E-Plus führt Nichtnutzungsgebühr für Prepaidkarten ein

  • 7 Seiten Diskussion wegen eines 1 €-Mindestverzehrs. Das geht nur bei TT :eek:


    Ich finde es begrüßenswert, wenn endlich mal die Großen anfangen an ihre SIM-Leichen zu gehen, um die Bilanzen auszukehren. Ggf. will man damit dann auch Leute (wie mich) davon abhalten, bei diversen Kostenlosaktionen SIMs im Rudel zu erwerben um diese dann genüsslich abzutelefonieren. Zumindest ist beispielsweise für die 4-Jahres-Aktion von Simyo ein Zeitfenster von 3 Monaten für mich unerreichbar. Meine Tochter SMSt noch immer an den ersten 15 SIMs und es warten nochmal mindestens genau so viele.


    Ggf. kommt es ganz langsam NB-seitig zu einem Erkenntnisgewinn dahingehend, dass nicht jede Karteileiche durchgeschleppt werden muss, da man damit letztlich (wenn auch marginalen) Verwaltungsaufwand erzeugt und im Gegenzug nichts bzw. fast nichts rüberkommt.


    Callmobile hat den Mindestverzehr auch eingeführt und hat seither sicher relativ saubere Kundenbilanzen, da die Schublade einfach nicht lohnt...

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  • Zitat

    Original geschrieben von HoldaT
    7 Seiten Diskussion wegen eines 1 €-Mindestverzehrs. Das geht nur bei TT

    Soviel ist es ja nicht mal. 1 Einheit alle 2 Monate genuegt.


    Aus dem gleichen Grund kann ich der ganzen Diskussion relativ wenig abgewinnen und finde sie ziemlich ueberzogen. Wer moechte kann ja gedanklich die Zeit zurueckdrehen, wieder eine Zwangsaufladung alle 3 Monate und Minutenpreise jenseits der 50 Cent akzeptieren. War das besser?


    Letztendlich ist die Rechung ganz einfach: Nur Karten besitzen die man auch nutzt, sorgt u.a. fuer mehr Stauraum in Schubladen und Marmeladenglaesern.


    Der Threadtitel ist uebrigends irrefuehrend, man fuehrt doch eine Nichtnutzungsgebuehr ein, keinen Mindestumsatz.

  • Zitat

    Original geschrieben von harlekyn
    Der Threadtitel ist uebrigends irrefuehrend, man fuehrt doch eine Nichtnutzungsgebuehr ein, keinen Mindestumsatz.


    Sag das mal E-Plus, denn in der erhaltenen SMS steht eindeutig Mindestumsatz.

  • Hab ich doch gelesen - aber wir wissen es doch inzwischen besser. E-Plus/simyo spricht ja auch gerne mal von Flatrates, wo es keine sind. Das sollte uns nicht davon abhalten, die richtigen Begriffe zu verwenden.


    Einen Mindestumsatz kann ich abtelefonieren, und er faellt an egal ob ich telefoniere oder nicht. Hier wird die Pauschale nur erhoben, wenn man die Karte nicht aktiv nutzt. Dass das zwei unterschiedliche Dinge sind liegt doch auf der Hand.

  • Und hier nochmal eine wegweisende Entscheidung des Bundesgerichtshofs zum "Nichtausführungsentgelt " , das als rechtlich unwirksam beurteilt wurde.


    Meine bescheidene Meinung (und die des BGH in obigem Beispiel :D ): für das Nicht-Erbringen von Leistungen darf auch keine Gegenleistung verlangt werden.


    Eigentlich ganz einfach! Ceci facile! :cool:

    Dodge - Aus Freude am Tanken

  • Man erbringt doch eine Leistung: Man stellt eine funktionsfaehige SIM-Karte incl. passendem Mobilfunknetz bereit.


    IMHO sind die beiden Sachverhalte nicht vergleichbar (fuer die Klickfaulen: In dem Urteil geht es um nicht ausgefuehrte Ueberweisungen, fuer die trotzdem ein Entgelt erhoben wurde).

