CDU will Bekenntnis zur deutschen Sprache im GG

  • Zitat

    Original geschrieben von pflaumeberlin
    Kurzum: Man kann einen solchen Passus aufnehmen, es ist aber absolut und in keinster Weise notwendig.


    Dies bestreitet doch auch niemand, es ist für viele Menschen eben einfach eine symbolische Geste, ein Bekenntnis zu unserem Land, welches noch immer unter fehlendem Patriotismus laboriert!


    Man sollte daher vielleicht besser darüber diskutieren, warum dieser eigentlich eher unspektakuläre Vorschlag so viele Reaktionen auslöst!


    Man hat oftmals das Gefühl, dass sehr viele Menschen gar nicht aussprechen, was sie wirklich denken, um nicht abgestempelt zu werden. Kann man das überhaupt in diesem Land?

    Ich habe dem Teufel meine Seele verkauft und jetzt sind wir beide ein wenig aufgeregt...!

  • das schlimme ist, das das eigentlich eine selbstverständlichkeit sein sollte und auch in den kontext des gg passt, zudem ist gerade jetzt die symbolkraft mehr als angebracht - deutsch ist der schlüssel zur gesellschaft, arbeit etc, schulabsolventen, die nicht in der lage sind, vernünftig zu sprechen, geschweige denn zu schreiben, sollten doch langsam mal jeden im land aufwecken - es gibt sehr viele kinder, die können sich noch nicht einmal vernünftig verständigen im KINDERGARTEN, obwohl sie in deutschland aufgewachsen sind und die eltern hier leben..!


    das bekenntniss zur deutschen sprache ist für mich schon längst überfällig gewesen..

  • Zitat

    Original geschrieben von ingo74
    das schlimme ist, das das eigentlich eine selbstverständlichkeit sein sollte und auch in den kontext des gg passt, zudem ist gerade jetzt die symbolkraft mehr als angebracht - deutsch ist der schlüssel zur gesellschaft, arbeit etc, schulabsolventen, die nicht in der lage sind, vernünftig zu sprechen, geschweige denn zu schreiben, sollten doch langsam mal jeden im land aufwecken - es gibt sehr viele kinder, die können sich noch nicht einmal vernünftig verständigen im KINDERGARTEN, obwohl sie in deutschland aufgewachsen sind und die eltern hier leben..!


    das bekenntniss zur deutschen sprache ist für mich schon längst überfällig gewesen..


    Das kann ich nur unterschreiben.

    Wer Rechtschreibfehler nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte Rechtschreibfehler in Verkehr bringt, wird mit dem Duden nicht unter 10 Bänden bestraft!

  • Zitat

    Original geschrieben von ingo74
    es gibt sehr viele kinder, die können sich noch nicht einmal vernünftig verständigen im KINDERGARTEN, obwohl sie in deutschland aufgewachsen sind und die eltern hier leben..!


    Woher die Informationen? Gerade wenn die Kinder in einen Kindergarten gehen, sind doch die Möglichkeiten am Besten, daß sie (ordentlich) deutsch lernen, wenn dies daheim nicht möglich ist. :confused:


    Zitat


    das bekenntniss zur deutschen sprache ist für mich schon längst überfällig gewesen..


    Dann erkläre doch mal, was du/ihr unter einem "Bekenntnis zur deutschen Sprache" versteh(s)t? Sprich was siehst du dort momentan im argen liegen und was soll es bewirken/verändern?


    Zitat

    Original geschrieben von laudanum
    Dies bestreitet doch auch niemand, es ist für viele Menschen eben einfach eine symbolische Geste, ein Bekenntnis zu unserem Land, welches noch immer unter fehlendem Patriotismus laboriert!


    Warum laboriert Deutschland unter fehlendem Patriotismus?
    Und symbolische Gesten haben meiner Ansicht nach wenig im GG zu suchen.


    Zitat


    Man sollte daher vielleicht besser darüber diskutieren, warum dieser eigentlich eher unspektakuläre Vorschlag so viele Reaktionen auslöst!


