ZitatOriginal geschrieben von der.kleine.nick
Meines Wissens wird doch von Finanztest etc. grundsätzlich von der Gattung "Riester-Rentenversicherung" abgeraten, weil diese immer hohe bis extrem hohe Abschluss- und Verwaltungskosten nach sich zieht.
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Das ist so nicht richtig. Als langjähriger Abonnent von Finanztest weiß ich, dass diese Vorbehalte lediglich fondsgebundene Riester-Rentenversicherungen (nicht Fondssparpläne) betreffen.
Bei diesen Produkten wird faktisch doppelt kassiert (laufende Kosten der Versicherung und Ausgabeaufschläge der Fonds), während bei Abschluss klassischer Rentenversicherungen oder reinen Fondssparplänen im Wesentlichen nur eine dieser beiden Kostenarten anfällt.
Frankie
Erg. @ Merlin:
Das Problem im Alter ist nicht ein höherer Steuersatz, sondern eine größere Bemessungsgrundlage für die ESt. Bei Riester-Produkten bträgt die stets 100%, während bei klassischen Rentenversicherungen nur ein kleiner Teil der ausgezahlten Rente steuerpflichtig ist.
Aber auch das Argument mit dem höheren Steuersatz ist nicht von der Hand zu weisen. Auf gewöhnliche Kapitalerträge beträgt der Steuersatz pauschal 25%. Bei vielen Rentnern (wie etwa auch bei mir) wird der persönliche Steuersatz für Renteneinkünfte (gilt auch für Riesterprodukte) deutlich darüber liegen.
Dennoch habe ich persönlich eine klassische Riester-Rentenversicherung abgeschlossen, weil die Vorteile dieser Anlageform m.E. überwiegen. Die Rürup-Variante ist für mich dagegen aus vorbenannten steuerlichen Erwägungen nutzlos.
Frankie