Diskussion: Banken mit guten Angeboten (Keine KwK Gesuche erlaubt!)

  • Zitat

    Original geschrieben von BartS1975
    Um das zu überprüfen, hättest du einfach dem geposteten Link folgen können.


    Verzeihung, dass ich die Liste der 158 ETFs, die man - wenn man die von Dir verlinkte Seite aufsucht und sich dann weiter durchklickt - erhält, nicht im Detail angeschaut habe. Alternativ hättest Du ja auch einfach eine WKN angeben können, so dass man sich Deinen ETF anschauen kann. Da Du keinen replizierenden ETF besparst, sind niedrige Gebühren leichter zu realisieren als bei ETFs ohne Swaps. Die 0% der DB sind natürlich ein Kampfangebot, auf dessen dauerhafte Gültigkeit man auch nicht wetten sollte. Solange sie gelten und man an die DB als sichere Bank glaubt, ist dies sicherlich die beste Art auf die positive Entwicklung der "Dickschiffe" des europäischen Aktienmarkts zu setzen.

  • Kann es sein, dass du momentan etwas schlecht drauf bist? ;)


    Erfreulicherweise hat jeder Browser eine Suchfunktion - ich ging davon aus, dass sei auch dir bekannt. :)


    Ob die Deutsche Bank eine "sichere" Bank ist, kann einem in dem Fall egal sein, da es sich um ETFs (und damit Sondervermögen) handelt, d.h. die sind insolvenzgeschützt.


    Und was Wissenschaftler berechnet oder nicht berechnet haben wollen, weiß ich erst, wenn ich mir die Studie durchgelesen habe. Und das kann ich nicht, ohne zu wissen, wo ich sie finden kann... Dass der Cost-Average-Effekt kein Marketing-Gag ist, sagt einem doch schon der eigene Menschenverstand:


    Wenn man nur einmalig kauft, kann sich im Nachhinein herausstellen, dass man sehr günstig oder auch sehr teuer gekauft hat. Dass ist bei periodischer Anlage und schwankenden Kursen nicht möglich, da man dadurch immer einen Durchschnittskurs hat. Mal kauft man günstig, mal kauft man teuer, aber insgesamt ergibt sich ein Durchschnittskurs.


    Und der Cost-Average-Effekt führt zu einem Vorteil bei Kursschwankungen, Beispiel:


    Du hast vier Perioden, in denen du jeweils für 15 Euro Aktien kaufst. Beim ersten und letzten Kaufzeitpunkt beträgt der Kurs immer 5 Euro, aber im Szenario A schwank der Kurs, im Szenario B nicht:


    Szenario A:


    Aktienkurs: Anzahl der gekauften Aktien
    ==========================
    5 Euro: 3 Aktien
    2,5 Euro: 6 Aktien
    7,5 Euro: 2 Aktien
    5 Euro: 3 Aktien
    ==========================
    Insgesamt 14 Aktien a 5 Euro = 70 Euro


    Szenario B:


    Aktienkurs: Anzahl der gekauften Aktien
    ==========================
    5 Euro: 3 Aktien
    5 Euro: 3 Aktien
    5 Euro: 3 Aktien
    5 Euro: 3 Aktien
    ==========================
    Insgesamt 12 Aktien a 5 Euro = 60 Euro


    D.h. obwohl der Durchschnittskurs in beiden Szenarien 5 Euro betrug, hat man bei schwankenden Kursen mehr Aktien zum gleichen Preis (insgesamt für 60 Euro) gekauft. Und das soll ein Marketinggag sein? :)


    Edit: Beispiel noch etwas verbessert.

  • Sehr interessant dazu:


    http://insurance.bwl.uni-mannh…nload/extern/mm/mm140.pdf


    Meines Erachtens, dass ergeben zumindest spätere Studien insbes. von Albrecht et. al. (Mannheimer Manuskripte zu Risikotheorie, Portfolio Management und Versicherungswirtschaft) ist an dem Cost-Average-Effekt schon was dran, allerdings reduziert man gleichermaßen das Risiko und die möglichen Gewinne (diese Implikation ist ja so oder so sehr alt, geringeres Risiko ergibt geringere Rendite). Grundsätzlich hat auch der Cost-Average-Effekt seine Berechtigung, insbesondere bei eher fallenden Kursen mit nur geringeren Ausschlägen nach oben ...
    Ich hab für mich daraus gelernt: Alles nicht so einfach und alles ist nicht mit nur einem einzelnen Effekt erklärbar :p

  • Zitat

    Original geschrieben von puntigamer
    allerdings reduziert man gleichermaßen das Risiko und die möglichen Gewinne (diese Implikation ist ja so oder so sehr alt, geringeres Risiko ergibt geringere Rendite).