    Ich würde sagen, weil der Vorschlag eben wahltaktisch motivierter Aktionismus und so widersinnig ist.


    Mit gleicher Begründung würde ich mal vorschlagen, daß unbedingt ein "Bekenntnis zum Mindestlohn" ins GG gehört- das wäre auch eine symbolische Geste für sehr viele Niedrigverdiener. Immerhin gibt es das sogar in der bayrischen Verfassung ;)


    Zitat


    Man hat oftmals das Gefühl, dass sehr viele Menschen gar nicht aussprechen, was sie wirklich denken, um nicht abgestempelt zu werden. Kann man das überhaupt in diesem Land?


    Das fürchte ich auch- allerdings ob der Dinge die sich die Leute so denken...
    Und in diesem Land kann so ziemliches alles an Meinungen vertreten (man lese nur mal die rechts- und linksradikalen Blättchen) werden. Allerdings scheint mir, daß viele die Meinungsfreiheit mit kompletter Rede- bzw. Aussagefreiheit verwechseln und zudem keinen Unterschied machen, wo etwas wie geäußert wird (es macht schließlich einen Unterschied, ob ich etwas auf einer öffentlichen politischen Veranstaltung fordere oder ob ich z.B. in einer Diskussionsveranstaltung bestimmte Positionen 'durchspiele').

  • Zitat

    Original geschrieben von kues


    Das fürchte ich auch- allerdings ob der Dinge die sich die Leute so denken...
    Und in diesem Land kann so ziemliches alles an Meinungen vertreten (man lese nur mal die rechts- und linksradikalen Blättchen) werden. Allerdings scheint mir, daß viele die Meinungsfreiheit mit kompletter Rede- bzw. Aussagefreiheit verwechseln und zudem keinen Unterschied machen, wo etwas wie geäußert wird (es macht schließlich einen Unterschied, ob ich etwas auf einer öffentlichen politischen Veranstaltung fordere oder ob ich z.B. in einer Diskussionsveranstaltung bestimmte Positionen 'durchspiele').


    Natürlich besteht die Möglichkeit, sie frei zu äußern, juristisch gesehen!
    Es besteht eher so etwas wie eine gesellschaftliche Mauer, die freie Meinungsäußerung über bestimmte Themen verhindert!
    Wenn sich jemand in diesem Lande kritisch über Migranten äußert, kommt sofort eine Art Disclaimer:" Es sind nicht alle so, ich habe selber viele ausländische Freunde, ich bin nicht rechts"
    Warum ist das so? Wenn ich beispielsweise sagen würde, wir haben in unserer Kleinstadt sehr viele Schwierigkeiten mit Jugendlichen mit Migrationshintergrund, die vor Spielotheken stehen und herumpöbeln, warum muss ich mich dann eigentlich zu beginn meiner Aussage schon rechtfertigen?
    Man verspürt immer irgendwie diesen Druck!


    Bevor jemand aufschreit, dies war ein fiktives Beispiel!


    Aber man wird heutzutage selbst beim bloßen Nennen von Fakten sofort in eine rechte Ecke gedrängt, also werden viele Dinge erst gar nicht angesprochen!

    Ich habe dem Teufel meine Seele verkauft und jetzt sind wir beide ein wenig aufgeregt...!

  • Zitat

    Original geschrieben von laudanum
    Man sollte daher vielleicht besser darüber diskutieren, warum dieser eigentlich eher unspektakuläre Vorschlag so viele Reaktionen auslöst!


    Du weisst genau so gut wie ich, daß sich die Diskussion nicht am Vorschlag an sich, sondern am Subtext entflammt!


    Darüberhinaus sollte man auch bedenken: das Grundgesetz ist nicht irgendeine Verwaltungsverordnung, die man man eben so ändert. Es bedarf plausibler Gründe, um diesen schweren Eingriff zu rechtfertigen und die sehe ich hier nach wie vor nicht.

