welche gemeinnützige Geschäftsform ist für unser Projekt die Beste

  • Moin!
    Ich bin z.Zt. für eine Initiative aktiv, die zum Teil von einer Behörde, einer Wohnungsbaugesellschaft und einem Hotel organisiert wird.
    Der Schwerpunkt dieser Initiative ist das Einwerben und Vermitteln von Sach - und Geldleistungen an soziale Projekte in einem sozialschwachen Stadtteil. Das Projekt läuft sehr gut an. Aufgrund haftungsrechtlicher und steueerechtlichen Fragen müssen wir uns nun leider zu einer Geschäftsform entschließen.
    Momentan funktioniert alles sehr gut, da die Entscheidungswege sehr kurz sind.
    Daher gibt es große Vorbehalte, dafür einen gemeinnützigen Verein zu gründen.
    Auch gibt es die Überlegung, eine Stiftung zu gründen. Aber da wird es schwierig, das benötigte Stammkapital (25000€) aufzubringen, besonders da dieses dann schließlich auf der Bank bleiben muss. Nach meinen bisherigen Erkenntnissen währe es zwar möglich, dann widerum kleinere Spenden die zweckgebunden sind, weiter zu reichen, aber diese 25000€ sind eben eine große Hürde. Und mit den Zinsen könnten wir nun mal gar nichts umsetzen.
    Dann viele mir noch die gGmbH ein. Gab es da jetzt nicht eine Änderung,dass man diese, ähnlich wie eine LTD, mit sehr wenig Stammkapital gründen könnte?
    Außerdem fehlt mir das Wissen, welche Vorteile welche Geschäftsform bringt.
    Vieleicht hat hier ja jemand Anreize und Denkanstöße für mich, wie ich das am besten angehen, nachvollziehen und letztendlich eine Entscheidung fällen kann.


    greetz

  • Hallo,
    Mein erster Gedanke ging in Richtung e.V., wäre meiner Meinung nach die einfachste Variante.
    Ansonsten käme imho nur noch die gGmbH in die nähere Auswahl, aber die ist ja nur eine Untervariante der GmbH und benötigt das Startkapital von 25 T€.
    Ein Startkapital von nur einem € benötigt die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt), welche aber widerum nicht gemeinnützig ist und somit nicht Spendenbescheinigungen ausstellen kann.


    Ich würde den eingetragenen Verein favorisieren.

    "You can't connect the dots looking forward, you can only connect them looking backwards. So you have to trust that the dots will somehow connect in your future. You have to trust in something — your god, destiny, life, karma, whatever." Steve Jobs

  • das Stammkapital muss doch nicht auf der Bank liegen. Bürogeräte, Auto etc. - vielleicht gibt es ja Dinge welche eingebracht werden können?


    Vielleicht gibt es eine Person die z.B. aus Altersgründen ihr Auto abgeben muss/will und spendet es = die Gesellschaft kann es nutzen und außerdem ist es ein Teil der Einlage.

    Dieser Eintrag wurde 624 mal editiert, zum letzten mal um 11:24 Uhr

  • Moin,


    vielen Dank. Ich lese hier gerade die Ausführungen eines Anwaltes , nach dem auch eine gemeinnützige UG möglich ist.
    Mh, ich denke auch,dass ein Verein das einfachste Währe. Allerdings sind in der genannten Gruppe viele aufgrund ihrer Erfahrungen in Vereinen dagegen.

  • Re: welche gemeinnützige Geschäftsform ist für unser Projekt die Beste


    Zitat

    Original geschrieben von caoz
    Moin!
    Ich bin z.Zt. für eine Initiative aktiv, die zum Teil von einer Behörde, einer Wohnungsbaugesellschaft und einem Hotel organisiert wird.
    greetz


    In welcher Art und Weise sind denn diese Partner beteiligt? Im Zweifelsfall müssen sie wegen substance-over-form für die zu gründende Gesellschaft noch zusätzlichen Aufwand erwarten (kann als Tochtergesellschaft zählen, verdeckte Gewinnausschüttung usw. )

  • naja, die Partner sind z.Zt. die Initiative, das heißt die Aktivisten.
    substance-over-form verstehe ich leider noch nicht, da muss ich erst mal nach googlen ;)



    Gruß
    Daniel

  • Ganz frei übersetzt heißt das: egal wie die Konstruktion gestaltet ist, entscheidend sind die wirtschaftlichen Gegebenheiten.


    Sind die Partner denn Gesellschafter der neuen gemeinnützigen Gesellschaft? Oder spenden die "nur"?

  • die sollten schon die Gesellschafter werden. Denn sie sind ja auch die Projektträger, und sollen weiterhin die Entscheidungen etc. fällen.

  • Das kann aber problematisch werden, weil sie quasi im ersten Schritt an sich selbst spenden und dann auch noch selbständig über die Verwendung der Gelder entscheiden.


    Produziert das Projekt denn auch Kosten? Gehälter, Mieten usw?

  • noch nicht. Z.Zt. ist eine halbe Stelle für 1Jahr befristet angestellt, und die wird über Bundesgelder finanziert.
    Den Arbeitsplatz stellt das Amt zur Verfügung. Die Veranstaltungsräume werden von verschiedenen Initiatoren kostenfrei zur Verfügung gestellt, oder in Kooperation (zuletzt z.B. ein großes Einkaufszentrum, dass die organisierte Veranstaltung mit der gesamten Ausstellungsfläche und der Beteiligung an den Druckkosten unterstützt hat).
    Spenden werden eingenommen, und auf ein Unterkonto einer befreundeten kirchlichen Gemeinde eingezahlt - und dort verwaltet.


    greetz

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