16jährige Liz aus Kassel vermisst...

  • Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Es ist auch nicht auszuschließen, dass Liz oder diejenigen, bei denen sie sich aufhält, die Berichterstattung verfolgen und wir einer glücklichen Lösung daher nicht näher rücken sondern uns entfernen.


    Vernünftige Entscheidung. Muss ja einen - aus ihrer Sicht zumindest- triftigen Grund gehabt haben, dass sie weggelaufen ist. Was aus ihrer Sicht gegen euch "vorliegt", wisst ihr möglicherweise gar nicht. Die neue Website ist schon sehr gut: Macht nicht zu viel Druck, überlässt ihr die Entscheidung, richtet sich an eine Person mit Verantwortungsbewusstsein, nimmt sie für voll. Das Mädchen ist keine 14 mehr. Wegen der alten Website und hätte ich mich vor meinen Freunden mit 16 wahrscheinlich in Grund und Boden geschämt. Ist nur zu hoffen, dass sie schnell zurück kommt, und nicht zuviel von der Schule versäumt, obwohl man das in diesem Fall sicherlich mit den Lehrern klären kann.


    Wünsche euch auf jeden Fall, dass die bald zurück kommt. Keine Ahnung, unter welchen Umständen die verschwunden ist. Wenn die abends weg war, und dann nicht nach hause kam, würde ich mir ernste Gedanken machen. Wenn die unter anderen Umständen verschwunden ist, wird schon nichts passiert sein.


    P.S. Gerade nochmal die Seite aufgerufen. Vorhin stand da nur komm nach Hause in schwarzen Caps auf einer weißen Seite. Jetzt ist da die Fahndung der Polizei. Ich würde die Fahndung wegmachen und die Seite nur für euren persönlichen Aufruf an sie benutzen. So, wie vorhin. Das sah gut aus. Die kopierte Fahndung an dieser Stelle bringt nichts.

  • Jupp, ich fand den persönlichen Appell auch ansprechender.
    So fühlt sie sich evtl. wie eine gesuchte Verbrecherin und fürchtet vielleicht, dass nach ihrer Rückkehr auch noch rechtliche Probleme auf sie zukommen... :rolleyes:


    Ich würde nur 3 Sachen auf die Seite setzen:


    # allgemeine Info / Statusmeldung an alle: Unsere Tocher Lissy ist leider seit dem x.x. verschwunden, und wir hoffen sehr, dass sie bald wohlbehalten wieder zu uns zurückkommt.


    # persönliche Nachricht an Lissy (wie vorher): Lissy, bitte komm wieder nach Hause. Wir vermissen Dich so und machen uns riesige Sorgen...


    # Kontaktdaten (Telefonnummern, Handynummer, E-Mai-Adresse) für ernstgemeinte Hinweise

  • Hallo Printus,


    ich habe diesen Thread längere Zeit verfolgt und drücke auch ganz fest die Daumen, dass Liz bald wieder auftaucht.


    Eine Sache ist mir noch eingefallen, die ihr überprüfen könntet. Nehmt Kontakt mit der Krankenkasse von Liz auf. Vielleicht hat sie sich ärztlich behandeln lassen, oder sich Medikamente verschreiben lassen (Pille?). So könnte man über die Abrechnung und die Vertragsarztnummer herausbekommen, wo Liz sich aufgehalten hat.


    Gruß und alles Gute von
    Kalla :)


    PS: Benutzt Liz Pay-Back-Karten? Die Daten werden doch gespeichert.

