84 Jährige Frau ohne Pflegestufe ganz allein,Möglichkeiten für Hilfe?

  • Ok ok SORRY nochmal. Irgendwie war ich grad voll verpeilt.


    Nochmal schnell den Text neu schreiben und sorry wegen dem hin+her :o TzzTzz zuviel geschnapslt *rofl*


    Also zum Thema!


    Meine Oma ist 84 Jahre alt und nicht mehr gut zufuß unterwegs.
    Sie lebt momentan allein Zuhaus in ihrer Wohnung.
    Die Pflegeperson von ihr ( mein Opa mit 86 Jahren ) ist momentan leider im Krankenhaus. Er hat eine Op hinter sich und liegt aktuell auf Intensiv, daher wird er wohl noch länger ausfallen.


    So meine Oma ist recht schwer zufuß unterwegs. Die Beine wollen nicht mehr usw. Das notwendigste was gemacht werden muss geht nur schwer bis fast gar nicht mehr.
    Toilettengang usw geht nur noch über einen Nachtstuhl. Sie fährt moment mit ihrem Gehwagen durch die Wohnung. Kochen,abspülen usw wird alles im sitzen erledigt. Die Beine wollen einfach nicht mehr so wie der Geist gerne wollen würde.
    Na ja eigentlich hat sich mein Opa um sie gekümmert, er war Zufuß noch um einiges besser unterwegs und hat das alles noch recht gut gepackt ( für sein alter )
    Jetzt ist sie eben allein, der Sohn ist leider in München Berufstätig und kann daher auch nicht so wie er gerne möchte.
    Wir ( die Enkel ) sind auch berufstätig und können uns auch nicht so um sie kümmern wie gerne gewollt.


    Ein Antrag bei der Krankenkasse auf Pflegehilfe wurde gestellt, aber leider abgelehnt. Sie würde maximal 26 Minuten Pflege benötigen, was aber noch keiner Pflegestufe entspricht ( Pflegestufe 1 geht wohl erst ab 45 Minuten Pflegebedürftigkeit los )
    Na ja aktuell wurde eben der 2te Antrag gestellt und gegen den 1ten Einspruch eingelegt. Die Dame von der Krankenkasse war vor ca. 3 Wochen bei meiner Oma und hat sich das ganze angeschaut und wohl für gut befunden ( was eigentlich eine Frechheit ist )


    Naja nachdem es um Geld geht, dauert es halt auch wieder mal länger bis der Antrag bewilligt wird oder wieder mal nicht.


    Jetzt ist halt die große Frage! Was gibt es alternativ für Möglichkeiten?
    Caritas? ehrenamtiliche Helfer? Private Pflegedienste? ( was kostet sowas im Schnitt? )
    Und uns bzw ihr wäre geholfen, wenn einer täglich 30-60 Minuten kommen würde optimal wäre natürlich 2x täglich für 15-30 Minuten.
    Kosten darf es ruhig auch was, aber halt nicht allzuviel ( Rente nicht so wirklich viel ) Na ja und so wie ich meine Oma kenne, wird auch kein Pflegeheim in frage kommen.


    Wäre schön wenn ihr helfen könntet, vielleicht weil ihr aus der Branche kommt, ihr euch auskennt, schonmal selbst in der Situation gesteckt habt oder oder.


    Auf alle fälle schonmal vielen vielen lieben Dank für eure Hilfe.


    MFG :)

  • Hallo!


    Zu aller erst tut es mir sehr leid für deine Oma, meine Oma hat auch sowas durchmachen müssen...
    Bei meiner Oma war es so, dass regelmäßig jemand von der Caritas vorbeigekommen ist. Dort wurde sie zuause von den Mitarbeitern gepflegt, ob es jetzt das Waschen, Toilettengang oder das Essen war. Ob das jetzt etwas gekostet hat, weiß ich nicht mehr genau - aber wenn, dann war es auch nicht die Welt.


    Zusätzlich hat immer noch jemand von einer Hospitz vorbeigeschaut und sie auch mitversorgt, ich weiß aber nicht ob so etwas für deine Oma in Frage kommt...



    Gruß Skynt




    EDIT: Hmm... Naja, wenn du noch Fragen hast, kannst du dich auch gerne per PM melden!

  • Meine Oma, einiges fitter als deine, stimmte mit 90 zu ins "betreute Wohnen" zu gehen.
    Eigentlich war das schon seit 15 Jahren besprochen da meine Mutter bei einer Einrichtung arbeitete die so etwas auch anbot aber irgendwie hat sich immer mehr hin gezogen.


    Als meine Oma nach nem Schlaganfall (sie lag mehrere Stunden unentdeckt in der Wohnung, meine Tante ein Stock über ihr aber das Verhältniss war schlecht) wieder fitt war entschied sie sich dafür auch wenn es für sie ein sehr schwerer Schritt war und sie bis zuletzt immer hin und her gerissen war.
    Dementsprechend schlecht hat sie sich, auch ob des hohen Alters dort eingewöhnt.


