Moin.
Da ich finde, das mein Thema ein bisschen größer ist, als es nur im "Kleinkram" zu posten, eröffne ich dafür mal einen eigenen Beitrag. Falls unerwünscht, dann bitte an den bestehenden Thread dranhängen...
BTW: Etwas umständlicher Titel, aber ich wußte nicht, wie ich das umfangreiche Thema kürzer fassen sollte.
Folgende Situation:
Anfang des Jahres habe ich (befristet) für fünf Monate für eine kleine Firma mit wenigen Mitarbeitern gearbeitet. Den letzten Lohn (~ 1200 €) blieb man mir (wie meiner Kollegin) schuldig - ohne Angabe von Gründen.
Also habe ich dann das ganze an einen Anwalt abgegeben.
Lange Zeit ist nichts passiert (die Firma war nicht zu erreichen, der Chef hat sich verleugnen lassen, etc.), bis ich letzte Woche (!) einen Brief von einem Insolvenzverwalter bekam, der mich aufforderte, die entsprechenden Unterlagen bzgl. meiner Forderung ggü. der Firma an ihn zu übermitteln.
Ich bin zwar der Meinung, das er das ja eigentlich selbst wissen sollte, schließlich hat er mich ja angeschrieben - sprich, weiß also, das mir die Firma noch Geld schuldet, aber ich will mich da nicht (noch weiter) streiten.
In der ersten Januarwoche sollen meine Unterlagen bei ihm sein.
Da es bekanntermaßen bei einem Insolvenzverfahren sehr lange Dauern kann, bis die Gläubiger einen Cent sehen, geisterte mir die Frage im Kopf herum, ob es sich (für mich) nicht lohnen würde, meine Forderung an Dritte zu "verkaufen".
Denn ich habe mal gehört (Vorsicht: Halbwissen), das es - ähnlich wie bei Banken, die Kredite an Dritte veräußern - Firmen gibt, die u.a. Titel, Schulden, etc. von Gläubigern abkauft und dann ihrerseits mit mehr "Druck" die Schulden eintreiben, als es eine Privatperson könnte (ggf. passt das Schlagwort "Moskauinkasso"?)
Somit hätte ich mein Geld schneller und müsste mich nicht mehr damit rumärgern.
Was meint ihr dazu?
Gibt es Erfahrungen dazu, bzw. kennt sich jemand mit der Thematik aus?