Verzögerung von Handy zu Handy beim Telefonieren

  • Hallo Leute,


    Ich habe schon überall versucht mich über dieses Problem zu Informieren, aber ich habe noch keine Lösung gefunden und ich hoffe das ihr mir hier helfen könnt.


    Ausgangslage:


    Handy: Sorry Ericsson Model W800er Serie
    Telefonanbieter: beide Gesprächspartner - Vodafone


    Folgendes Problem:
    Wenn ich meinen Gesprächspartner innerhalb Deutschland auf sein Handy anrufe und mit Ihm rede, dann habe ich ja beim Gespräch eine leichte Verzögerung.
    Ich spreche hier von einer Verzögerung von vielleicht etwas mehr als einer Halben Sekunde.
    Kann ich diese Verzögerung in irgendeiner Weise oder mit irgendeinem Gerät minimieren, so dass ich mit meinem Gesprächspartner in Echtzeit (wie wenn man sich gegenüber steht und redet) telefoniere ???


    Im Inland ist diese Verzögerung nur sehr leicht, aber wenn der eine Gesprächspartner im Ausland ist dann ist ja dieser Delay noch mehr Vorhanden.


    Kann mir da einer in irgendeiner Weise helfen ???


    Auf viele Antworten würde ich mich freuen :)


    Gruß
    Mobiler-CT

  • denke das ist normal.


    Ist eben Digital. Die Sprache muß ja erst in digitale Daten umgewandelt werden, danach im Netz noch ein paar mal gewandelt, übertragen und am Schluß wieder in ein analoges Signal umgewandelt werden. Wenns im gleichen Netz bleibt wird die gleiche Technik benutzt, aber wenn es ins Ausland geht kann es ja noch sein dass es noch mal gewandelt wird, dann evtl noch über VoIP-Leitungen geht etc...


    Das geht nicht komplett in Echtzeit und das sorgt für die kurze Verzögerung. Aber wenn man nicht direkt nebeneinander steht merkt man das ganze eh nicht.

  • Danke für deine Antwort.


    Genau das Problem wie du es beschrieben hast meine ich.


    Ich habe aber einen kennengelernt der genau diese kurze Verzögerung von vllt. 500-700 millisekunden nochmal leicht verkürzen kann. Nur er wollte mir das nicht verraten weil er mit Aktien handelt und möglichst kein Delay haben darf


    Das man die Verzögerung nicht ganz wegmachen kann ist klar. Aber es muss ja anscheinend eine Möglichkeit geben um paar Millisekunden einzusparen !!!
    Nur wie ???

  • Es eine Frage der Qualität der angebotenen Leistung!


    In den 90er Jahren gab es gewisse Kontroversen zwischen den Vertretern verschiedener digitaler Übertragungstechniken (u.a. ATM), wobei genau diese Verzögerungen das Thema waren.


    Die Verzögerung beeinträchtigt nämlich bereits ab dem niedrigen dreistelligen Millisekundenbereich die unbewusst wahrgenommene Verständigungsqualität und je näher sie an eine Sekunde kommt umso eher unterstellt man zum Beispiel dem Gesprächspartner "nicht auf Draht", oder "langsam von Begriff" zu sein.


    Besonders ärgerlich ist, dass sich all diese Verzögerungen kumulieren, und im Gegensatz zu den 70er Jahren, wo noch eine überschaubare Anzahl von Akteuren eine einheitliche Netzplanung mit definierten Güteparametern betrieben hat, der Konsument heute mit seinen berechtigten Ansprüchen keinen richtigen Ansprechpartner hat und die Tk-Unternehmen ausschliesslich die in diesem Sinne sehr schlechte digitale Vermittlungstechnik anbieten.


    Verzögerungsfreie Echtzeitübertragung lässt sich prinzipbedingt am besten mit hochentwickelter Analogtechnik bereitstellen. Wie die Lemminge hat die Tk-Branche sich aufs Digitale verlegt, mit einer Reihe weiterer negativer Randerscheinungen (z.B. für die Privatsphäre.)


    Meines Erachtens kostet das Umwandeln mit hoch komprimierenden Codecs in den Endgeräten die meiste Zeit (und auch Energie und somit CO2-Emissionen) und damit Verzögerung. Umsetz- und Umschaltverzögerungen im Netz danach SOLLTEn eigentlich kaum eine Rolle spielen, tun es aber wohl dennoch, weil die Unsitte Sprachdaten nicht über dezidierte Leitungswege sondern zusammengepanscht auf IP-Netzen (wie VoIP, obwohl für leitungsbasierte Verbindungen kassiert wird) zu befördern um sich greift und für das Paketieren / Depaketieren der Datenpakete ja logischerweise immer gewartet werden muss bis die zb. 1536 Bytes eines einzelnen Sprachdatenpakets komplett eingetroffen sind.


    Bei Auslandsgesprächen kommt die Verzögerung auf Satellitenstrecken dazu.


    Momentan würde ich wenn niedrige Verzögerungen qualitätsrelevant sind folgendes empfehlen:
    - das Festnetz zu benutzen, und hier
    - durch CbC-Vorwahlen versuchen "bessere" Anbieter fallweise auszuwählen (solche mit niedrigster Verzerrung und Verzögerung);
    - weil im Festnetz im Idealfall kein Codec verwendet wird


    - falls doch mobil telefoniert werden soll: kein zu neues Handy und nicht unbedingt UMTS, weil hier auch sehr stark "packende" Codecs zum Einsatz kommen.

