Optiker diagnostiziert Sehschwäche, sicherheitshalber nochmal zum Augenarzt?

  • Hallo zusammen,


    Da ich in letzter Zeit öfter mal Kopfschmerzen nach einem ganzen Tag am Computer habe, bin ich mal zum Optiker gegangen um meine Augen mal überprüfen zu lassen.
    Dieser stellte tatsächlich eine leichte Sehschwäche fest.
    Er setzte mir dann so eine "Testbrille" auf, die verschiedene Brillengläser aufnehmen kann und passte sie für mich an . Das Sehen durch diese Brille war überraschend angenehm und entspannend, ich konnte den Unterschied also deutlich feststellen.
    Jetzt frage ich mich ob ich anhand der von Ihm festgestellten Werte eine Brille kaufe und mich auf seine Diagnose verlassen kannoder ob ich sicherheitshalber noch einen Termin bei einem Augenarzt machen soll.
    In meinem Bekanntenkreis gehen die Meinungen da auseinander, der eine sagt die Augenärzte machen die gleichen Tests wie der Optiker und haben teilweise sogar die älteren Geräte, die anderen sagen sie würden auf jeden Fall noch einen richtigen Arzt konsultieren weil sie dem Optiker nicht trauen.
    Meine Frage wäre jetzt wie die Brillenträger unter euch das handhaben oder gehandhabt haben.


    Gruß


    Christian

  • Da ich sehr viel mit der Augenoptikerbranche zu tun habe, kann ich dir eine Refraktion beim Augenoptiker sehr nahe legen. Beim Augenarzt wird dafür nur wenig Zeit genommen, da der Arzt wenig Geld dafür abrechnen kann.
    Also eventuell bei Unsicherheit nochmal zu nem anderen Augenoptiker und nochmal refraktionieren lassen.


    Viele Grüße

  • Ganz doofe Frage: was ist "Refraktion", Wikipedia ist da etwas Laienunfreundlich...
    Ich musste mich beim Optiker vor ein Gerät setzen welches ein Bild immer scharf und unscharf machte ( einen Heißluftballon über einer Schnellstraße). Das ganze passierte mehrere male pro Auge und am Ende wusste der Optiker den Wert meiner Sehschwäche, die Stärke meiner Hornhautverkrümmung und die Lage meiner Hornhautverkrümmung.


    Edit: Refraktion scheint wohl die Untersuchungsmethode zu sein :D

  • Auch wenn ich mir jetzt ggf. den Zorn einiger Ärzte zuziehen werden:


    Ich hatte vor ein paar Jahren Probleme mit dem sehen. Also ab zum Augenarzt. Der erste konnte nix finden, der zweite auch nicht, und der dritte wollte mir schon einreden, das ich mir was einbilde...


    Also bin ich mal zu einem Optiker gegangen. Interessanterweise war der besser Ausgestattet, als die vorherigen Augenärzte. Während die Augenärzte nur mit diesen alten Tafeln arbeiteten, die man nach dem zweiten Vorlesen auch mit geschlossenen Augen wiedergeben konnte (weil man dann die 10 Buchstaben schon auswendig wusste), hatte der der wesentlich bessere Geräte (fragt mich jetzt aber nicht, wie man das nennt).


    Auf jeden Fall wurden die Augen u.a. mit dem Computer vermessen. Und es stellte sich eine Hornhautverkrümmung raus. (Übrigens war das alles noch Kostenlos!!!).


    Und da die Gelegenheit günstig war, habe ich mir dann dort auch eine Brille machen lassen.


    Und schwupps, waren die Probleme weg!


    Und meine private Krankenkasse hat da auch kein Problem mit, sofern auf der Rechnung alles Relevante aufgeschlüsselt ist (also Werte, Preise für Gestell, Gläser, etc.).

    "Ein Volk sollte keine Angst vor seiner Regierung haben, eine Regierung sollte Angst vor ihrem Volk haben."

  • der einzige Grund warum ich zu einer Sehstärkenbestimmumg zum Augenarzt gehen würde, wäre wenn ich ein Rezept brauche.

