Ah okay, danke.
Kaufberatung: NAS
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So, Neuigkeiten von der NAS-Front. Hab nun ein Synology DS1513+ und 3 Stück WD 3TB red für NAS bestellt. Mein Plan ist nun, erstmal die drei Platten einzubauen, darauf ein Verbund mit SHR oder RAID5 zu errichten, und dann nach und nach meine Daten draufkopieren. Ziel ist es, zwei externe Festplatten mit jeweils 3TB auszuschlachten und diese dem Verbund zuzufügen, dass am Ende dann 5x3TB verbaut sind. So wie ich das verstanden habe, könnte ich in diesem Fall SHR oder RAID5 wählen, ohne Platz zu verlieren.
In der Zukunft würde ich auch eher mit gleichen oder größeren Platten aufrüsten, hierbei könnte ich ja auch RAID5 nehmen. SHR hat ja anscheinend nur Vorteile, wenn ich mit kleinen Platten starte und größere hinzufügen will. Hat jemand Erfahrung mit beiden Systemen? Gibts sonst noch was zu beachten ausser dem Aufspielen einer neuen Firmware auf die DiskStation bevor die in Betrieb genommen wird?
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Duerfte beides wie geplant funktionieren. Mit SHR hab ich keine Erfahrung; scheint eine Synology-Eigenentwicklung zu sein, um den Verschnitt bei unterschiedlich grossen Platten zu minimieren. Ich wuerde simples RAID-5 nehmen.
Das Erweitern des RAID-Verbundes von 3 auf 4 und dann von 4 auf 5 Platten wird jeweils ne Weile dauern, rechne mal mit etwa 2 Tagen pro Schritt.
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Sofern SHR eine herstellereigene Lösung ist, würde ich davon absehen. Raid5 war auch lange Zeit mein Favorit und ist es immer noch unter den RAID-Systemen.
Persönlich bin ich aber dazu übergegangen, einfach alles doppelt zu haben. Fällt ein Massenspeicher aus, arbeite ich kurzerhand mit dem anderen weiter. Bei diesem System spare ich den Speicherplatz für Backups. Das Doppel tritt an die Stelle des (komprimierten) Backup-Mediums, so dass sich der Mehrbedarf an Speicherplatz in Grenzen hält.
Bedutet i.d.R. also ein zweites NAS, dessen Bestand (mit einigen Stunden Zeitverzögerung, falls ein Malheur passiert!) durch Software synchron gehalten wird. Dafür spart man den Zusatzspeicher eines Raid-Sicherheitssystems.
Unabhängig hiervon:
Die einzelnen Platten habe ich (ohne Raid) durch Verknüpfungen so verbunden, dass die Ordner aller HDDs in einem Directory erscheinen. War bei der Einrichtung ein wenig Bastelarbeit hat sich aber bestens bewährt. Als Folge ist jeder Datenbestand auch einzeln verwendbar und bei Austausch von Platten müssen nur die Daten der einen Platte 1:1 auf die neue übertragen werden. Bei Raids hingegen ist man bei jeder Änderung in der Tat über Tage gebunden. Das war nicht mein Ding.
Diese Umstellung hatte ich vorgenommen, als mir eine Platte abgeraucht war und mich das ansonsten erforderlich Szenario ziemlich genervt hat. Ist aber eher eine Bastellösung und wohl weniger geeignet für Unternehmen. Hat sich aber inzwischen über Jahre bewährt.
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Zitat
Original geschrieben von frank_aus_wedau
Persönlich bin ich aber dazu übergegangen, einfach alles doppelt zu haben. Fällt ein Massenspeicher aus, arbeite ich kurzerhand mit dem anderen weiter. Bei diesem System spare ich den Speicherplatz für Backups.
[...]
Bedutet i.d.R. also ein zweites NAS, dessen Bestand (mit einigen Stunden Zeitverzögerung, falls ein Malheur passiert!) durch Software synchron gehalten wird. Dafür spart man den Zusatzspeicher eines Raid-Sicherheitssystems.Was tust du in dem Fall, dass du versehentlich eine Datei geloescht hast, dies aber erst nach der naechsten Synchronisation bemerkst?
RAID != Backup; du hast lediglich eine Art RAID-1 mit zeitverzoegerter (ggf. semi-automatischer) Synchronisation implementiert. Der Charme eines Backups ist aber, dass man davon u.U. mehrere Versionen haben kann, ggf. auch welche die ein paar Monate alt sind. Und solche Backups lagert man aus Platzgruenden am einfachsten auf einem NAS. Damit man dabei nicht durch simple Hardwaredefekte den kompletten Datenbestand verliert, spiegelt man die Platten (RAID-1) oder nutzt einfache bzw. doppelte Paritaet (RAID-5 bzw. RAID-6). Idealerweise ist das auch noch dezentral implementiert, damit man von lokalen Katastrophen geschuetzt ist (Diebstahl, Brand, Hochwasser, Meteoritenschauer, ...).
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Bei mir haben externe Festplatten diesen Job, die nach dem Backup im Büro liegen.
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Wir haben im Büro das NAS gleich ins externe Rechenzentrum ausgelagert, und greifen ohne Zwischenschritt direkt darauf zu.