    Viele Grüße, Marcus
    Smartphone: Cubot-Max Dual-Sim
    Tarif: Yourfone All-Net-Flat, SMS-Flat, 3GB Daten, LTE-Nutzung. Slot 2: Simquadrat mit kostenloser FN-Nummer

  • Wie gründlich wurde denn eigentlich der PC überprüft? Wurde das von euch gemacht oder professionell?
    Selbst wer in dem Alter weniger im Internet ist hat doch meist irgendeinen Instant-Messager drauf (ICQ, MSN, Skype,...), von denen einerseits die Kontakte weiterhelfen könnten, und im Falle von ICQ glaube ich sogar standardmäßig die gesamten Gespräche abgespeichert werden.
    Wenn man noch intensiver suchen will, sollte man dann "datenrettungsmäßig" vorgehen, also den PC erstmal nicht benutzen, sondern zunächst eine Image-Datei erstellen (damit man nichts versehentlich überschreibt) und dann versuchen, gelöschte Dateien wiederherzustellen usw.
    Ich hoffe, dass das alles bereits geschehen ist, aber da hier nicht explizit darauf eingegangen wurde wollte ich einfach nochmal darauf hinweisen :)

  • Leider nein... es tut sich nichts. Die Polizei scheint weiter zu pennen und konfrontiert uns mit Nachfragen / Aktionen, die wir nach Liz' Verschwinden vor 4 Wochen - und nicht jetzt! - erwartet hätten.


    Vor 1 Woche stürmte ein Team von 3 Polizisten in die Wohnung, wollte den Personalausweis meiner Freundin sehen und fragte, ob noch jemand in der Wohnung sei. Dann wollten sie sich umsehen, sind durch alle Zimmer gelaufen. Meine Freundin hat immer wieder gefragt was mit Liz sei und fürchtete das Allerschlimmste - bekam aber keine Antwort.


    Erst zum Ende der Aktion stellt sich heraus, dass diese Beamten nichts von Liz Verschwinden wissen und auch nicht in dieser Sache, sondern wegen einer Mieterin da sind, die bis vor einigen Monaten in einer anderen Etage wohnte. Meine Freundin hatte dann einen Nervenzusammenbruch. Die Beamten schauten blöd aus der Wäsche und sahen zu, dass sie schnell weg kommen. Kein Bemühen, ihr in dem Moment zu helfen - dabei muss unübersehbar gewesen sein in welchem Zustand sie war. Ich war selber nicht zuhause und hatte nur eine schluchzende Freundin am Handy, die ich kaum verstanden habe und der ich in dem Moment nicht helfen konnte.


    Ich halte das für einen Skandal! Mal ganz abgesehen davon, dass meine Freundin nichts dafür kann wenn im gleichen Haus vor vielen Monaten eine verdächtige Person wohnte - mit der sie nie Kontakt hatte und deswegen auch unklar ist, was dieser "Überfall" Monate später überhaupt sollte - kümmerten sich die Beamten gar nicht um ihren Zustand oder dass vielleicht eine Entschuldigung gekommen wäre. Vielleicht auch später, nachdem irgendwem aufgefallen ist, was für eine Panne da passiert ist... Für mich ist sowas nahe an unterlassener Hilfeleistung.


    Wie kann es sein, dass die Kasseler Polizei solche Auftritte hinlegt, sich vorher nicht informiert in welchem Haus sie operiert, wer da wohnt, welche Wohnungen sie "besucht"?


    Falls jemand eine Adresse für eine Beschwerde hat - her damit. An wen schreibt man? Den Kasseler Polizeipräsidenten oder das Innenministerium? Wie kann man der Kasseler Polizei wirklich Druck machen, damit diese Schnarchnasen wach werden und richtig in die Gänge kommen?


    Nach wie vor ist nämlich auch die Kommunikation mit der Polizei nicht nur mangelhaft, sondern nahezu nicht existent. Gelegentlich kommt mal ein kurzer Anruf - und das war's.
    Morgen ist Liz 4 Wochen weg, Zeugen haben sie mehrfach an verschiedenen Orten gesehen, die Polizei setzt Verdächtige, die etwas wissen könnten, nicht unter Druck und fragt - zumindest nach unserer Kenntnis - nicht mal nach.
    Just heute Morgen kam die Polizei auf die verwegene Idee, dass VIELLEICHT doch mal ein Einzelverbindungsnachweis für das Handy - auch wenn Liz es nicht mitgenommen hat - angefordert werden KÖNNTE. Aber der Meinungsbildungsprozess scheint noch länger zu dauern... Aufgrund der gekippten Vorratsdatenspeicherung war man bei der Polizei der Meinung, es gäbe sowieso keine Handydaten einer Prepaidkarte mehr. Vodafone und ein hilfreicher TT-User, der bei VF arbeitet, schrieben uns übereinstimmend etwas anderes. Offenbar gibt es Daten - die aber nur die Polizei anfordern kann. Wenn wir Pech haben sind die aber inzwischen tatsächlich gelöscht.


