Wieviel Euro könnt Ihr monatlich auf die Seite legen?

  • Zitat

    Original geschrieben von herold
    Wenn jemand eine Immobilie baut oder erwirbt, muss diese ja nicht unbedingt auf Biegen und Brechen komplett bis zur Rente abbezahlt werden, um diese dann im Falle des Ablebens schuldenfrei den Erben zu hinterlassen, oder?


    Mann muss das sicherlich nicht machen, aber welchen Sinn macht es dann?

    Auch ein Traumjob berechtigt nicht zum Schlaf am Arbeitsplatz.

  • Wenn man so mit ca. 50-55 Jahren noch eine kleinere Summe bei der Bank offen hat, kann man die ja auch günstig weiter in Raten finanzieren, ohne sich mit einer sehr hohen monatlichen Summe vom Anfang bis zum Ende fest zu binden. Man sollte doch seine Finanzen flexibel gestalten können, wenn man z.B. als junger Mensch Familie plant, irgendwann doch noch mal weiteren Nachwuchs bekommt, der Vater mit Mitte 40 sich nocheinmal ein teures Hobby gönnt usw.. Der Sinn dahinter ist, dass man nicht nur für's Haus malochen geht, sondern auch noch Geld für andere Dinge wie Urlaub und Hobbys hat. Wenn man sich wegen eines Hauses zu sehr einschränken muss, kommt nämlich irgendwann die Unzufriedenheit. Außerdem: Was macht es denn aus, wenn man noch eine kleine Monatsrate an die Bank abdrücken muss? Dann kann man, da die Finanzierung recht "bequem" ausgelegt ist auch der Frau noch mal ein neues Kleid kaufen... :D


    Gruß herold

    Neulich im Baumarkt: "Guten Tag, ich brauche eine Laubsäge." "In der Gartenabteilung..."

  • jo, dass man sich auch nicht bis auf den letzten Euro "ausziehen" sollte, sehe ich ähnlich, aber wenn man für sich selbst finanziert seh ich es doch im großen und ganzen als Ziel an, im Rentenalter mietfrei und ratenfrei zu wohnen...

    Auch ein Traumjob berechtigt nicht zum Schlaf am Arbeitsplatz.

  • hi leute interessantes thema, finde für mich selbst dass ich sehr viel Geld zur Seite lege, kann ich mir aber wohl nur leisten weil ich bei den Eltern wohne und in meinen Augen sehr gut mit Geld umgehen kann.Schon während der Ausbildung hatte ich eig. keine Probleme mit rund 700DM auskommen zu müssen... Muss daheim nix abdrücken, aber krieg auch nix und kann von meinem Gehalt montalich per Dauerauftrag 400.- in Fonds (risiko, weniger risiko ...) anlegen und nochmal ca. 100-120.- an VWL, Rentenversicherung und Lebensversicherung zurücklegen. Und über mein Gehalt wird sich manch einer wohl kaputtlachen, bin mit sicherheit der am wenigstverdienenste ausm Freundeskreis als Sachbearbeiter im Handwerksbetrieb... Bin in dem Sinne auch nicht geizig, spare nur am richtigen Fleck, d.h. mehrere Urlaube, markenklamotten und Auto sind drin jedoch gebe ich nicht jeden tag geld für nutzlosen kleinkram aus, weil das macht es im endeffekt aus...



    Über eine Eigentumswohnung habe ich mir auch schon gedanken gemacht, doch das wird noch ein wenig ruhen müssen, mit 23 jahren wäre das denke ich mal schon sehr früh.

    BUNGALOW AUF SARDINIEN...HIER

  • Zitat

    Original geschrieben von herold
    Wenn jemand eine Immobilie baut oder erwirbt, muss diese ja nicht unbedingt auf Biegen und Brechen komplett bis zur Rente abbezahlt werden, um diese dann im Falle des Ablebens schuldenfrei den Erben zu hinterlassen, oder? Dieses Risiko für die Hinterbliebenen kann man auch mit einer nicht kapitalbildenden Lebensversicherung abdecken. Und eine "kleine" monatliche Restrate kann man ja als Erbe regelmäßig noch mit übernehmen, wenn man das Haus selbst nutzen möchte. Miete müsste man sonst ja meistens eh noch zahlen.


