Telefonanlage mit Gegensprechanlage - Viele Fragen

  • Hallo zusammen,


    erstmal Gratulation zu diesem ganz wunderbaren Forum. Ich bin neu hier und verfüge eigentlich wohl über ein gewisses Grundwissen was Telefonie und IT angeht. Dennoch sehe ich bei meinem Vorhaben irgendwie den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Ich würde mich freuen, wenn mir jemand bei unten stehendem "Projekt" helfen könnte.


    Ich möchte in einem Einfamilienhaus folgendes Telefonkonzept umsetzen.


    Anforderungen:
    - 3x schnurlose Telefone
    - Möglichkeit intern kostenlose Gespräche zu führen
    - Optional 1x schnurgebundenes Telefon (interne Gespräche nicht unbedingt notwendig)
    - Anrufbeantworter
    - 1x Fax (entweder Multifunktionsgerät (analog) oder ISDN-Karte im PC)
    - Türklingel/Türsummer/Gegensprechanlage für Gartentor (dabei sollten die Telefone anders klingeln oder sonst irgendwie zeigen, dass es nicht ein normales Telefonat ist, sondern jemand am Gartentor).
    - Tag-, Abend- und Nachtschaltung (ggf. nur Tag-/Nachtschaltung)
    - Es sollen insgesamt drei Rufnummern (1x alle Telefone, 1x nur ein Telefon, 1x Fax) konfiguriert werden.


    Ausstattung:
    - Es ist ein ISDN-Anschluß mit Telefonflatrate vorhanden
    - Bislang ist kein schnurloses und kein schnurgebundenes Telefon vorhanden.
    - Eine Gegensprechanlage ohne Türsummer von Siedele ist vorhanden. Leider kann ich das Modell nicht entziffern. Diese ist allerdings bestimmt schon 25 Jahre alt.
    - Es ist eine alte Telefonanlage Eumex 306 vorhanden, die möglicherweise mitbenutzt werden kann aber nicht zwingend muß. Sie verfügt über keinen eigenen internen ISDN-Bus und hat vier analoge Ports.


    Lösung:
    Ich dachte zunächst daran, mir ein Siemens Gigaset-Set inkl. AB und mit zusätzlichen Mobilteilen zu kaufen. Dieses ISDN-Set könnte ich an den NTBA anschließen. Die vorhandene Telefonanlage könnte ich an den zweiten Port des NTBA anschließen und daran das schnurgebundene Telefon sowie das Fax anschließen. Ggf. könnte das Fax auch so an den ISDN-Bus gehangen werden, wenn es denn eine ISDN-Karte für den PC wird. An die Telefonanlage könnte ich hoffentlich auch irgendein TFE-Modul anschließen, mit dem ich die Gegensprechanlage steuern könnte.


    Fragen:
    Soweit, so gut. Nun tauchen bei mir lauter Fragen auf, die ich nachfolgend stellen möchte.


    1. Macht meine Idee überhaupt Sinn oder würdet Ihr mir zu einem komplett anderen Aufbau raten?


    2. Wenn ich obiges Konzept umsetze, wird es dann möglich sein mit den schnurlosen Telefonen, die ja nicht an die Telefonanlage (bzw. nicht direkt) angeschlossen sind, die Gegensprechanlage zu bedienen?


    3. Sollte ich überhaupt ein ISDN-Gigaset-Set nehmen? Warum nicht ein analoges, da die Telefonanlage ja analoge Ports hat? Wieso haben überhaupt viele ISDN-Telefonanlagen mehrheitlich analoge Ports. Macht es aufgrund der ISDN-Merkmale überhaupt Sinn, an eine ISDN-Telefonanlage ISDN-Telefone anzuschließen?


    4. Wenn ich eine ISDN-Karte für die Faxnutzung kaufe und auf das schnurgebundene Telefon verzichte, würde ich die alte Telefonanlage nur für die Steuerung der Gegensprechanlage nutzen. Könnte man die Gegensprechanlage auch direkt mit dem anderen Equipment nutzen und somit auf den Stromverbraucher Telefonanlage verzichten?


    Es ist ein langer Post aber es wäre großartig, wenn der eine oder andere vielleicht etwas Licht ins Dunkle bringen könnte. Vielen Dank vorab.


    Grüße Big Master D

  • Hallo Big Master D


    Willkommen bei Telefon Treff.