    Wir hatten es erst nicht erwogen, denken inzwischen aber doch immer mehr darüber nach, einen Privatdetektiv zu beauftragen. Wie findet man einen fähigen und guten Detektiv?


    Meine Freundin hat aufgrund der langen Arbeitsunfähigkeit inzwischen die Kündigung ihres Arbeitgebers bekommen und verliert damit nicht nur die Tochter, sondern auch ihre Existenzgrundlage. Sie hatte die Stelle neu angetreten und war in der Probezeit - insofern war die Kündigung rechtmäßig und kann nicht rechtlich angefochten werden.


    Alles in allem ein Super-GAU, was da zwischnzeitlich passiert(e)...


    Irgendeine Form der Betreuung der Mutter findet nicht statt. Aus anderen Bundesländern weiß ich, dass zumindest Feuerwehr und Rettungsdienst Kriseninterventionsteams / Notfallseelsorge etc. hatben. Die passen hier zwar nicht so richtig weil ja keine Akutbetreuung nach einem Unfall etc. nötig ist, sondern eine längerfristige Betreuung. Aber da scheint es nichts zu geben, zumindest wird da seitens der Polizei niemand ins Spiel gebracht. Der weiße Ring wurde von uns angedacht, aber auch die passen jetzt nicht wirklich...

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • Zitat

    Original geschrieben von Printus


    Alles in allem ein Super-GAU, was da zwischnzeitlich passiert(e)...


    Irgendeine Form der Betreuung der Mutter findet nicht statt. Aus anderen Bundesländern weiß ich, dass zumindest Feuerwehr und Rettungsdienst Kriseninterventionsteams / Notfallseelsorge etc. hatben. Die passen hier zwar nicht so richtig weil ja keine Akutbetreuung nach einem Unfall etc. nötig ist, sondern eine längerfristige Betreuung. Aber da scheint es nichts zu geben, zumindest wird da seitens der Polizei niemand ins Spiel gebracht. Der weiße Ring wurde von uns angedacht, aber auch die passen jetzt nicht wirklich...


    Geht doch selber zu einem Psychologen und wartet doch nicht darauf dass irgendwas von Seiten des Staats passiert.

  • Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Der weiße Ring wurde von uns angedacht, aber auch die passen jetzt nicht wirklich...

    Oh jeh, was für eine Scheiße!
    Ich glaube, jeder kann gut verstehen, dass Eure (und besonders die der Mutter) Nerven absolut blank liegen! :(
    Aber zum Weißen Ring würde ich trotzdem gehen (oder dort anrufen). Ich habe bisher immer nur Gutes von denen gehört, und auch, wenn sie Euch nicht direkt helfen können, können sie Euch vielleicht einen passenderen Ansprechpartner nennen oder sonstige Tipps geben. :)


    Viel Kraft + Erfolg! :)

  • Hallo Printus,


    ich bin selbst Vater eines etwa gleichaltrigen Sohns und bin manchmal, obwohl ich ihn gut zu kennen glaube, überrascht. Ich verfolge den Thread seit Anfang und hoffe jedesmal Mal, wenn ich öffne, daß es ein Happyend gab.


    Falls Du Dir nur den verständlichen Frust über die Situation von der Seele schreiben wolltest, vergiss den nachfolgenden Text. Ich werd Ihn dann sofort editieren. Ich schreibe absichtlich hier und nicht als PN, da Dein Statement ja auch offen ist.


