Ich finde sehr interessant wie einfach und schnell viele bereit sind, einem Politiker wegen einer einzelnen für sinnvoll gehaltenen Einstellung ihr Vertrauen auszusprechen.
Seid ihr alle Kumpels vom Karl-Theodor, Schul- und Studienfreunde, Saufkumpane oder so?
Der Mann ist vor seiner Ernennung zum Minister völlig unbekannt gewesen und hat jetzt ein einziges Mal etwas Bemerkenswertes gemacht, nämlich von einer politischen Mainstream-Meinung abzuweichen. Ich stimme seiner Meinung in diesem Fall auch zu, das ist mir aber viel zu dünn um gleich Lobeshymnen auf ihn anzustimmen.
Es gibt genauso Schwachpunkte, in denen der Mann Dinge gesagt oder getan hat, die ich überhaupt nicht gut finde. Die weiter oben geposteten Links belegen ja sehr deutlich, dass es mit seiner Wirtschaftskompetenz so weit nicht her sein kann - von wegen Familienunternehmen usw.
Nicht, dass es schlimm wäre als Minister ein Ressort zu übernehmen, in dem man bisher kein Fachmann ist - das kommt oft vor. Aber es so darzustellen als hätte man schon viele Meriten verdient - naja...
Mit seiner Einstellung zur Bundeswehr in Afghanistan kann ich auch nichts anfangen - und bin nicht der Einzige. Die allermeisten Bürger lehnen dieses Engagement ab weil nicht nachvollziehbar ist, wie unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung dort verteidigt wird. Karl-Theodor ist allerdings ein großer Befürworter des Bundeswehreinsatzes.
Selbst wenn man seine Meinungen in allen Beispielen bisher teilt: reicht das, um Lobeshymnen auf ihn loszutreten?
BTW, bemerkenswert wie hier immer wieder vom Thema abgewichen wird. Geht's hier noch um Guttenberg, oder nur noch um Opel?