  • Und ob das vergleichbar ist. Hier geht es um "von Kunden nicht getätigte Anrufe" :D


    Die Methoden, Fixkosten auf die einzelne über den Ladentisch gereichte Ware oder Dienstleistung umzulegen, (das bis zum Abwinken wiedergekäute Beispiel von den Mobilfunkmasten und den ach so schweren Bytes in der Kundendatenbank) sind unter dem Namen Kalkulation spätestens seit dem Mittelalter und den Fuggern bekannt.


    Heutzutage sind dank Statistik die Methoden ausgereift. Mit diesen Methoden berechnet anscheinend auch z.B. Tupperware, die eine 30jährige Garantie (evtl. sogar mit Rückgaberecht) bieten, die Höhe der finanziellen Rückstellungen bzw. Produktionskapazitäten die sie benötigen um diese Garantie aufrechtzuerhalten, und das ohne monatliche Zahlungen der Kundschaft - es wird nämlich in den Verkaufspreis (Endpreis) eingepreist.


    Ängstliche Naturen mögen fragen: "aber sie wissen doch nicht wann eine bestimmte Box kaputtgeht?" - worauf man aber sagen kann: "Zufall ist in der Menge kalkulierbar." Leider können sich Unternehmen heutzutage in Pisa-Zeiten argumentativ zunutze machen, dass selbst unter Abiturienten und Ökonomiestudenten Dreisatz- und Prozentrechnung unbeliebt sind (da sie Anstrengung verursachen, die mit der Spaßgesellschaft inkompatibel ist.)


    Und dann wird, um noch "billigere" Schaufensterpreise bieten zu können, diese Fixkostenumlage aus den Prepaidpreisen wieder herausgepreist und als "Nichtnutzungsentgelt" umverpackt. Weder ökonomisch noch gedanklich ästhetisch.


    Nachbemerkung: Auch der Friseur an der Ecke muss Grundgebühren für Strom und Wasser, Gewerbemiete, Rasierer, Geräte, Föhns, Grundkosten für den Salon usw. vorhalten und auf den Endpreis umlegen und Rücklagen bilden, kurzum: "ein unternehmerisches Risiko tragen" - warum sollen Mobilfunker es besser haben? ich bin es langsam leid, immer wieder dieselben abgedroschenen, längst widerlegten "Argumente" zu lesen...


    Und noch was: wenn das Fixkostenrisiko zwar argumentativ für das Nichtnutzungsentgelt herhalten muss, die Prepaidpreise aber nicht zugleich um die Höhe dieses Risikos gesenkt werden, ist das ganze Manöver nichts als eine sehr platte und obendrein sehr ungerechte Form von Preiserhöhung.

    Dodge - Aus Freude am Tanken

  • Zitat

    Original geschrieben von Carponaut_Stefan
    Und ob das vergleichbar ist.

    Noe. Eine Analogie waere z.B., wenn der Kunde versucht mit der SIM zu telefonieren, es nicht funktioniert und dafuer dann von E-Plus trotzdem Geld verlangt werden wuerde. Oder aber wenn die Bank fuer ein Konto Geld verlangt, wenn 2 Monate lang keine kostenpflichtigen Ueberweisungen getaetigt wurden.

  • Sehe das auch so, dass E-Plus hier eine Leistung (die Erreichbarkeit) bringt. Trotzdem finde ich einen Mindestumsatz nicht okay.


    Wie ich aber schon öfters Predige, ist es aus meiner Sicht illegal für eine Mailbox (wenn der angerufene nicht dran geht oder gehen kann) Geld zu bezahlen, obwohl man nicht draufsprechen will. Man bezahlt für eine Lesitung die man nicht in Anspruch nehmen möchte. Ähnlich auch bei der Nicht-Erreichbarkeitsansage von T-Mobile oder Vodafone ....

    Vor dem Fragen - bei https://www.prepaid-wiki.de nachschlagen!

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