    Was erwartest Du konkret von den Cops? Es liegt keine Straftat vor, eine 16jährige hat sich dem Aufenthaltsbestimmungsrechtes der Erziehungsberechtigten entzogen. Präventivpolizeilichs Handeln mit Ausnahme der Auschreibung zur Aufenthaltsbestimmung z.B. wg. Suizid liegt auch nicht vor. Im Prinzip haben die Cops mit Ausnahme von Maßnahmen ohne Rechtseingriff wie "Plakataktion" etc. keine Rechtsgrundlage.


    Deine Beschwerde für das "Stürmen der Wohnung" wäre an das Polizeipräsidium zu richten. Bedeutet "Stürmen" mit der Ramme rein oder geklingelt und nach Öffnen "ohne unmittelbaren Zwang" betreten. Sollte zweite Alternative zutreffend sein ist die Beschwerde "formlos", "fristlos" aber vorallem "zwecklos" zu formulieren.


    Du bekommst dann nach "angemessener" Frist ein Entschuldigungschreiben oder es kommt einer mit nem Blumenstrauß vorbei. Und denk dran du schreibst in Deiner Freizeit, die Beamten während der Arbeitszeit und Dein Blumenstrauß stammt auch aus Steuergeldern.


    "Verdächtige unter Druck setzen". wie soll des das gehen. Es gibt nicht mal ne Rechtsgrundlage, daß die "Zeugen" bei der Polizei erscheinen müßen. Wir erinnern uns an den entführten Bankiersohn aus Frankfurt. Zwei Polizeibeamte haben dem Entführer körperliche Schmerzen unter Aufsicht eines Arztes angedroht um den Aufenthaltsort zu erfahren, zu einem Zeitpunkt er noch die lebensrettenden Medikamente hätte bekommen können. Beide Cops wurden verurteilt.


    Gerade hier im TT werden die informationellen Freiheitsrechte hochgehalten. Und auch vor dem BGH-Urteil zur Vorratsdatenspeicherung hätte es für Dein Ansinnen keine Rechtsgrundlage gegeben.


    Falls Deine Lebensgefährtin eine psychologische Begleitung wünscht soll sie dies Ihrem Arzt mitteilen. Eine behördliche (Zwangs-)Betreuung ist an strenge gesetzlich Vorgaben gebunden.


    Hoffentlich ist Liz bald wieder bei euch.


    Fran

  • Zitat

    Original geschrieben von fran050266
    Was erwartest Du konkret von den Cops? Es liegt keine Straftat vor, eine 16jährige hat sich dem Aufenthaltsbestimmungsrechtes der Erziehungsberechtigten entzogen. Präventivpolizeilichs Handeln mit Ausnahme der Auschreibung zur Aufenthaltsbestimmung z.B. wg. Suizid liegt auch nicht vor. Im Prinzip haben die Cops mit Ausnahme von Maßnahmen ohne Rechtseingriff wie "Plakataktion" etc. keine Rechtsgrundlage.


