wie wieder bei der F40fd wären...


    Die habe ich selbst meiner Mutter geschenkt. Ist eine super Knipskamera. Point & Shoot, wie der Amerikaner sagt.


    Lediglich die starken Entrauschungsartefakte stören bei hohen ISO Werten. Allerdings auch nur bei der 100 % Ansicht. Bei 10 x 15 Prints ist die Qualität super.


    Wenn Bjoernyy diese Rauschfreiheit gewohnt ist, wird er heulen, was bei ISO 800, 1600 oder 3200 aus einer DSLR kommt. Nur die Verzeichnung im Weitwinkel ist etwas arg. Aber das ist bei dem Kit Altglas auch oft nicht deutlich anders.

  • Jep, die hab ich auch als Partykamera. Super Ergebnisse!


    Aber BTT:
    Die Aussage ist schon ganz richtig. Das Problem ist meist nicht bei der Kamera zu suchen, sondern hat den Finger am Auslöser.
    Jemand der einfach ein Auge für schönes Licht und gute Komposition hat, bekommt auch mit der 08/15Kamera für 99 Euro gute Bilder hin, die andere nicht mit einer DSLR schaffen.
    Technische, messbare Datenqualität ist das eine - ein schönes Foto was ganz anderes.


    Also, bevor Du ein Vermögen in eine technisch 1A Ausrüstung investierst, schau ob Du die Kompaktklasse überhaupt ausreizt. Probiere ein Gefühl für Kompositionen zu entwickeln. Renn z.B. einfach mal durch die Stadt und mach ein paar Bilder von unbewegten Objekten (also Architektur). Nimm verschiedene Perspektiven und Brennweiten. Lerne die Wirkung. Wenn Du dann noch Freude daran hast... dann später aufsteigen.

  • Hallo,


    Bjoernyy
    erste und wichtigste Frage: was fotografierst du hauptsächlich ?
    Daran kann man die Kamerawahl und vor allem die Objektivauswahl fest machen.


    Problem bei sehr vielen Leute ist, die glaube mit einer High-End DSLR und sauteueren Objektiven machen die bessere Fotos als mit einer Kompaktkameras - technisch gesehen, was Schärfe, Belichtungs usw betrifft, stimmt das auch, aber das wichtigste, nämlich der Bildinhalt oder die Bildaussage wird mit einer DSLR auch nicht besser.
    Die Kamera ist nur das Werkzeug, wenn man die vorhandene Technik nicht richtig einsetzen und nutzen kann, bringt die nichts, sondern stört nur.


    Ich hab Bilder von einem Tierfoto-Wettbewerb gesehen, die teilweise mit Kameras der Profiklasse gemacht wurde, die schon die erste Bewertungsstufe nicht überlebt haben, weil die einfach Müll waren.

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