    Aber ich bin sicher das sich ein Erbe über 150.000€ in Geld und Wertpapieren mehr mehr freut als über eine Immobile mit 250.000€ Wert bei der noch 100.000€ abbezahlt werden müssen.


    Ausserdem kommt hinzu das man nie weis wo sich die Kinder niederlassen wollen.


    Und wenn zwei oder mehr Kinder vorhanden sind, muss dann das Eigenheim sowiso verkauft werden um das Erbe gerecht aufteilen zu können.


    Zitat

    Original geschrieben von herold
    Alles natürlich überwiegend in Eigenleistung, da man sich Handwerker auf Rechnung heute ja fast nicht mehr leisten kann.


    Imho ist genau das das Kapital des kleinen Mannes in Sachen Haus: Die eigene Arbeitskraft (und zwar hier die wirklich insgesamt gesparte Kohle und nicht die "läppischen" 8 Mille, die man beim Hausbau spart, falls man das Bad selber macht. Dafür bekommt man imho nämlich nichtmal ordentliches Material... ;) )!


    Naja, aber was will man als Berufstätiger in sagen wir mal zwei Wochen Urlaub und dann nachher an zwei Abenden und einem Wochenendtag pro Woche schon mehr machen als ein bisschen Innenausbau.


    Man kann ja nicht auf Dauer noch neben dem Hauptjob fünf Tage die Woche von 19-24 Uhr und die zwei Wochenendtage das volle Bauprogramm fahren, das hält ja niemand aus.

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Man kann ja nicht auf Dauer noch neben dem Hauptjob fünf Tage die Woche von 19-24 Uhr und die zwei Wochenendtage das volle Bauprogramm fahren, das hält ja niemand aus.

    Auf Dauer muss das ja auch niemand, irgendwann ist man hoffentlich fertig. Sowas geht aber schon an die Substanz.

  • Aber ein halbes Jahr lang oder so hält man das auch nicht durch.


    Hinzu kommt das die meisten Leute nicht alle Bautätigkeiten beherrschen.


    Wenn man dann nur aus Geiz was versucht was man eh nicht kann, braucht man fünfmal solange wie eine Fachkraft, verschwendet Material, und es bleibt dann trotzdem Murks.


    Natürlich wird jeder der ein Eigenheim errichtet seine Eigenleistungen erbringen, aber ein Hausbau fast in Eigenregie ist bei den meisten Leuten eben nicht drin.


    Ausser man hat einen dermassen grossen Verwandtschafts-, Freundes- und Bekanntenkreis, das man einen grossen Pool an freiwilligen Arbeitern hat, und idealerweise auch noch einschlägige Handwerker drunter.

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Aber ich bin sicher das sich ein Erbe über 150.000€ in Geld und Wertpapieren mehr mehr freut als über eine Immobile mit 250.000€ Wert bei der noch 100.000€ abbezahlt werden müssen.


    Unter Aspekten der Erbschaftssteuer würden sie sich sicher eher über die Butze freuen, da momentan nicht der volle Verkehrswert versteuert wird. Natürlich abhängig vom Freibetrag und der weiteren Entwicklung der Besserstellung von Wohneigentum...

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Aber ich bin sicher das sich ein Erbe über 150.000€ in Geld und Wertpapieren mehr mehr freut als über eine Immobile mit 250.000€ Wert bei der noch 100.000€ abbezahlt werden müssen.


    Wer sagt das? Menschen sind unterschiedlich, der eine wird sich über die Wertpapiere mehr freuen, der andere über eine Immobilie.


    Zitat

    Und wenn zwei oder mehr Kinder vorhanden sind, muss dann das Eigenheim sowiso verkauft werden um das Erbe gerecht aufteilen zu können.


    Wenn es dumm läuft kann das passieren. Es kann aber auch sein, dass man das beleiht und dann die anderen Geschwister auszahlt.

    Auch ein Traumjob berechtigt nicht zum Schlaf am Arbeitsplatz.

  • Naja, wenn man beleihen muss und andere Erben auszahlen muss, dann ist man damit genausolange mit der Tilgung beschäftigt als wenn man verkaufen und selber bauen würde.


    Ein Halten der Immobilie macht dann allenfalls aus nostalgischen Gründen Sinn.


    Es hört sich jetzt wirklich alles von mir etwas contra Eigenheim an, aber ich bin nicht unbedingt gegen ein Eigenheim. Aber eben auch nicht unter allen Umständen dafür.

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