    Ich erwarte...
    1. ... dass eine ausreichende Kommunikation stattfindet. Ich empfinde es als absolut unzureichend wenn der zuständige Sachbearbeiter der Kripo telefonisch immer erst nach zahlreichen Versuchen erreichbar ist, andere Beamte an der Kasseler Kripo-Hotline (wohlgemerkt!) nicht mal wissen um welche Fahnung es geht, sich teilweise sehr unfreundlich benehmen, bei gelegentlichen Rückrufen auch nichts weiter erzählt wird und die Eltern somit keinerlei Rückmeldung haben, was die Polizei überhaupt tut oder lässt. Niemand erwartet, dass polizeiliches Vorgehen im Detail erläutert wird. Aber es ist doch klar, dass betroffene Eltern gerne eine grundsätzliche Kenntnis haben möchten was die Polizei unternimmt.
    2. ... dass Hinweise zeitnah - am Besten sofort! - bearbeitet werden. Es kann nicht sein, dass die nachmittägliche Info "Liz wurde soeben in Hintertupfingen gesehen" dazu führt, dass man abends mal einen Streifenwagen durch das Dorf fahren lässt. Ohne darauf in der Öffentlichkeit detailliert einzugehen - in diesem Hintertupfingen wohnen obendrein Leute, deren Namen im Zusammenhang mit Liz Verschwinden und Straftaten mehrfach fielen. Jedem nur mäßig intelligenten Menschen drängt sich auf, derartige Zusammenhänge zu erkennen und zu überprüfen. Nach unseren Informationen ist das aber nicht passiert und diese Leute wurden teilweise nicht mal befragt. Zum Fragen muss man auch niemanden aufs Präsidium laden - man kann auch hingehen und reden.
    Über Ostern oder an Wochenenden werden Hinweise nur aufgeschrieben: der Sachbarbeiter, der zwischenzeitlich auch halbe Tage frei und eine Woche Urlaub hatte, werde sich demnächst darum kümmern. Bei allem Respekt, aber wenn das eine ernsthafte Fahndung nach einer verschwundenen Jugendlichen sein soll?! Dass keine Straftaten vorliegen ist auch nur eine Annahme; ich kann darauf öffentlich jetzt nicht näher eingehen, aber es gibt Hinweise darauf, dass es anders ist und Liz in gefährlichen Kreisen unterwegs sein könnte.
    Lies' dir bitte mal BKA durch, da wird bei vermissten Jugendlichen IMMER von einer Gefahr für Leib und Leben ausgegangen. Diesen Eindruck hat man bei der Arbeitsweise der Kasseler Polizei ganz und gar nicht. Hier ist kein Kanarienvogel entflogen sondern seit 1 Monat eine Minderjährige in vermutlich zwielichtigen Kreisen unterwegs!


    Zitat

    Original geschrieben von fran050266
    Deine Beschwerde für das "Stürmen der Wohnung" wäre an das Polizeipräsidium zu richten. Bedeutet "Stürmen" mit der Ramme rein oder geklingelt und nach Öffnen "ohne unmittelbaren Zwang" betreten. Sollte zweite Alternative zutreffend sein ist die Beschwerde "formlos", "fristlos" aber vorallem "zwecklos" zu formulieren.


    Es wurde gefragt ob man hereinkommen dürfe, aber wohl sehr drastisch vorgetragen. Da meine Freundin erwartete, dass es Neuigkeiten über Liz gäbe, hat sie das natürlich bejaht. Dass es um eine ganz andere Sache ging war lange Zeit nicht erkennbar.
    Formal ist es somit zwar korrekt abgelaufen, nur ist die ganze Aktion unmöglich. Wie kann es sein, dass die Beamten nicht wissen in wessen Wohnung sie gehen? Offenbar mangelt es völlig an der Abstimmung unter den Dienststellen. Wieso werden solche Auftritte bei Menschen gemacht, die nicht dafür können wenn in einem Mehrfamilienhaus vor Monaten dubiose Nachbarn gelebt haben? OK, es ist so passiert. Dann hätte man sich aber um meine Freundin kümmern müssen, denn in welchem Zustand sie war, hat man wohl kaum übersehen können!


    Zitat

    Original geschrieben von fran050266
    Du bekommst dann nach "angemessener" Frist ein Entschuldigungschreiben oder es kommt einer mit nem Blumenstrauß vorbei. Und denk dran du schreibst in Deiner Freizeit, die Beamten während der Arbeitszeit und Dein Blumenstrauß stammt auch aus Steuergeldern.


    Es geht darum, dass solch ein Verhalten unter aller Sau ist. Es geht darum, dass meiner Freundin immer mehr der Boden unter den Füssen entzogen wird und die Polizei hält es nicht mal für nötig, überhaupt eine normale Kommunikation aufzubauen, die Eltern so weit einzubinden, dass sie grundsätzlich wissen wo sie dran sind. Es geht darum sich überhaupt zu wehren - dagegen, dass die Polizei nicht nur nicht hilft, sondern durch ihren teilweisen Umgangston und solche "Überfallaktionen" den Eltern nur zusetzt, es aber seit 4 Wochen nicht schafft, naheliegenste Überprüfungen durchzuführen.