    Nun, aber schau dir mein Beispiel an. Identischer Anfangskurs, identischer Endkurs, identischer Durchschnittkurs - aber einmal 10 Euro Gewinn und einmal kein Gewinn. Und das Risiko ist ja, da man die Kurse nicht vorhersehen kann, identisch. :)

  • Zitat

    Original geschrieben von BartS1975
    Nun, aber schau dir mein Beispiel an. Identischer Anfangswert, identischer Endwert - aber einmal 10 Euro Gewinn und einmal kein Gewinn. Und das Risiko ist ja, da man die Kurse nicht vorhersehen kann, identisch. :)


    :paul: rechnen müsste man können ... :D
    trotzdem sprechen die empirischen Studien eine andere Sprache ...


    Meines Erachtens trifft es das ziemlich kurz und prägnant auf den Punkt:


    http://wirtschaftsthemen.net/f…verage-effekt/002261.html

  • Zitat

    Original geschrieben von puntigamer
    Ich will ja jetzt nicht kleinlich sein, aber wo ist da ein Gewinn entstanden?
    Wenn ich in Szenario B noch 2 Aktien für 5€ kaufe


    Dann hättest du aber eben 70 Euro ausgeben und in Periode 4 einen Aktienwert von 70 Euro - das würde ja nichts ändern.


    In Szenario A hat man aber 60 Euro ausgegeben und einen Aktienwert von 70 Euro, also 10 Euro Gewinn - trotz identischem Durchschnittskurs. :)

  • Zitat

    Original geschrieben von BartS1975


    Ob die Deutsche Bank eine "sichere" Bank ist, kann einem in dem Fall egal sein, da es sich um ETFs (und damit Sondervermögen) handelt, d.h. die sind insolvenzgeschützt.


    Es ging mir nicht um die Frage "Sondervermögen", sondern um die ZUverlässigkeit der DB als Swap-Partner, um die Wertentwicklung des EuroStoxx50 zu garantieren. Der von Dir gewählte ETF ist nun einmal kein replizierender ETF, sondern ein ETF, der seine Wertentwicklung der Wertentwicklung des EuroStoxx50 mittels SWAP-Einsatz angleicht. Somit hast Du keinen Anteil am Sondervermögen, das aus 50 europäischen Aktien in jeweiligen Anteilen besteht, sondern Du bist zu 10% an den Vertragsrechten des ETFs mit dem Swap-Partner DB beteiligt. Der Wert dieser Vertragsrechte hängt schon von der Solvenz und Zukunft der DB ab. ETF-Puristen lehnen deshalb ETFs aus der GRuppe der DB X-Tracker-Familie ab und bevorzugen replizierende ETFs wie sie von anderen Anbietern herausgegeben werden (dort zieht Dein Argument Sondervermögen dann auch).


    Der Cost-Average-Effekt ist zu kompliziert, um ihn vollständig an einem einfachen Beispiel zu illustrieren. Er wird im Marketing als eierlegende Wollmilchsau verkauft, der automatisch eine bessere Rendite bei geringerem Risiko erreicht. Dem ist allerdings nicht so. Neben den Mannheimern haben sich zahlreiche andere Finanzwissenschaftler damit auseinandergesetzt. Die Komplexität der Resultate lässt sich nicht in zwei Sätze pressen.


    P.S.: Ja, ich bin heute schlecht drauf ;)

  • Zitat

    Original geschrieben von BartS1975
    Dann hättest du aber eben 70 Euro ausgeben und in Periode 4 einen Aktienwert von 70 Euro - das würde ja nichts ändern.


    In Szenario A hat man aber 60 Euro ausgegeben und einen Aktienwert von 70 Euro, also 10 Euro Gewinn - trotz identischem Durchschnittskurs. :)


    Ja wie gesagt, da hatte ich die anfänglichen Tomaten auf den Augen :D (so schließt sich dann der Kreis). Deinem Beispiel sind von meiner Seite aus keine Argumente entgegen zu bringen, stellen wohl den Optimallfall dar, in diesem der Effekt voll durchschlägt. Und das das harmonische Mittel grds. unter dem arithmetischen Mittel liegt, ist ja in der von mir verlinkten Studie mattem. nachgewiesen, sodass man mit dieser Methode durchaus günstiger an Aktien kommt. Aber m.E. kommt das insbes. bei tendenziell eher steigenden Kursen nur eine Reduzierung des Risikos gleich, da es eben besser ist das gesamte Kapital sofort zu investieren ...

    Zitat


    Je mehr Kapital unter diesen Bedingungen investiv gebunden ist, desto besser ist (im Mittel) das Ergebnis. Die größere Kapitalbindung erfolgt beim Einmalinvestment, die Kapitalbildungsdifferenz ist dabei umso größer, je größer der Zeithorizont für das Cost-Averaging ist.

  • Zitat

    Original geschrieben von puntigamer
    Deinem Beispiel sind von meiner Seite aus keine Argumente entgegen zu bringen


    Natürlich nicht, das Beispiel habe ja auch ich entwickelt. :p


    VIelleicht sollte ich Apple nachahmen und es patentieren lassen. ;)

  • Zitat

    Original geschrieben von BartS1975
    Natürlich nicht, das Beispiel habe ja auch ich entwickelt. :P


    VIelleicht sollte ich Apple nachahmen und es patentieren lassen. ;)


    pfff ... ;) Dann gibt's auch sicherlich auch dort einen Patentstreit mit Samsung ...

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