Qualitaet von Telefonie ueber VoIP

  • Zitat

    Original geschrieben von .me
    Auch das nicht mehr lange, die KVz (das sind die grauen Dinger an den Straßenecken) werden doch heute schon langsam gegen größere (glasfaserversorgte) ausgetauscht.


    Nun ja, auch die Strecke vom Verteiler zum Kunden ist "die letzte Meile".

    "Ein Volk sollte keine Angst vor seiner Regierung haben, eine Regierung sollte Angst vor ihrem Volk haben."

  • Neben meinem eigenen Anschluß habe ich in den letzten drei Jahren ca. 30 Anschlüsse bei Freunden und Bekannten auf VoIP umgestellt (immer FritzBox mit meist Alice DSL Light in Kombination mit sipgate und poivy.com) und bislang hat sich niemand über die Sprachqualität beschwert. Vielmehr ist es so, daß bei VoIP per FritzBox grundsätzlich derselbe Codec zum Einsatz kommt, der auch für ISDN verwendet wird (G.726), sodaß es keinen Qualitätsunterschied gibt. Einbußen bei der Sprachqualität treten nur dann auf, wenn die IP-Kommunikation vom und zum VoIP-Gateway stockt. Das habe ich allerdings nur bei KabelBW und bei zwei FritzBoxen in Indien und Neuseeland beobachtet und zwar sehr selten oder bei Torrent-Downloads, die die CPU der FritzBox überfordern. Bei inländischen Breitbandanschlüssen hat man defacto keine Qualitätseinbußen.
    Man darf das SIP-konforme VoIP per FritzBox aber nicht mit dem proprietären VoIP von Alice oder O2 vergleichen - diese Anbieter setzen nämlich eigene, offensichtlich unausgereifte VoIP-Standards ein, die tatsächlich häufig Probleme bereiten. Wieso sie nicht einfach auf die ausgereifte und absolute zuverlässige FritzBox samt SIP-Standard setzen, ist mir unerklärlich.
    Im übrigen werden heutzutage die allermeisten Gespräche per VoIP abgewickelt, ohne daß man es merkt. Die großen Carrier einschließlich Telekom setzen auf ihren Backbones schon längst VoIP ein, sodaß selbst ein Telefonat zwischen zwei analogen Telefonanschlüssen oder auch ISDN-Anschlüssen auf dem größten Teil der Strecke per VoIP übertragen wird.

    terminals: Nokia E71, N95-1, 1200, 6150 in Auto-FSE, Motorola F3, Benq Siemens S68, Sierra Wireless MC8775 (in Asus V2Je), Huawei EM770 (in Eee PC 901 GO), Huawei K3715, Huawei E169
    postpaid: O2 IP100 + IPM (3 MCs), O2 active data + IPL, T-Mobile Relax 50
    prepaid: DE: solomo pro, congstar, simyo, Vodafone, O2 Loop, Tchibo; UK: T-Mobile, Vodafone; BG: MTel, Globul, vivatel, Petrol Mobile; INT'L: United Mobile +423 mit Datenoption, United Mobile +44, SIM4Travel

  • Also wir benutzen in der Firma VoIP über QSC und ich zu Hause VoIP über Sipgate - beides in sehr guter Qualität - nur in 0.01% der Fälle wenn das Internet mal wieder lahmt (wie hier zu Hause gerade am Abend in letzter Zeit öfters) gibt ein paar Gesprächshäckseleien.

    -> Tristan @ Work <-
    --

  • ISDN verwendet den Codec G.711. G.726 erreicht eine schlechtere Sprachqualität, besser wäre G.722, er braucht auch nur 64 kBit/s codiert aber eine Bandbreite von 7 kHz und ermöglicht dadurch die deutlich bessere Qualität. Siemens nennt das z.B. dann HDSP.


    Einen großen Vorteil haben die NGN-Lösungen der Netzbetreiber allerdings schon: Es lässt sich QoS von Anfang bis zum Ende betreiben. So leicht haben es Endkunden mit eigenem SIP-Anbieter nicht. Selbst wenn der eigene Router Priorisierungen unterstützt, garantiert niemand, dass beim Provider die VoIP-Datenpakte auch bevorzugt behandelt werden.

    Viele Grüße
    Martin

  • Zitat

    Original geschrieben von Timeslot
    Man darf das SIP-konforme VoIP per FritzBox aber nicht mit dem proprietären VoIP von Alice oder O2 vergleichen - diese Anbieter setzen nämlich eigene, offensichtlich unausgereifte VoIP-Standards ein, die tatsächlich häufig Probleme bereiten. Wieso sie nicht einfach auf die ausgereifte und absolute zuverlässige FritzBox samt SIP-Standard setzen, ist mir unerklärlich.


    hmm, also ich kenne das System von Arcor, Modem in Dose, Telefon rein und Nummer eingeben - > funktioniert


    Und noch nie hat mich jemand nach Rat gefragt dem ich das eingerichtet hab, im Gegensatz zu den verdammten Fritzboxen bei 1&1. Ständig fragt mich da einer und ständig ist eine kaputt ;)

  • Das funktioniert vielleicht bei dir so, bei Anderen gibt es häufig genug Probleme mit den mitgelieferten Routern. Kann nur ein Lied von Freenet mit diesem Samsung Router singen - das funktionierte zu 80% gar nicht ;)

    -> Tristan @ Work <-
    --

  • Zitat

    Original geschrieben von Martin Reicher
    ISDN verwendet den Codec G.711. G.726 erreicht eine schlechtere Sprachqualität, besser wäre G.722, er braucht auch nur 64 kBit/s codiert aber eine Bandbreite von 7 kHz und ermöglicht dadurch die deutlich bessere Qualität. Siemens nennt das z.B. dann HDSP.

    Sorry, habe ich verwechselt. Die FritzBox verwendet primär G.711 und nicht G.726, also jedenfalls denselben Codec wie ISDN.


    Zitat

    Einen großen Vorteil haben die NGN-Lösungen der Netzbetreiber allerdings schon: Es lässt sich QoS von Anfang bis zum Ende betreiben. So leicht haben es Endkunden mit eigenem SIP-Anbieter nicht. Selbst wenn der eigene Router Priorisierungen unterstützt, garantiert niemand, dass beim Provider die VoIP-Datenpakte auch bevorzugt behandelt werden.

    QoS läßt sich ebenso per SIP realisieren, wie 1&1 mit der 2. PVC-Verbindung zeigt. Übrigens laufen auch Fremdanbieter problemlos über die 2. PVC. Mit Alice geht das natürlich nicht, ist aber auch völlig unnötig, dan man für die paar KBit/s heutzutage keine Priorisierung benötigt.

    terminals: Nokia E71, N95-1, 1200, 6150 in Auto-FSE, Motorola F3, Benq Siemens S68, Sierra Wireless MC8775 (in Asus V2Je), Huawei EM770 (in Eee PC 901 GO), Huawei K3715, Huawei E169
    postpaid: O2 IP100 + IPM (3 MCs), O2 active data + IPL, T-Mobile Relax 50
    prepaid: DE: solomo pro, congstar, simyo, Vodafone, O2 Loop, Tchibo; UK: T-Mobile, Vodafone; BG: MTel, Globul, vivatel, Petrol Mobile; INT'L: United Mobile +423 mit Datenoption, United Mobile +44, SIM4Travel

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