    Zitat

    Original geschrieben von fran050266
    "Verdächtige unter Druck setzen". wie soll des das gehen. Es gibt nicht mal ne Rechtsgrundlage, daß die "Zeugen" bei der Polizei erscheinen müßen. Wir erinnern uns an den entführten Bankiersohn aus Frankfurt. Zwei Polizeibeamte haben dem Entführer körperliche Schmerzen unter Aufsicht eines Arztes angedroht um den Aufenthaltsort zu erfahren, zu einem Zeitpunkt er noch die lebensrettenden Medikamente hätte bekommen können. Beide Cops wurden verurteilt.


    Wir reden hier nicht über Folter wie im damaligen Fall. das lehnt wohl jeder selbst in extremen Fällen ab. Aber du kannst Verdächtige auch nicht einfach nur fragen ob sie etwas angestellt haben und dann treudoof abziehen wenn sie natürlich "nein" sagen. Solch einen Auftritt wie in der Wohnung meiner Freundin könnte man auch bei bestimmten Leuten durchführen und nachschauen, ob da wirklich kein Hinweis auf Liz ist... mal so als Beispiel.


    Zitat

    Original geschrieben von fran050266
    Gerade hier im TT werden die informationellen Freiheitsrechte hochgehalten. Und auch vor dem BGH-Urteil zur Vorratsdatenspeicherung hätte es für Dein Ansinnen keine Rechtsgrundlage gegeben.


    Die Polizei verwies zu Anfang auf die Frage nach Prüfung der Handydaten darauf, dass diese nach dem Verbot der Vorratsdatenspeicherung nicht mehr vorhanden seien. Dann stellt sich bei unseren eigenen Nachforschungen heraus, dass es zwar keine Vorratsdatenspeicherung mehr gibt, der Netzbetreiber die Daten nach Anforderung durch die Polizei aber sehr wohl rekonstruieren kann. Wusste die Polizei das nicht? Hat sie es uns nur falsch wiedergegeben? Oder hatte sie einfach keine Lust sich damit zu beschäftigen und redet sich jetzt auf Spitzfindigkeiten in der Wortwahl, zwischen "Vorratsdatenspeicherung" und "normaler Datenerfassung" seitens des Netzbetreibers, heraus? Jetzt, nach 4 Wochen, findet die Maßnahme womöglich noch statt aber die Frage bleibt - warum erst jetzt?


    Zitat

    Original geschrieben von fran050266
    Falls Deine Lebensgefährtin eine psychologische Begleitung wünscht soll sie dies Ihrem Arzt mitteilen. Eine behördliche (Zwangs-)Betreuung ist an strenge gesetzlich Vorgaben gebunden.


    Das ist klar, aber darum geht's doch gar nicht. Unter "Betreuung" verstehe ich einen Ansprechpartner für Betroffene, der einem im Umgang und dem Verständnis der Polizei hilft - wenn die Kripo das nicht kann oder will. In anderen Bundesländern gibt es dafür seit Jahren Kontaktbeamte, Beauftragte, Sozialberater oder es ist ein Teilbereich im Aufgabengebiet von Polizeipsychologen. Meine Freundin ist nicht durchgeknallt und braucht keinen Therapeuten, aber einen erreichbaren Ansprechpartner, der sie während der Fahndung betreut. Ich komme aus dem - negativen - Staunen nicht heraus, dass die hessische Polizei offenbar Basics nicht kennt, die in anderen Bundesländern und anderen Branchen seit Jahrzehnten zum Standardprogramm gehören. Es gehört dort zum A und O der Arbeit, dass es bei Menschen in Ausnahmesituationen nicht mit einer rein faktischen Fallbearbeitung getan ist, sondern der geschulte Umgang mit Betroffenen zum festen Repertoire der Bearbeitung gehört.

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

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