    Vorteil des betreuten Wohnens ist meiner Meinung nach das man für eine etwas höhere Miete die Sicherheit hat jemanden greifbar zu haben wenn man Hilfe braucht. Unter anderem wird morgens kontrolliert ob es allen gut geht, man hat ein Telefon mit Funkfinger den man drücken kann und ne Minute später ist jemand da und sowie ich das beurteilen kann war es auch kein Problem das mal ein Zivi oder Hausmeister bei Kleinigkeiten zur Hand geht.


    Handgriffe wie Pflege oder Hilfe z.B. nach nem Sturz oder so wird wohl alles extra berechnet aber vor allem ist halt jemand greifbar wenn es Probleme gibt.


    Meine Oma lebte noch etwas mehr als 2 Jahre in der Einrichtung bevor sie starb.


    Aufgrund der Erfahrungen möchte ich jedem empfehlen möglichst frühzeitig in solch eine Einrichtung zu gehen da es, je älter man ist, immer schwerer fällt sich auf neue Leute und Lebensumstände ein zu lassen.
    Muß auch mit meiner Mutter meiner Meinung nach irgendwann in den nächsten 5-10 Jahren mal sprechen, sie wird jetzt 69 und lebt im 2. Stock - in 10 Jahren wird sie damit bestimmt ihre Probleme bekommen...

    Dieser Eintrag wurde 624 mal editiert, zum letzten mal um 11:24 Uhr

  • Skynt


    Danke schonmal für deine Antwort.
    Also bei Carits haben wir noch nicht angerufen, da waren wir nur dort wegen eines Notfallknopfes! Der wird in der Wohnung am Telefon installiert und meine Oma bekommt so einen kleinen Knopf um den Hals, sollte dann was sein, müsste sie diesen nur noch drücken und es würde sofort jemand kommen.
    Mal sehen inwieweit da was mit häuslicher Pflege geht. Denke mal, dass es wohl mittlerweile auch sicher dort etwas kosten wird, ist nur die frage wieviel.


    Bei Pflegestufe 1 würde man von der Krankenkasse was bekommen, auch wenn z.B nur ich ihr helfen würde, aber ohne Pflegestufe ohne Hilfe ( ausser auf eigene Kasse und das wird wohl sicher ein teuerer Spass )


    Hospiz weis ich nicht ob das in frage kommt, hab eben mal gelesen um was es sich da direkt handelt. Paliativpflege soll das wohl sein :confused: das würde ja dann für meine Oma nicht in frage kommen. Aber danke trotzdem :)


    Schade das alte Leute heute nicht mehr wirklich was Wert sind, ausser sie haben viel Geld :(


    Danke dir trotzdem für deine Antwort ;)



    polli


    Auch danke dir für deine Antwort.
    Also ich geh jetzt mal ganz stark davon aus, dass meine Oma nicht in ein Heim gehen wird. In 1-2 Wochen wird mein Opa ja wieder aus dem Krankenhaus kommen, aktuell liegt er noch auf Intensiv und wird da auch noch einwenig bleiben müssen, danach evtl. Überwachungsstation und dann wieder normale Station. Wie es aussieht mit Reha usw wissen wir noch gar nicht deshalb wäre
    vordergründig erstmal nur eine kleine Hilfe für meine Oma.
    Wie es dann weitergeht wissen wir nicht, kA was noch alles passiert usw.


    Aber danke dir trotzdem auch für deine Antwort :)

  • @ TeddybaerW


    So wie Du es beschreibst, ist wohl vor allem eine Hilfe bei den hauswirtschaftlichen Tätigkeiten nötig.
    Gelegentlich gibt es da ja auch entsprechende Angebote in den Kleinanzeigen, das muß ja keine ausgebildete Pflegekraft sein.
    Oder selber mal eine Anzeige aufgeben ?

    Nokia Lumia 920

  • Es gibt in vielen Orten ambulante Pflegedienste, oft auf caritativer Basis. Ich habe damals meinen Zivildienst bei einem solchen Sozialdienst abgeleistet und wir haben für Senioren häufig Besorgungen wie Einkäufe, Fahrdienste, Behörden-, Arzt- oder Anwendungsgänge erledigt. Für Mitglieder solcher Sozialdienste (kleine Aufnahmegebühr, Jahresgebühr umgerechnet 50€) lag der Stundensatz bei humanen 12-18 DM inkl. Fahrzeugeinsatz.


    Ich denke temporär wäre das eine vertretbare Lösung. Einfach mal bei der Gemeindeverwaltung anrufen und erkundigen...


