Stromleitung in der Wand Kurzschluss - Herd defekt

  • Hast ja Recht!! Mein Onkel ist Elektriker der sagte seit ca.1970 wird 2.5mm benutzt! Seit 1980 soll es immer benutzt werden....


    Vermieter konnte ich überzeuge das es überall so ist. Der Elektriker prüfte dies und in jeder Wohnung sind nur 1.5mm verlegt. Hier besteht Brandgefahr!!! So der Elektriker!


    Der Vermieter zahlt nun 750 Euro! gekostet hat es 950 Euro. Dafür bekomme ich was anständiges! Hoffe er zahlt wirklich, ich kann mich da nicht mehr drum kümmern! Meine Freundin kann mal leider gut übern Tisch ziehen.


    Ganz Ehrlich! Noch so ein Tag und mein Herz macht es nicht mehr mit! War schon vor 3 Wochen beim Notarzt wegen Brustschmerzen und das mit 27.


    Ich muss hier raus! Ich freue mich bald auf meine Arbeit anderes Land andere Kultur und viel Freude........


    Edit: Also bevor ich was falsches Sage. Der Elektriker vom Fach sagte. 1.5mm nur für normal Strom. 2.5mm für Herd. Naja, ich bin leie. Keine Ahnung davon!


    Vielleicht sind hier ja elektriker?

  • Mal nen paar Fakten am Rande:


    1. Auch wenn die Leitung 1,5 statt 2,5mm² Querschnitt hat, brennt die nicht gleich ab. Da sind soviele Reservern mit einkalkuliert, dass das höchst unwahrscheinlich ist, dass bei normaler Benutzung des Herdes in haushaltsüblichen Einschaltdauern und Umgebungstemperaturen was passiert. Das steht zwar nicht in der VDE, ist aber so.


    2. Eine Leitung in der Wand bricht nicht einfach so. Da muss was gewackelt worden sein.


    3. Selbst wenn es eine Stelle mit vermindertem Querschnitt gegeben hat, die sich dann erhitzt hat und damit zum Versagen der Isolation und somit durch den entstehenden Kurzschluß die Sicherung hat fliegen lassen, passiert dem Herd dadurch recht wenig. Ein Kurzschluß in der Zuleitung ist für den Herd erstmal so, als wäre die Spannung weggefallen (der Strom fliesst ja auch viel lieber durch den "Kurzen" als durch die Heizwicklungen. Von daher halte ich einen defekt des Herdes für relativ unwahrscheinlich


    4. Ein Bypass durch einen Kabelkanal ist sicher nicht die 1A-Lösung, aber zulässig. Das beschädigte Kabel in der Wand wird abgeklemmt und stromlos. Die neue Leitung wird dann durch den Kabelkanal geführt. Der fällt hinter dem Herd eh nicht auf und baut sehr klein (ca 15x15mm für den Zweck).

  • Hallo Danke mal für deine Erklärung!


    Möchte aber dazu etwas sagen:


    zu 1: Bei uns fing diese hinter der Wand an zu brennen. Die Wand ist an dieser Stelle schwarz. Der Grund liegt daran, dass der Herd nur mit 230 V statt 400 V betrieben wurde, weil eine Phase in der Leitung fehlte. So die Erklärung! Der Herd wurde dazu vom Elektriker auch umgejumpert!


    zu 2: Was meinst Du damit?


    zu 3: Sagte der Elektriker auch, nur der Herd lief ohne schwierigkeiten! Und der ist nicht alt. Soweit ich weiss gibt es spitzen die auch den Herd schädigen können bei einem Kurzschluss


    zu 4: mit dem Kabelkanal bin ich auch zufrieden, der wird über die Türe geführt, und damit ist gut. Spart mir arbeiten, bzw. viel Stress! Das ist in Ordnung! Darüber habe ich mich auch nicht beschwert ;-) Besser als renovieren. Man sieht zwar 3 Meter davon aber das ist okay!!!


    Danke für deinen Beitrag!


    Edit: So nun nochmal gefragt. Da im gesamten Haus nur 230 Volt für Herd verfügbar ist mit 17 Ampere Sicherung, sei 1.5 mm Kabel klar zu wenig. Wenn mehr als 2 Platten angemacht werden, soll es zu einer Überhitzung des Stromkabels führen und kann brennen. *kopschüttel*


    Wir sind jetzt die ersten die 400 V haben und morgen haben es alle!

  • Zitat

    Original geschrieben von Handyfreak22
    Hallo Danke mal für deine Erklärung!