  • Zitat

    Original geschrieben von kues
    Woher die Informationen? Gerade wenn die Kinder in einen Kindergarten gehen, sind doch die Möglichkeiten am Besten, daß sie (ordentlich) deutsch lernen, wenn dies daheim nicht möglich ist. :confused:


    in meinem studium hab ich dazu jede menge erhebungen gelesen/gesehen, aber es reicht alleine ein blick in die kindergärten oder ein gespräch mit den erziehern - oder man liest aufmerksam die zeitung, ist quasi ein "dauerbrenner"..


    der kindergarten ist NICHT für eine erlernung der deutschen sprache zuständig, die deutsche sprache ist eigentlich die grundvorraussetzung um in kindergärten, schulen etc teil zuhaben..


    falls du es nicht weißt, die wichtigsten weichen im leben werden in der zeit bis zum 5./6. lebensjahr gestellt und wer das was versäumt, hat es mehr als schwer, das je wieder aufzuholen..


    in der lerntheorie gibt es diverse zeitfenster, aber das ist ein anderes thema..



    Zitat

    Original geschrieben von kues
    Dann erkläre doch mal, was du/ihr unter einem "Bekenntnis zur deutschen Sprache" versteh(s)t? Sprich was siehst du dort momentan im argen liegen und was soll es bewirken/verändern?



    was im argen liegt..? mach die augen auf, lies allein die diskussion hier..


    was es bewirken soll..? die wichtigkeit der deutschen sprache in deutschland zu verankern - im gg stehen rechte und pflichten und zur teilnahme am staat ist die sprache pflicht..


    Zitat

    Original geschrieben von kues
    Mit gleicher Begründung würde ich mal vorschlagen, daß unbedingt ein "Bekenntnis zum Mindestlohn" ins GG gehört- das wäre auch eine symbolische Geste für sehr viele Niedrigverdiener. Immerhin gibt es das sogar in der bayrischen Verfassung ;)


    mindestlohn ist kein grundrecht und hat damit noch nicht einmal ansatzweise was zu tun, die sprache ist ein eckpfeiler eines jeden staates..!

  • Die Forderung kommt von rechts, sie ist populistisch und sie lenkt von der Rezession ab.


    Eine rechtspopulistische Nebelkerze also.


    Und als solche sollte man den Vorstoß auch abhaken.

    “The ideas of economists and political philosophers, both when they are right and when they are wrong, are more powerful than is commonly understood. Indeed the world is ruled by little else. Practical men, who believe themselves to be quite exempt from any intellectual influence, are usually the slaves of some defunct economist.” (Keynes)

  • Zitat


    Aber man wird heutzutage selbst beim bloßen Nennen von Fakten sofort in eine rechte Ecke gedrängt, also werden viele Dinge erst gar nicht angesprochen!


    Ich sehe nicht, daß man da groß "gedrängt" bzw. "bedrängt" wird- klar gibt es dann Kritik von allerlei Seiten, die bekomme ich aber auch sofort, wenn ich 'Fakten' für einen Mindestlohn vortrage. Oder denke mal an die massive Kritik die über der Ausstellung "Verbrechen der Wehrmacht" ausgeschüttet wurde.


    Zudem sehe ich oft den Umstand, daß eben nicht nur Fakten (wobei natürlich auch immernoch gestritten werden kann, was nun Fakt und was nicht ist) vorgetragen werden, sondern auch gleich dazu noch 'notwendige'/'zwingende' Schlußfolgerungen gezogen und Forderungen gestellt oder Ursachen gefunden/benannt werden.
    Oder -wie ich es hier im CDU-Deutsch-Fall sehe- werden Forderungen/Aussagen in den Raum gestellt, die so unbestimmt sind, daß sich jeder das ihm genehme (oder ungenehme) dazu denken kann.

  • Zitat

    Original geschrieben von <registered>
    Die Forderung kommt von rechts, sie ist populistisch und sie lenkt von der Rezession ab.


    Eine rechtspopulistische Nebelkerze also.


    Und als solche sollte man den Vorstoß auch abhaken.


    netter versuch ;)

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