    Schau Dir mal das Gigaset SX353isdn an


    Es ist Schnurgebundenes Tischtelefon wo man 6 oder 8 Mobilteile anmelden kann.Es hat einen Anrufbeantworter mit 3 einzel Schaltbaren Teilnehmern. Ein Analoger Port ist vorhanden. Diesen kannst du für die Türsprechanlage nutzen. Eine Nachtschaltung hat das Telefon auch. Kannst ja mal in der Bedienungsanleitung blättern.
    Hier der Link dazu:
    http://gigaset.siemens.com/shc…rN_prodId%3A15710,00.html
    Das Fax kannst du ja weiterhin über die alte Anlage laufen lassen.


    MFG
    Der Alfred

  • Ich würde eine Telefonanlage von Auerswald oder Agfeo kaufen. An die kann man eine Türspechstelle nach FTZ oder mit a/b anschließen. Die restlichen Anforderungen sind TK-Anlagen Standardfunktionen. Die Lösung mit der TK-Anlage hat auch den Vorteil, daß man bei den Telefonen nicht auf einen bestimmten Hersteller festgelegt ist. Von den ganzen anderen Möglichkeiten (Nummernsperren, LCR, Babyphone, usw) ganz zu schweigen. Auch hier ist ein Blick in die Handbücher zu empfehlen.


    Was wohl bei der Angelegenheit am teuersten ist, wenn die derzeitige Sprechstelle den FTZ Standard nicht unterstützt, wäre eine neue Sprechstelle von Siedle, Ritto usw.

  • Zunächst vielen Dank für die Antworten.


    Das schnurgebundene Telefon von Siemens siehr gar nicht schlecht aus. Das Gerät dürfte in der Tat alle Anforderungen mit Ausnahme der Gegensprechanlage abdecken. Das dürfte mit der separaten Anlage schwierig anzusteuern sein. Ich studiere mal die Bedienungsanleitug.


    Eine separate Telefonanlage, die alle Anforderungen abdeckt, hatte ich auch schon in Betracht gezogen. Nur welche? Sollte es eine Telefonanlage sein, die auch schon als DECT-Basisstation arbeitet? Oder sollte ich an eine Telefonanlage einfach ein Gigaset-Set anschließen? Wie würden sich dann aber die an dieses Basisstation angeschlossenen Mobilteile verhalten? Ich nehme an, alle hätten eine interne Durchwahl der Telefonanlage? Außerdem müßte man dann eine analoges Gigaset-Set nehmen, da die meisten ISDN-Anlagen ja nur a/b-Ports haben. Und wo sollte idealerweise der AB sein (in der Anlage oder dem Gigaset-Set)?


    Fragen über Fragen ... ich freue mich auf alle Tipps.


    Vielen Dank und Gruß
    Big Master D

  • Es gibt etliche Anlagen mit internem S0-Bus. Bei einem DECT-Telefon mit analoger Basis, welches an einer Tk-Anlage betrieben wird, werden alle daran angeschlossenen Handteile unter einer internen Nummer erreicht.


    Es gibt für einen Bedarf meist mehrere Lösungen. Ich mag an der Variante mit einer TK-Anlage die Flexibilität. Sie ist sehr weitgehend einstellbar. Ich kann jedes analoge oder ISDN-Telefon anschließen. Ich kann den AB an einen eigenen Port anschließen und ihn nur auf bestimmte MSN zu bestimmten Zeiten reagieren lassen. Ich bin nicht auf einen Hersteller für DECT-Technik angewiesen - ich kann jederzeit ein Gigaset gegen ein Panasonic tauschen. Ich brauche auch gar kein DECT nutzen - ich kann von der TK-Anlage aus überall hin Kabel ziehen, auch dorthin, wo der Funk nicht erwünscht ist oder nicht hinreicht.


    Schau mal auf auerswald.de oder agfeo.de nach Modellen und dann in die jeweilige BDA. Das sind beides Hersteller solider Technik.

  • Wenn Du eine funktionsfähige TK-Anlage mit einem internen S0 hast, warum dann diese nicht weiternutzen?
    Am internen S0 kannst Du ein Gigaset oder ein anderes (z.B.
    Swissvoice Eurit 577) schnurloses ISDN-Telefon anschliessen. Am internen S0 deswegen, weil Du dann mehr Möglichkeiten in der Konfiguration hast.


