Diskussion: Banken mit guten Angeboten (Keine KwK Gesuche erlaubt!)

  • Zitat

    Original geschrieben von sparfux
    Jetzt hast Du Dein Beispiel noch schnell geändert, damit Anfangs und Endkurs wieder gleich sind ...


    2,5 2,5 2,5 7,5 7,5 7,5 7,5 7,5 7,5 2,5 2,5 2,5


    ist auch ein Seitwärtsmarkt mit durchschnittlich 5€ und ist schlechter als konstant 5€.


    Das ist ja wohl logisch, denn du verkaufst ja eben nicht zum Durchschnitt von 5 Euro, sondern exakt zur Hälfte. Wie soll denn da ein Gewinn herauskommen? :)


    Nimm es mir bitte nicht übel, aber mein Eindruck ist, dass du den Cost-Average-Effekt nicht richtig verstanden hast.

  • Zitat

    Original geschrieben von drueckerdruecker
    Wenn man hingegen nicht regelmäßige Anlagebeträge hat, sondern lediglich eine einmalige, dann wüsste ich nicht, warum man einen Cost-Average Effekt erzwingen sollte, indem man nur nach und nach von sicheren, festverzinslichen Anlagen auf variable Anlagen umschichtet.


    Nun ja, in Seitwärtsphasen mit relativ großen Schwankungen macht das eben schon Sinn. Aber die kann man ja schlecht voraussehen...


    Der Cost-Average-Effekt tritt eben automatisch bei Sparplänen auf, nicht bei Einmalanlagen.


    Man kann es daher so auf einen Nenner bringen: Für Sparpläne sind Seitwärtsphasen mit Schwankungen durchaus nicht schlecht. Für Einmalanlagen sind sie es natürlich, eben weil der Cost-Average-Effekt nicht auftritt.

  • Zitat

    Original geschrieben von BartS1975
    Natürlich, aber eben nicht dauerhaft.
    ...
    Wie gesagt, bei einem Kursverlauf
    ...hat man Ende des Betrachtungszeitraums, wenn man zu 5 Euro verkauft, eine positve Rendite - und eben die wurde allein vom Cost-Average-Effekt verursacht.
    Alle anderen Effekte (tendenziell steigende Kurse, tendenziell sinkende Kurse) muss man separat untersuchen.


    vollkommen richtig, sowohl Du und sparfux haben recht.


    Aber genau der letzte Satz ist entscheidend. Die anderen Effekte sind meiner Meinung nach primär zu untersuchen, im Normalfall eben dass der Kurs zum Verkaufszeitpunkt gleich oder besser noch höher ist.
    Das ergibt sich ja auch aus der Annahme aus Deinem Beispiel Beginn = 5 Euro und Ende = 5 Euro. Endtermin ist auch der Termin an dem man die Anlagen verkaufen will/muss.


    Der Cost-Average-Effekt dient lediglich an "Bonbon" für den Zeitraum dazwischen, sprich er reduziert Risiken und bessert den Durchschnitt auf.
    Mehr macht der Cost-Average-Effekt aber leider nicht. Er garantiert leider keinen Gewinn/Ertrag.


    Genau aus diesem Grund hat er meiner Meinung nach auch nichts bei einer Anlageberatung bei der Produktauswahl eine Anlageproduktes verloren.


    Damit wären wir beim Ausgangspunkt, dem tollen Flyer der PSD-Bank mit dem Tomatentrick. Der ist für den Müll, da er überhaupt nichts sagt.
    Das Ding soll suggerieren dass die Bank gut in der Anlageberatung wäre, dabei wird noch nicht mal ein Produkt angeboten. Der taugt bestenfalls dazu um in einer Schule zu erklären was der Cost-Average-Effekt ist.
    Hier stimmt es mit dem Marketing-Gag schon, der Flyer ist reines Marketing.

    Viele Grüße


    Martin

  • Zitat

    Original geschrieben von BartS1975
    Das ist ja wohl logisch, denn du verkaufst ja eben nicht zum Durchschnitt von 5 Euro, sondern exakt zur Hälfte. Wie soll denn da ein Gewinn herauskommen? :)


    Nimm es mir bitte nicht übel, aber mein Eindruck ist, dass du den Cost-Average-Effekt nicht richtig verstanden hast.


    OK einigen wir uns vielleicht so: In allen Märkten, in denen der Anleger zum Durchschnittskurs wieder verkaufen kann, ist CAE unschlagbar.


    In allen Märkten, wo das nicht garantiert ist, also der Verkufskurs am Ende unter dem Durchschnittskurs oder sonstwo sein kann, gilt was puntigamer, blacksun, Louvain diverse wissenschaftliche Studien und ich sagen: CAE verringert das Risiko, erhöht aber nicht die Rendite. Im Gegenteil, in Märkten mit positiver erwarteter Rendite, senkt CAE statistisch das Anlageergebnis im Vergleich zur Einmalanlage.


    Was aber lustig ist: Wenn man das Risiko ausser acht lässt, muss man - wie gesagt bei einem positiven Erwartungswert für die Rendite eines Marktes - sein Geld immer so schnell wie möglich investieren. Unter der Annahme dass Sparplansparer das angelegte Geld aus ihrem Einkommen nehmen, verfolgen sie genau die optimale Strategie: Sie investieren ihr Geld so schnell wie möglich.