    Möchte aber dazu etwas sagen:


    zu 1: Bei uns fing diese hinter der Wand an zu brennen. Die Wand ist an dieser Stelle schwarz. Der Grund liegt daran, dass der Herd nur mit 230 V statt 400 V betrieben wurde, weil eine Phase in der Leitung fehlte. So die Erklärung! Der Herd wurde dazu vom Elektriker auch umgejumpert!


    Dieses "umjumpern" ist ein normaler Vorgang und nicht problematisch. Es steigt dadurch nur die Strombelastung an, was natürlich auch ein Verkokeln begünstigt.
    Evtl. reichen bei dieser Konfiguration auch keine 2,5mm² mehr aus, sondern man braucht 4mm². Dann wären 1,5 natürlich wirklich knapp. Wenn Du eine Chance hast, das Typenschild des Herdes zu lesen, mach mal nen Foto oder schreib die Leistungsdaten ab. Dann kann ich mehr dazu sagen.
    Zu der verkokelten Stelle: Das wird 100% die Lüsterklemme oder ähnliche Verbindungen sein, die nicht richtig festgezogen wurden und sich dadurch erwärmt haben. Das wäre mit jedem Kabelquerschnitt passiert. Ich könnte mir vorstellen, dass der Bereich um die Klemmen herum schwarz ist, und die Klemmen selber auch.

    Zitat


    zu 2: Was meinst Du damit?


    In der Wand werden starre Leitungen verlegt, die nach mehren dutzend Malen hin- und herbiegen dünner werden und dann brechen. Aber der Fall scheint eh nicht so zu liegen, da du von einer schwarzen Stelle hinter dem Herd schreibst.


    Zitat


    zu 3: Sagte der Elektriker auch, nur der Herd lief ohne schwierigkeiten! Und der ist nicht alt. Soweit ich weiss gibt es spitzen die auch den Herd schädigen können bei einem Kurzschluss


    Passieren können immer die seltsamsten Dinge, das kann ich natürlich nicht ausschliessen. Vielleicht ist nur eine Kleinigkeit am Herd defekt. Mal von einem Fachmann überprüfen lassen. Das wird die Versicherung eh veranlassen, falls der Herd teurer ist als der Fachmann.


    Zitat


    zu 4: mit dem Kabelkanal bin ich auch zufrieden, der wird über die Türe geführt, und damit ist gut. Spart mir arbeiten, bzw. viel Stress! Das ist in Ordnung! Darüber habe ich mich auch nicht beschwert ;-) Besser als renovieren. Man sieht zwar 3 Meter davon aber das ist okay!!!


    Ah okay, dann hab ichs missverstanden.


    Zitat


    Edit: So nun nochmal gefragt. Da im gesamten Haus nur 230 Volt für Herd verfügbar ist mit 17 Ampere Sicherung, sei 1.5 mm Kabel klar zu wenig. Wenn mehr als 2 Platten angemacht werden, soll es zu einer Überhitzung des Stromkabels führen und kann brennen. *kopschüttel*


    Ne, das ist ja gerade die Aufgabe einer Sicherung, dass sie vor dem Brandfall auslöst. Und das würde passieren. Du meinst 16A, nicht 17. Und 16A passt bei nicht allzu langer Leitung sehr gut zur Belastbarkeit von 1,5mm². Ich vermute eher, dass jemand einen 20A oder 25A-Leitungsschutzschalter ("Sicherung") eingebaut hat, um überhaupt den Herd sinnvoll zu betreiben. Prüfe das!


    Zitat


    Wir sind jetzt die ersten die 400 V haben und morgen haben es alle!


    Ah, aufgrund dieser Sache?

  • Also am Herd ist nichts schwarz, das ist das erste ;-)
    Dann ist der Herd von indesit! SAgt Dir das was?
    Ne hinterm Herd ist nichts schwarz und das Herdkabel auch nicht. Sondern ca. 4 Meter weiter ist das Stromkabel oben an der Türe geborchen und schwarz an dieser Stelle. Ähm, jetzt ist sie wieder weiss *lach*


    Jetzt ist auf jeden Fall eine Höhere Sicherung mit richtigem Kabel und alle Platten sind belstbar!


    Jawohl auf Grund meines Vorfalls, bekommt jetzt jeder 400V Leitungen und neues Kabel!


    Kannst Du mir das mal erklären, ist es wirklich so, das 230V nicht aussreichend sind, oder reicht das vollkommend für alle Platten etc.


    Ich verstehe nicht, wie so etwas passieren kann, jeder sagt was anderes!


    liegt an 230V liegt am Kabel. etc.