    Das Fax wie gehabt an einem analogen Port der Anlage.


    Die Türfreisprecheinrichtung auch an einem analogen Port der TK-Anlage, z.B. eine Doorline von http://www.telegaertner-elektronik.de. Das ist i.d.R. von der Verkabelung her einfacher und sauberer.
    Für die TFE-Rufe würde ich eine separate MSN in der Anlage und somit auch im schnurlosen ISDN-Telefon einrichten. So läßt sich bei den meisten schnurlosen ISDN-Telefonen optisch und/oder akustisch der Anruf von der Tür/Tor unterscheiden. Und, was noch wichtiger ist, es läßt sich bei den meisten Geräten so einstellen, das bei dieser (Tür-/Tor-) MSN der Anrufbeantworter nicht anspricht.


    So in etwa fürs erste ;)
    Noch Fragen? :)



    Bess demnähx,
    Carsten

    "Das Problem an Zitaten aus dem Internet ist, daß sie nur schwer überprüfbar sind."


    Konrad Adenauer

  • Danke!


    Mir scheint es, als würden meine Anforderungen in der Tat am Besten mit einer vernünftigen TK-Anlage abgedeckt werden. Ich habe mich auch schon bei Agfeo und Auerswald auf der Internetseite umgeschaut. Allerdings habe ich den Eindruck, dass keine Anlage das kann, was ich brauche.


    Nehmen wir ein Beispiel. Die Agfeo 151 Plus hat sowohl internen ISDN Bus als auch a/b Ports. Allerdings hat sie keine Dect--Station integriert. Wie würde ich nun hier als am Besten die drei schnurlosen Telefone anschließen? Erste Frage: analog oder ISDN-Telefone? Ich würde z.B. gerne die Rufnummer des anrufenden sehen und vermutlich auch andere ISDN-Merkmale nutzen. Oder liefert die schon die Anlage, sodass es egal ist, ob das schnurlose analog ider ISDN ist? Würde ich dann eine Basisstation pro Teleon holen und einzeln an die Anlage anschließen. Das wäre doch dann vermutlich unverhältnismäßig teuer, oder?


    Butterfly: Leider hat meine alte TK-Anlage eben keinen internen S0. Deshalb muß wohl eine neue her. Du schreibst, dass ich an den internen S0 die schnurlosen Telefone anschließen kann. Wenn ich das täte, würden die schnurlosen Telefone doch parallel zu der Anlage laufen. Würde ich nach Deiner Idee dann beispielsweise der TFE die MSN1 zuweisen und die schnurlosen Telefone bei Anwahl der MSN1 dann einen anderen Klingelton zuweisen? Funktionert in dieser Konstellation aber noch das Bedienen des Türsummers? Wären dann noch interne Gespräche zwischen schnurlosem Telefon und schnurgebundenen Telefonen an der Anlage möglich?


    Vielen Dank und viele Grüße.

  • Ich habe mir gerade nochmal Gedanken gemacht und ich glaube man kann das ganze Thema auf eine vermutlich recht einfache Frage herunterbrechen.


    Wie gesagt habe ich eine alte Telefonanlage ohne internen S0-Bus aber mit 4 analogen Ports. Dara könnte ich das Fax, die Türsprechstelle und ein älteres schnurgebundenes Telefon anschießen. Dann hätte ich noch einen Port frei, den ich für ein schnurloses Gigaset-Set inkl AB etc. nutzen könnte. Damit ist zwar die interene Kommunikation zwischen den Geräten (alle schnurlosen Telefone hängen an der Basis und haben nur eine interne Durchwahl, aber das ist mir nicht so sehr wichtig).


    Alternativ könnte ich auch ein ISDN-Gigaset-Set nehmen, welches ich direkt an den NTBA hänge. Ich frage mich nur (und das ist wohl die einzige wirkliche Frage), welchen Vor- bzw. Nachteil mir ein ISDN-Gigaset-Set bringen würde. Ich sehe keinen Unterschied, wenn ich ehrlich bin. Oder wird dann z.B. nicht die Rufnummer übertragen etc.?


    Gruß Big Master D

  • Der große Vorteil eines ISDN-DECT-Telefones ist, daß zwei Handteile gleichzeitig je ein Telefonat ins Festnetz führen können. Das geht mit analogen Basen nicht. Da braucht man zwei Basen mit je einem Handteil dafür.

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