    Die Banken zeigen bei CAE immer die schön U-förmigen Verläufe - wie Du auch - und suggerieren, dass man deshalb eine bessere Rendite hat im Verlgeich zu einer Einmalanlage. Leider verlaufen die Märkte statistisch gesehen nicht U-förmig. Ich habe dazu zuminest noch keine Statisitk gesehen. Bei einem umgekehrten U, wie in meinem Beispiel, hat man genau den gegenteiligen Effekt, trotz gleichem durchschnittlichen Kurs. Genau das ist die große Marktingverarsche der Banken bzgl. CAE.


    Nimm es mir bitte nicht übel, aber mein Eindruck ist, dass du die Funktionsweise der Aktien- oder Rentenmärkte nicht richtig verstanden hast.

  • Wie ich bereits sagte: Das Beispiel von Carsten spiegelt den Optimalfall wider, in dem der CAE perfekt funktioniert und so auch tatsächlich mathematisch "nachweisbar" ist. Aber unter praktischen Gesichtspunkten ist es eben anders, das zeigt die von mir verlinkte Studie und die vorherrschende Meinung in der Wissenschaft.


    Jedenfalls erinnert mich diese Diskussion an die gebetsmühlenartigen Posts von Carsten aus dem letzten und vorletzten Jahr, dass die Zinsen bald wieder steigen (müssen). Hier ist eben auch das Auseinanderfallen von Theorie und Praxis deutlich geworden ... aber trotzdem finde ich es immer wieder super, dass hier im TT recht fundierte und auf relativ hohem Niveau stattfindende Diskussionen geführt werden können und sich am Ende doch alle lieb haben ... :p

  • Zitat

    Original geschrieben von sparfux
    Die Banken zeigen bei CAE immer die schön U-förmigen Verläufe - wie Du auch - und suggerieren, dass man deshalb eine bessere Rendite hat im Verlgeich zu einer Einmalanlage. Leider verlaufen die Märkte statistisch gesehen nicht U-förmig. Ich habe dazu zuminest noch keine Statisitk gesehen. Bei einem umgekehrten U, wie in meinem Beispiel, hat man genau den gegenteiligen Effekt, trotz gleichem durchschnittlichen Kurs. Genau das ist die große Marktingverarsche der Banken bzgl. CAE.


    Genau meine Meinung, und grds. sollte man ja nur investieren, wenn man von einem positiven Erwartungswert ausgeht, da man ansonsten auch sein Geld aus dem Fenster werfen könnte und den gleichen Effekt hätte.


    U-Förmige Verläufe gibt es m.E. auf Aktienmärkten ja schon alleine deshalb nicht, weil diese Märkte nach Wachstum schreien. Bei rein U-förmigen Verläufen hätte man eben kein stetiges Wachstum. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Entwicklungen von Aktien normalverteilt sein sollen.

  • Zitat

    Original geschrieben von puntigamer
    Jedenfalls erinnert mich diese Diskussion an die gebetsmühlenartigen Posts von Carsten aus dem letzten und vorletzten Jahr, dass die Zinsen bald wieder steigen (müssen).


    Das letzte Wort kannst du weglassen, von "müssen" war nie eine Rede. Nur haben die Notenbanken nach der Finanzmarktkrise eben besonders lange mit einer Erhöhung der Leitzinsen gewartet. Und kaum haben sie die Erhöhungsphase gestartet, zog schon die Staatsschuldenkrise heran, und der Zyklus wurde jäh gestoppt und wieder umgekehrt. Beides hatte ich i.d.T. nicht berücksichtigt.


    Aber in der Cost-Average-Diskussion liegt der Fall anders - du gehst a) von steigenden Kursen aus und b) davon, dass sich eine Aktienanlage nur dann lohnt. Ersteres ist schon mal nicht immer gegeben. Auch wenn die Aktienmärkte natürlich insgesamt einen positiven Erwartungswert haben, gab es Zeiten, in denen sie jahrzehntelang(!) zwar stark schwankten, sich aber letztendlich nicht vom Fleck bewegten. Und in dem Fall hätte man eben mit einem Sparplan aufgrund des Cost-Average-Effekts bessere Resultate erzielt als mit einer Einmalanlage, es sei denn, man hätte gutes Timing bewiesen, wozu Otto Normal i.d.R. aber nicht in der Lage ist (und viele angebliche Experten auch nicht).

  • moneyou


    Das kam heute per E-Mail von moneyou:


    Wir werden die Zinssätze zum 2. August 2012 senken und auf unseren Internetseiten anpassen: :flop:
    Tagesgeld: von 2,45 % p.a. auf 2,35 % p.a.
    Festgeld, Laufzeit 6 Monate: von 2,60 % p.a. auf 2,45 % p.a.
    Festgeld, Laufzeit 1 Jahr: von 2,75 % p.a. auf 2,55 % p.a.
    Trotz der Zinssenkungen bietet MoneYou im Vergleich zum Wettbewerb nach wie vor attraktive Zinssätze. :D

    Herbert

  • Tagesgeld 9% Zins


    Die Eurokasse aus Neuseeland bietet 9% Zinsen aufs Tagesgeld an. ;):D
    Hier gibt es ein paar kritische Infos darüber. :rolleyes:
    Na, wer wagt es, dort Geld anzulegen? :D


    Edit:
    Das steht auf der FAQ-Seite:
    Sind die Konten durch eine Einlagensicherung geschützt?
    EUROKASSE nimmt nicht an europäischen oder amerikanischen Einlagensicherungsfonds teil. Anlagegelder sind ausschließlich durch das Vermögen des Finanzinstitutes gesichert.
    Gute Nacht. :D

    Herbert

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