    Danke

  • Du kannst einen Herd an drei Phasen anschliessen, die üblicherweise als Drehstrom oder 400 Volt-Strom bezeichnet werden. Diese drei Phasen sind, vereinfacht gesagt, drei Leitungen, aus denen Du dreimal Strom beziehen kannst. Ein Herd würde dann seine drei oder vier Platten auf die Phasen aufteilen, ebenso den Backofen. Somit verteilt sich die Belastung. Für die Fachleute: Herde sind in Sternschaltung angeschlossen, somit wird auch nur 230V pro Phase gegen Neutralleiter benutzt. Die 400V werden aus Gründen der "umjumperbarkeit" bei Konsumerherden nicht benutzt.


    Hat man nur 230V, auch als Lichtstrom oder Wechselstrom bezeichnet, dann muss eine Phase die ganze Arbeit tun, also den Strom transportieren. Das ist erstmal kein Problem, setzt aber dickere Leitungen voraus. Nachdem die dickeren Leitungen gelegt sind, darf man einen passenden Leitungsschutzschalter einbauen, der dann bei einer höheren Belastung erst auslöst.
    Für die Fachleute: Die Phasenstränge der Sternschaltung werden verbunden, und somit ergibt sich eine Beschaltung, bei der der Sternpunkt der Neutralleiter bleibt, aber die verbundenen Phasenstränge an einer einzigen Phase hängen.


    [Edit: Begrifflichkeiten korrigiert.]

  • Zitat

    Original geschrieben von ChickenHawk
    Es muss ja nicht zwingend sein, dass ein Elektriker einer "falsche" Leitung verlegt hat. Über die Jahre haben sich dort die Anforderungen eben verändert. Kann ja sein, dass das Haus aus den 50ern ist, damals war eine 1,5 mm Leitung eben völlig ausreichend (bzw. man hat das genommen was zu bekommen war). In diesem Fall bezweifele ich, dass man sich noch an den ausführenden Handwerker wenden kann.


    Das ist natürlich nun großer Unsinn. ;)


    Es wurde ja hier, wenn ich den TE richtig verstanden habe, ein NEUES Kabel gelegt. Wenn ich einen Elektriker kommen lasse, der einen NEUEN Herd anschließen soll, dann hängt das hierbei zu verwendende Kabel natürlich NICHT davon ab, wie alt das Haus ist, sondern welche elektrischen Anschlusswerte der Herd hat und welcher Kabelquerschnitt demzufolge zu verwenden ist. Dies geht ja auch aus der Installationsanweisung des Herdes hervor. Und wenn die Anschlusswerte bzw. die Installationsanleitung eben ein 2.5qmm-Kabel vorschreiben, dann ist ein 2.5qmm-Kabel zu verwenden.


    edit: Sehe gerade, dass offenbar vor dem Brand (also beim Anschluss des Herdes) kein neues Kabel gelegt wurde. OK, Verständnisproblem. Das ändert allerdings nichts daran, dass wenn ich schon einen Elektriker einen Herd anschließen lasse, dieser dann auch wissen muss, wie der Herd richtig angeschlossen wird bzw. ob der Anschluss an die vorhandenen Leitungen überhaupt möglich ist. Und sollte das vorhandene alte Kabel für den neuen Herd zu unterdimensioniert gewesen sein, was ja die Aussage des zweiten Elektrikers ist, dann haftet trotzdem wie gesagt der erste Elektriker, auch wenn der kein neues Kabel gelegt hat.


    M.W. dürfen Herde ja tatsächlich wirklich nur von Elektrikern angeschlossen werden. Das kann man sinnvoll finden oder nicht; Fakt ist aber zumindest, dass die Leute dann natürlich auch dafür geradestehen müssen, wenn sie Mist bauen.


    OB er tatsächlich Mist gebaut hat, kann man natürlich aus der Ferne nicht sagen.

    Ist das eine von den Kirchen, wo man so kleine Cracker kriegt? Ich habe Hunger!

  • In meinen Augen hätte der Elektriker gar nicht den Herd anschließen dürfen, wenn das KAbel dafür nicht geeignet war. Demzufolge ist in meinen Augen auch der Elektriker schuld, der den Herd Angeschlossen hat.
    Und eine 16 A sicherung war oder ist unter bestimmten umständen zulässig für 1,5mm2 Kabel. Und deswegen brennt nicht gleich ein Kabel ab.
    Und welcher Elektriker einen Herd an 3*1,5mm2 Kabel anschließt, dem sollte der Gesellenbrief abgenommen werden.

  • Zitat

    Original geschrieben von neumann
    Und welcher Elektriker einen Herd an 3*1,5mm2 Kabel anschließt...


    Soll er doch, wenn er einen Leitungsschutzschalter B13 installiert :D
    Macht er aber nicht, weil wer kocht schon gerne nur auf einer Platte..


    Ich hab nichts gegen kleine Querschnitte, wenn die Absicherung schlapp genug ist. Siehe auch den Eurostecker-auf-Schukokupplung-Thread.

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