  • Das klingt ja alles recht positiv, dann werde ich wohl auf den Gang zum Augenarzt verzichten, zumal der mir einen Termin in 3 Monaten geben wollte :confused:


    Ich danke euch für eure Antworten


    Gruß


    Christian

  • entgegen dem trend hier würde ich dennoch auch mal beim augenarzt vorbeischaun. der macht auch mehr als "nur" die sehstärke zu bestimmen. der verlust der sehkraft kann verschiedene ursachen haben, u.a. auch krankheiten welche ein optiker nicht erkennen kann und darf.


    auch muss man sich beim optiker im klaren sein, daß dieser auch was verkaufen will. das heisst jetzt nicht, daß er einem eine brille andreht, obwohl die augen o.k. sind. aber es wird einem beim optiker gerne zahlreiche "extras" angedreht, die man garnicht braucht, oder ein glas der marke XY obwohl des die gleiche Qualität auch von Firma ZY gibt zum halben preis - eine brille kann dadurch wahnsinnig teuer werden.
    da kannste auch mal den in der hinsicht unabhängigen augenarzt vorher fragen, welche extras wirklich für dich was bringen würden.

  • Du solltest auf keinen Fall auf den Gang zum Augenarzt verzichten. Job des Optikers ist es (unter anderem), Kurz- und Weitsichtigkeiten sowie Hornhautverkrümmungen zu erkennen und durch Brille oder Kontaktlinsen zu korrigieren.


    Das machen viele Optiker mit Sicherheit besser als die Augenärzte, und das ist auch in Ordnung, denn die Aufgabe des Augenarztes ist nicht die Korrektur der Fehlsichtigkeit, sondern auszuschließen, dass andere Erkrankungen des Auges vorliegen.


    Gerade wenn du zum ersten Mal schlechter siehst, sollte das vom Augenarzt auf andere Ursachen untersucht werden.


    Im Altersbereich der meisten User hier sind die aber sehr selten, ich will dir jetzt keine Angst machen, sondern nur aufzeigen, dass Augenoptiker und Augenarzt ganz unterschiedliche Aufgaben haben und weder in Konkurrenz zu einander stehen noch der Besuch beim einen den Besuch beim anderen erspart.

  • Wie schon gesagt: Ich habe 3 verschiedene Augenärzte durch gehabt. Mehr als sich diese Schrifttafeln anschauen war bei denen nicht drin. Und das als Privatpatient (für alle die, die meinen das man grundsätzlich dort immer besser behandelt wird!).


    Wenn Augenärzte aufgrund überfüllter Wartezimmer sich nur 5 Minuten Zeit nehmen und dann so etwas simples wie eine Hornhautverkrümmung nicht finden (klar wenn man nur Buchstaben vorlesen soll, die man dann schon Auswendig wusste), was bleibt dann übrig.


    Klar, ich hätte noch 20 weitere Ärzte durchprobieren können, aber irgendwann probiere ich halt mal eine Alternative. Wenn ich von einem Dienstleister schlecht bedient werden, wird halt gewechselt.


    Klar will der Optiker Geld verdienen, aber das will der Arzt auch (wer will das nicht? :D )


    Zitat

    Original geschrieben von stanglwirt
    entgegen dem trend hier würde ich dennoch auch mal beim augenarzt vorbeischaun. der macht auch mehr als "nur" die sehstärke zu bestimmen. der verlust der sehkraft kann verschiedene ursachen haben, u.a. auch krankheiten welche ein optiker nicht erkennen kann und darf.


    Ich gebe Dir grundsätzlich recht. Aber die drei, die ich "geniessen" durfte, werden sicherlich nicht mal Pickel auf dem Augenlied mit Ihren Vorlesetafeln festgestellt haben, geschweige denn eine echt Krankheit.


    Ich will auf keinem Fall jetzt die Augenärzte schlecht reden. Aber leider habe ich in meiner Region bisher nur Ärzte finden können, die (ich sage es mal nett) sich vor 30 Jahren nieder gelassen haben. Und die Praxisausstattung haben die immer noch von damals.


    Ich konnte leider noch keinen neueren Arzt mit zumindest einigermassen aktueller Ausstattung in meiner Region finden.

    "Ein Volk sollte keine Angst vor seiner Regierung haben, eine Regierung sollte Angst vor ihrem Volk haben."

  • Die Antwort was Refraktion ist, wurde bereits kurz genannt.
    Normalerweise sollte so etwas nicht (bei vorherigem Termin beim Augenoptiker) unter 30 Minuten dauern.


    Leider gibt es sehr viele ungenaue und auch (die Ärzte, die sich die Zeit nehmen mögen mir verzeihen) fehlerhafte Refraktionen bei Augenärzten. weil einfach -sagen wir mal- die Zeit fehlt ;)


    Zur Absicherung, ob Augenkrankheiten vorliegen, ist allerdings ein Gang zum Augenarzt unerlässlich!

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