Massenpanik auf der Loveparade 2010 in Duisburg, Tote und Verletzte.

  • Zitat

    Original geschrieben von polli
    falsch, alle hacken auf ihm rum und wollen das er sein Amt verlässt - ab der Pressekonferenz war nichts anderes fest zu stellen.


    was auch mit dem erbärmlichen Auftritt auf der PK zu tun haben könnte...

    Auch ein Traumjob berechtigt nicht zum Schlaf am Arbeitsplatz.

  • hm, ich hab die PK von anfang an geschaut - die Stimmung der Fragenden (scheinen wohl traumatisierte Angehörige gewesen sein, Journalisten sicher nicht) war recht agressiv...
    Wie ich schonmal gesagt hab fand ich auch die Fragen für diesen Zeitpunkt unpassend - just my 2 cents.


    Keine Ahnung wie schnell bei anderen Fällen PKs abgehalten werden und wie dort die Fragenden auftreten sowie was die üblichen Fragen zu einem Zeitpunkt sind wo das Geschehene noch aufgeräumt wird.

    Dieser Eintrag wurde 624 mal editiert, zum letzten mal um 11:24 Uhr

  • Niemand will Schuld gewesen sein. Der Innenminister stellt sich schützend vor seine Landespolizei und weist Kritik zurück. Die Stadt läßt sich durch ein Gutachten bestätigen, daß sie quasi auch keine Schuld trägt. Eine Abwahl des OB wird auch immer unwahrscheinlicher. Ich denke man will die Sache aussitzen und Gras darüber wachsen lassen.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Zitat

    Original geschrieben von polli
    hm, ich hab die PK von anfang an geschaut - die Stimmung der Fragenden (scheinen wohl traumatisierte Angehörige gewesen sein, Journalisten sicher nicht) war recht agressiv...
    Wie ich schonmal gesagt hab fand ich auch die Fragen für diesen Zeitpunkt unpassend - just my 2 cents.


    Keine Ahnung wie schnell bei anderen Fällen PKs abgehalten werden und wie dort die Fragenden auftreten sowie was die üblichen Fragen zu einem Zeitpunkt sind wo das Geschehene noch aufgeräumt wird.


    Es ist, wie ich schon schrob, nicht nur im Vorfeld schief gelaufen. Auch das Management nach den Ereignissen war und ist eine Katastrophe.


    Wenn man eine Pressekonferenz abhält muss man natürlich etwas zu sagen haben, und keiner will Nicht-Antworten und Ausflüchte zu naheliegenden Fragen hören. Dass kritisch nachgefragt wird, man die Verantwortlichen auch zu Festlegungen zwingen will wenn die Quintessenz ihrer Aussagen ist "Also wir ham nix falsch gemacht, die Raver sind selber schuld weil sie individuell gedrängelt haben, und sonst sagen wir nix um uns nicht angreifbar zu machen." ist doch ganz klar.


    Heute weiß jede Polizeidienststelle, jede Feuerwehr, jeder Rettungsdienst, dass die Medien in Großschadenslagen von Anfang an durch Ansprechpartner betreut werden müssen weil sie sonst in Eigenregie durch die Szenerie trampeln um Bilder und Infos zu bekommen. Sie geben sich aber zufrieden wenn sie mit Informationen zum Stand der Dinge versorgt werden. Es ist nicht erforderlich und sogar schädlich, zu einem Zeitpunkt mit unsicheren Informationen Pressekonferenzen abzuhalten, deren Ergebnis dann ist "Wir wissen nichts und sagen auch nichts". Das ist der PR-Super-GAU und man sollte eigentlich von jedem Beteiligten, der Stadt, der Polizei, dem Veranstalter der Loveparade, erwarten, dass die ein Mindestmaß an Erfahrung mit Öffentlichkeitarbeit haben.


    Das Management ist in dieser Hinsicht aber maximal in die Hose gegangen. Der OB kommt obendrein seiner Repräsentationspflicht nicht nach. Er ist nicht nur Verwaltungschef, sondern zugleich Sprachrohr seiner Bürger. Während die empörten Bürger Anteil nehmen und trauern ist der oberste Repräsentant abgetaucht und sichert seine persönlichen Bezüge ab.


    Da darf er sich nicht wundern wenn er mehr als jeder andere angegangen wird wird. Anfangs konnte man ja noch Verständnis haben, der Mann war unter schock und auch nie in einer solchen Situation. Aber wir sind jetzt 2 Wochen weiter und das völlig unpassende Verhalten persistiert.

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • Ziemlich einfach macht sich es der neue Innenminister von NRW, wenn er die Schuld nur bei den anderen sieht, (Veranstalter, Stadt Duisburg), aber dort wo er Verantwortung trägt, bei der Polizei, da sieht er keine Schuld. Ein Katz- und Mausspiel kann mann da nur sagen.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Es wird nicht dadurch richtiger, dass du es immer wieder schreibst.


    Die Polizei hat, wie die Stadt und der Veranstalter, Fehler gemacht. Das sind aber keine systemimmanenten Verfehlungen gewesen, für die der Innenminister politisch verantwortlich ist.
    Es war eher ein Fehlmanagement des oder der Beamten, die die Zugangssperren nicht besonders glücklich geregelt haben. Aber selbst denen müsste man erst noch nachweisen, dass ihr falsches Management grob fahrlässig und vermeidbar war. Falls die gar nicht absehen konnten, was da schief läuft, kann man nicht mal denen eine Schuld geben.


    Der Innenminister haftet aber nicht für einzelne Fehler irgendeines Beamten, wenn dahinter nicht ein organisatorisches Versagen des ganzen Polizeiapparates steht. Und obendrein ist der aktuelle Innenminister erst seit einigen Tagen im Amt gewesen, so dass man ihm vorher entstandene Mängel auch nicht anlasten könnte.


    Du tätest also gut daran, diese Fakten endlich mal zur Kenntnis zu nehmen anstatt nur aus parteipolitischer Präferenz unsinnige Argumentationen zu bringen.

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  • Über die Verantwortlichkeiten kann man unter strafrechtlichen, zivilrechtlichen und moralischen Ansätzen streiten. Klar ist: eine gute Figur hat keiner der Beteiligten gemacht, in irgendeiner Hinsicht sind alle verantwortlich.


    Du hackst aber permanent auf dem Innenminister herum, dem man nicht einfach eine politische Verantwortung anhängen kann wenn alle anderen Beteiligten ebenso angreifbar sind und er persönlich nicht mal in die Sache involviert, sondern nur in seiner Funktion als oberster Dienstherr der NRW-Polizei beteiligt ist. Obendrein ist er das erst seit wenigen Tagen. Da kann man ihn kaum für Verfehlungen haftbar machen, die ihren Ursprung allesamt vor seinem Amtsantritt hatten und wo er in den wenigen Tagen seiner Amtsführung gar keinen Einfluss hatte.

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  • Wenn ich dich richtig verstehe, bist du der Meinung, daß zwar alle Beteiligen keine gute Figur gemacht haben und Verantwortung tragen, aber Schuld hat eigentlich niemand. Wenn nicht, wer ist denn jetzt der Schuldige bzw. sind die Schuldigen?

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