Der allgemeine Formel 1 2009 - Thread

  • In Artikel 3.12.7 des Technischen Reglements der FIA ist festgelegt, dass kein Karosserieelement, das bis zu 350 Millimeter hinter der Hinterachslinie liegt, höher als 175 Millimeter sein darf. Genauer gesagt heißt es, dass von unten kein Teil zu sehen sein darf, das diese Grenze überschreitet. Brawn, Toyota und Williams haben also einfach einen höheren Zusatzdiffusor im Diffusor geschaffen, der vom unteren Diffusor verdeckt wird. Legal? Ansichtssache.


    Die FIA befindet diese Regelauslegung offenbar für legal - eine Meinung, der sich nun auch McLaren-Mercedes zähneknirschend anschließt: "Wir akzeptieren die Reglementsinterpretation der FIA. Demnach sind die bisher gezeigten Lösungen legal", so Mercedes-Sportchef Norbert Haug


    Quelle: sport1.de


    Flavio Briatore hat die Konkurrenz bei den Testfahrten genau unter die Lupe genommen. Drei Boliden sind laut dem Renault-Teamchef nicht regelkonform. Namen will er nicht nennen, doch es soll sich dabei um Toyota, Williams und Brawn GP handeln. Gerüchten zufolge soll das Team von Ross Brawn, das mit Bestzeiten bei den Testfahrten für Furore sorgte, beim Design des Diffusors noch radikalere Wege beschritten haben als Williams und Toyota.


    Die beiden Teams zogen sich bereits vor Wochen mit ihrer Doppeldecker-Lösung den Groll der Konkurrenz auf sich. Ross Brawn konstruierte wie der Express berichtet, einen gebogenen Diffusor, der das Heck praktisch auf den Asphalt saugt. "Es gibt Teams, die sich strikt an das Reglement halten und Teams, die eine andere Herangehensweise haben", sieht Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali das Fahrerlager gespalten. Nun sei die FIA gefragt. "Lasst uns hoffen, dass sie schnell und eindeutig reagieren", so Domenicali.

  • FIA lenkt ein: Neues Wertungssystem erst 2010!


    Die FIA hat der Kritik der Teamvereinigung FOTA nichts entgegenzusetzen: Neues Wertungssystem auf 2010 verschoben


    (Motorsport-Total.com) - Der erste Schuss der Teamvereiningung FOTA war ein Volltreffer. Nachdem sich der FIA-Weltrat in seiner Sitzung am vergangenen Dienstag über fast alle Vorschläge der Teams hinweggesetzt hatte und schließlich ein neues Wertungssystem für die kommende Saison verabschiedete, gab es nicht nur Kritik, sondern auch eindeutige Worte aus Richtung der FOTA. Man bemängelte, dass eine solche Änderung der sportlichen Regeln so kurzfristig ohne Zustimmung der Teams gar nicht möglich sei.


    Nur wenige Augenblicke nach der Erklärung der FOTA, die deutlich auf einen Verstoss gegen gleich zwei Regeln der FIA hinwies, ruderte der Motorsport-Weltverband zurück. "Sollten die Teams aus irgendeinem Grund dem neuen System nicht zustimmen, dann wird die Umsetzung dessen auf das Jahr 2010 verschoben", heißt es in einer Presseerklärung der FIA. Klartext: Ab Melbourne wird zunächst nach dem Punktesystem der Vorjahre (10-8-6-5-4-3-2-1) gefahren.


    Allerdings: Aufgehoben ist nicht aufgeschoben. Mit keiner Silbe reagierte der Motorsport-Weltverband auf das Angebot der FOTA, gemeinsam ein passendes System zu erarbeiten, welches die Formel 1 ab 2010 attraktiver gestalten könne. Nach aktuellem Stand würde das bisher angedachte neue System, welches den Piloten mit den meisten Siegen automatisch zum Weltmeister macht, also zum nächsten Jahr umgesetzt. Immerhin hat man nun wenigstens viel Zeit, sich vielleicht doch auf einen gemeinsamen Weg zu einigen.


    Zur Erklärung der Vorgänge fügte die FIA in dem Schreiben hinzu: "Der FIA-Weltrat hat am 17. März die von der FOTA vorgeschlagene Änderung des Punktesystems einstimmig abgelehnt. Der 'Winner takes all'-Vorschlag seitens des Inhabers der kommerziellen Rechte (Bernie Ecclestone; Anm. d. Red.) wurde anschließend gebilligt." Kurioserweise merkte man an, dass Ecclestone angeblich für seinen Vorschlag der Medaillenvergabe die Zustimmung der Teams gehabt habe.


    Die von der FIA am Dienstag verabschiedete Regel zur Bestimmung des Formel-1-Weltmeisters anhand der Zahl der Saisonsiege war auf viel Kritik gestoßen. Die FOTA hatte im Regelwerk des Motorsport-Weltverbandes gleich zwei Passagen gefunden, die eine solch kurzfristige Änderung des sportlichen Reglements ohne ausdrückliche Zustimmung aller Teams untersagen. Für die Einführung zum Jahr 2010 wäre die Entscheidung nun allerdings fristgerecht - ohne Zweifel.

    Klingt interessant, isses aber nicht.

  • Diffusor-Streit: Red Bull protestiert


    Der Rennstall von Sebastian Vettel hat bei der FIA offiziell Einspruch gegen die Diffusoren von drei Konkurrenten erhoben.
    "Brawn, Toyota und Williams verwenden einen Doppeldiffusor, der fünf Zehntel pro Runde bringt. Sieben Teams - darunter auch Red Bull - sind sich einig: Das ist illegal", sagte Red-Bull-Berater Helmut Marko bei "sportnet.at".

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