    Das grundlegende Problem ist aber, dass Senioren dazu neigen, ggü. Dritten ihre Unselbständigkeit nicht einzugestehen. Das wird von den Versicherungen beim der Begutachtung durch den medizinischen Dienst bezüglich Pflegestufen natürlich oft ausgenutzt ("das schaffen Sie doch noch alleine?", "geht es Ihnen wirklich so schlecht"...). Dieser Art von falschem Stolz sollte man durch ein Training des Seniors für diesen Besuch und durch die Anwesenheit eines Verwandten bei dem Besuch vorbeugen.


    Also ggf. Widerspruch gegen die Einstufung, die vorgenommen wurde, einlegen und eine neue Begutachtung veranlassen.

    Aktuell drittpotentestes, ungesperrtes nicht Team-Forenmitglied. Von Beileidsbekundungen bitten wir Abstand zu nehmen.

  • cyberdude.


    Das wir da nicht selbst drauf gekommen sind :rolleyes: das wäre natürlich auch eine Möglichkeit. Gleich mal morgen in der Zeitung schauen bzw tatsächlich eine Anzeige schalten.


    @ Dauerposter.


    Das hört sich auch gut an, da werd ich morgen gleich mal anrufen und schauen was möglich ist. Das wichtigste wäre in der Tat das jemand für sie das wichtigste wie eben Arztbesuche, Arzneimittel holen, einkaufen usw macht und es würd ja auch da immer jemand kommen und "nach ihr sehen"
    Toll!


    Stimmt, dass Senioren nicht zugeben Hilfebedürftig zu sein ist ein allgemeines Problem ( kenn ich bei Freunden/Bekannten auch so ) das nächste mal wenn wieder jemand kommt, ist ganz sicher jemand dabei, wenn sie es nicht sagen möchte, dann ich. Helfen tut es ja nicht das sie vielleicht keine fremde Hilfe möchte.
    Also Widerspruch wurde schon eingereicht und auch eine neue Begutachtung beantragt, jedoch lässt das immer recht "lang" auf sich warten! Aber ok, wenn wenigstens ein bisschen abgenommen werden würde, wie einkäufe ect wäre das ja auch schonmal ne Lösung.
    Neben der Arbeit und dem eigenen Haushalt noch einen anderen mitversorgen usw ist doch recht anstrengend auch wenns die eigene Oma ist.


    Also nochmals vielen lieben Dank. Echt klasse.
    TT ist genial!!!!


    Werd morgen gleich mal schauen was möglich ist bezüglich ambulanten Pflegedienst.


    Danke Jungs :top: und Mädels? :confused:

  • Zitat

    Original geschrieben von TeddybaerW


    Das hört sich auch gut an, da werd ich morgen gleich mal anrufen und schauen was möglich ist. Das wichtigste wäre in der Tat das jemand für sie das wichtigste wie eben Arztbesuche, Arzneimittel holen, einkaufen usw macht und es würd ja auch da immer jemand kommen und "nach ihr sehen"
    Toll!:


    Vielleicht guckst du mal in einem Supermarkt, vielleicht findest du auch Jugendliche oder Studenten, die ihr Taschengeld aufbessern moechten?


    Oder frag einfach mal in der Nachbarschaft rum?

  • Moin,


    das Amt für Soziale Dienste währen für Euch auch der richtige Ansprechpartner(Sozialdiesnt Erwachsene). Dort wird man umfassend beraten, es wird Antragshilfe geleistet usw. (zumindest ist das hier so). Bei reiner Hauhaltshilfe wird imho alles, was Deine Großmutter über dem Regelsatz hat, als übersteigendes Einkommen mit angerechnet, und dan muß Sie einen Eigenanteil zahlen (hier werden solche Dienste über Dienstleistungszentren für 6,5€/Std. vermittelt).
    Wenn jedoch ein kleiner Teil Pflege mit dabei ist, gilt der doppte Regelsatz, bis sie einen Eigenanteil zahlen muss.
    Zu dem gab es gerade eine Veränderung für Senioren mit der "Pflegestufe 0". Diese Stufe gibt es nicht offiziel, aber wird im Volksmund so genannt. Da geht es um einen Betrag von 100 bis 200€ Unterstützung von der Pflegekasse, wenn z.B. Demenz eingesetzt hat, und ein bischen Hilfe schon notwendig ist, es aber eben noch keine 45Minuten Hilfe zur Grundpflege bedarf.
    Natürlich alles ohne Garantie, da ich diese Sachen nur am Rande mitbekomme. Bei speziellen Fragen,
    kann ich mich aber gerne schlau machen. Außerdem werden ja gerade bundesweit sogenannte Pflegestützpunkte entwickelt. Die müssten ja auch beraten, nur weiß ich nicht, wie weit die bei Euch so sind.



    greetz

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