Vom Rechenzentrum machen wir automatisierte nächtliche Backups in ein anderes RZ, nämlich zu Strato Highdrive. Letzteres übernimmt auch die Versionsverwaltung.Ich kann nur jedem raten, Strato Highdrive mal zu testen. Versteht alle Protokolle, macht Versionsverwaltung, und wir zahlen für 500GB monatlich 10€. Auf das Volumen wird jede gleiche Datei nur 1x angerechnet.
Zu hause getraue ich mich nicht, das NAS direkt ins RZ zu verlagern, weil es um oftmals große Dateien (Filme etc.) mit Ladezeiten geht.
Das Backup mache ich zu hause auf einen anderen PC, dort die Versionsverwaltung.Wenn ich meinen PC zu hause mal wieder neu einrichte, wird das Backup über VDSL zu Strato gehen. Das dauert dann zwar einmalig eine Woche, bis alles hoch geschoben ist. Aber danach werden nur noch die Änderungen hoch geschoben, was dann höchstens mal eine Stunde dauert.
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Das Hi-Drive von Strato steht immer noch auf meiner ToDo-Liste. Aber ich würde die Daten gerne verschlüsseln bevor ich sie dorthin schicke.
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Zitat
Original geschrieben von harlekyn
Was tust du in dem Fall, dass du versehentlich eine Datei geloescht hast, dies aber erst nach der naechsten Synchronisation bemerkst?
...
Diesen Einwand hatte ich befürchtet ... und in der Tat, könnte das irgendwann einmal ... vielleicht ... aber dann war ich auch selbst Schuld.
Zudem:
ZitatOriginal geschrieben von harlekyn
... Der Charme eines Backups ist aber, dass man davon u.U. mehrere Versionen haben kann, ggf. auch welche die ein paar Monate alt sind. Und solche Backups lagert man aus Platzgruenden am einfachsten auf einem NAS. ...
Etwa einmal vierteljählich ziehe ich ein Backup der nicht wiederzubeschffenden (selbst erzeugten) Daten. Diese Datenträger lagern dann extern und dezentral in Tresoren, zu denen ich aber nur teilweise rund um die Uhr Zugang habe. Diese Backups sind eher für den "Worst Case" gedacht - im Regelfall reicht der "Zwilling" vor Ort, auf dem ausnahmslos alles gedoppelt ist.So ist zwar nicht jeder denkbare Zwischenfall abgesichert, über viele Jahre gabe es aber keinen nicht zu ersetzenden Datenverlust.
Den Zwilling in die Cloud zu verlagern käme mir angesichts der Datenmenge zu teuer. Sie sprengt jegliches Freikontingent, so dass ich mit einer zusätzlichen Hardware günstiger fahre. Die Kosten für Plattenspeicher fallen inzwischen überhaupt nicht mehr ins Gewicht.
Für den, der in der Cloud verschlüsselt speichern möchte, hatte die letzte Ratgeber-Technik-Sendung einen heißen Tipp parat. Es gibt inzwischen wohl ein auch von E. Snowden empfohlenes Programm, welches ausschließlich verschlüsselt in die Cloud schreibt, ohne dass (wie bei all meinen Versuchen in der Vergangenheit) Dateinamen im Klartext lesbar bleiben. In der Sendung wurde insoweit auf die Inhalte der ARD-Ratgeber-Homepage verwiesen. Ich gehe davon aus, dass die Textinhalte (nicht die Sendung, da mehr als 7 Tage) noch vorhanden sein müssten.
Edit:
Die Sendung ist wohl auch noch da: Sendung vom 19. Juli 2014'
Eigentlich dachte ich, Sendungen dürften nur 7 Tage vorgehalten werden ... :confused:Der Tipp zur Verschlüsselung mit "SpiderOak" läuft ca. bei Min. 15:00.
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Zitat
Original geschrieben von frank_aus_wedau
Den Zwilling in die Cloud zu verlagern käme mir angesichts der Datenmenge zu teuer. Sie sprengt jegliches Freikontingent, so dass ich mit einer zusätzlichen Hardware günstiger fahre. Die Kosten für Plattenspeicher fallen inzwischen überhaupt nicht mehr ins Gewicht.Backblaze und CrashPlan bieten unbegrenzten Backup-Platz fuer einen einzelnen PC fuer um die 5 US$/Monat. Das kann man mMn verschmerzen.
ZitatDer Tipp zur Verschlüsselung mit "SpiderOak" läuft ca. bei Min. 15:00.
SpiderOak hab' ich vor ~4 Jahren mal ausprobiert. Damals war der Client aber in Sachen Usability dermassen unterirdisch, dass ich mich bald wieder davon getrennt habe.
Ich nutze seither CrashPlan. Die bieten im Uebrigen auch Verschluesselung mit einem eigenen Key, der den Rechner nie verlaesst. Damit buesst man dann aber auch etwas an Komfort ein, z.B. webbasierter Restore per Browser. Soweit jedenfalls die Versprechungen, ob nicht doch irgendwelche Hintertueren implementiert sind, weiss man mit letzter Gewissheit natuerlich nie.
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