    Dodge - Aus Freude am Tanken

  • Wow Danke Carponaut_Stefan :top:


    Das hat mir schon echt ein Stück weitergebracht, nun habe ich aber eine Frage zu den CbC-Vorwahlen !
    Gibt es eine CBC-Vorwahlen Liste wo man eine Auflistung hat,
    welche Anbieter es gibt und mit welchem Anbieter es die niedrigste Verzerrung und Verzögerung gibt ???


    Hast du da irgendwas in diese Richtung ?


    Danke


    Gruß
    Mobiler-CT

  • Da muss ich leider passen! ;)


    Die Auswahl ist rein subjektiv-intuitiv zumal ich auch kein Meßgerät habe, um wasserdichte Aussagen hier zu kommunizieren. Da die Anbieter derzeit sich nicht in die Karten sehen lassen, wäre es auch vermessen, hier eine Gut-Schlecht-Liste zu schreiben.


    So gesehen ist jeder für seine eigene subjektive, auf Erfahrung basierende Auswahl zuständig, obwohl es anders besser wäre.
    Aber es verdient auf jeden Fall Unterstützung, das Thema wahrzunehmen. Dein Bekannter scheint eine Möglichkeit zu kennen - allerdings fürchte ich, dass alles was nicht wenigstens eine Halbierung der Verzögerung bewirkt, kaum wahrgenommen wird.

    Dodge - Aus Freude am Tanken

  • Was meinste denn was schneller ist:
    Wenn man von Handy auf Festnetz anruft oder von Festnetz auf Handy ?
    Wobei wenn ich dann vom Festnetz auf Handy anrufe, muss ich dann ja einen vernünftigen und schnellen CbC Anbieter finden. Was ohne Messung fast unmöglich ist.


    Nochmal zurück zu den Typen den ich kennengelernt habe. Der meinte zu mir. Es schaffen viele so 300 - 500 ms schneller zu telefonieren, aber er schafft es so zu verkürzen, dass er fast EINE SEKUNDE schneller ist. Nur das verstehe ich echt nicht.


    Wie man fast 1 Sekunde nochmal rausholen will, bei diesen Gesprächen ??!

  • Ich behaupte mal, dass dich der "Broker" veraeppelt. Bei einem solche telefonischen Geschaeft dauert Verstaendnis, Verarbeitung und Eingabe entsprechender Kommandos deutlich laenger, als die paar ms Verzoegerung.


    Wenn die Gesamtverzoegerung im Bereich von 300-500 ms liegt, kann man keine Sekunde rausholen. Und die Grenzen der Physik werden auch an der Boerse nicht gebrochen.

  • Das entscheidende bei den CbC-Anbietern dürfte sein, ob sie bei der Übertragung des Gesprächs streckenweise VoIP nutzen. Ist das der Fall, entstehen fast unweigerlich hörbare Verzögerungen.

  • Zitat

    Original geschrieben von Carponaut_Stefan
    Verzögerungsfreie Echtzeitübertragung lässt sich prinzipbedingt am besten mit hochentwickelter Analogtechnik bereitstellen. Wie die Lemminge hat die Tk-Branche sich aufs Digitale verlegt, mit einer Reihe weiterer negativer Randerscheinungen (z.B. für die Privatsphäre.)


    Meines Erachtens kostet das Umwandeln mit hoch komprimierenden Codecs in den Endgeräten die meiste Zeit (und auch Energie und somit CO2-Emissionen) und damit Verzögerung. Umsetz- und Umschaltverzögerungen im Netz danach SOLLTEn eigentlich kaum eine Rolle spielen, tun es aber wohl dennoch, weil die Unsitte Sprachdaten nicht über dezidierte Leitungswege sondern zusammengepanscht auf IP-Netzen (wie VoIP, obwohl für leitungsbasierte Verbindungen kassiert wird) zu befördern um sich greift und für das Paketieren / Depaketieren der Datenpakete ja logischerweise immer gewartet werden muss bis die zb. 1536 Bytes eines einzelnen Sprachdatenpakets komplett eingetroffen sind.


    ich denke mit Analogtechnik könnte man die Nutzung die man heute hat nicht mehr erreichen, bzw. nur zu einem wesentlich höherem Preis und Unmengen an Kupferkabeln.


    Und die Privatsphäre wäre analog sogar wesentlich schlimmer, da könnte man viel billiger mithören. Ich denke da gerade an C-Tel, das könnte man heute mit 40€-Zubehör abhören.


    Klar, Digitalisieren hat auch kleinere Nachteile, wie z.B. die Verzögerung durch des Encoden, aber die Vorteile überwiegen, denke so viel Kupfer ist gar nicht auf dem Markt um z.B. eine Verbindung USA-Europa für alle Gespräche zu garantieren, ausserdem bräuchte man dann zwischen drinn Verstärker die man mit Strom versorgen müßte etc., da ist so ein Glasfaserkäbelchen mit VoIP schon etwas schönes ;)

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