Alles richtig, es sollten aber durch einen einheitlichen Mehrwertsteuersatz keine verdeckten Steuererhöhungen und Preiserhöhungen entstehen, ansonsten bringt so eine Reform für den Bürger nichts.
Einheitlicher Mehrwertsteuersatz? Pro/Kontra?
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Original geschrieben von HansFranz123
genau so ist es. Einheitlicher Satz von 20% und einige Probleme wären gelöst.
Das würde auch die von Schäuble gewünschten Mehreinnahmen generieren.
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Original geschrieben von bernbayer
Alles richtig, es sollten aber durch einen einheitlichen Mehrwertsteuersatz keine verdeckten Steuererhöhungen und Preiserhöhungen entstehen, ansonsten bringt so eine Reform für den Bürger nichts.
Die Frage ist: Wie hoch wären die Einsparungen für die Wirtschaft und die Steuerverwaltung, wenn ein einheitlicher Steuersatz angewendet würde?
Und diese Einsparungen kämen wiederum dem Bürger zugute. Wie gerecht verteilt, ist aber wiederum eine andere Frage. -
Zitat
Original geschrieben von Hightower2004
Das würde auch die von Schäuble gewünschten Mehreinnahmen generieren.
genau... Wie einfach es doch ist..
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Original geschrieben von Hightower2004
Bücher und Zeitschriften zählen zu den Kulturgütern und sind deshalb begünstigt.
Pornos auch? :p
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Original geschrieben von Superlug
Pornos auch? :p
Nein.ZitatOriginal geschrieben von Anlage 2 (zu § 12 Abs. 2 Nr. 1 und 2) Liste der dem ermäßigten Steuersatz unterliegenden Gegenstände
Bücher, Zeitungen und andere Erzeugnisse des grafischen Gewerbes mit Ausnahme der Erzeugnisse, für die Beschränkungen als jugendgefährdende Trägermedien bzw. Hinweispflichten nach § 15 Abs. 1 bis 3 und 6 des Jugendschutzgesetzes in der jeweils geltenden Fassung bestehen, sowie der Veröffentlichungen, die überwiegend Werbezwecken (einschließlich Reisewerbung) dienen, und zwar ...
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Wieder was gelernt, danke!
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Original geschrieben von oleR
Würde ja bedeuten, dass die Apotheker eine Handelsspanne von weniger als etwa 15 % haben. Jeder Discounter erreicht mehr.Die Handelsspanne bei den Lebensmitteldiscountern kenne ich zwar nicht, da das ja nur der Unterschied zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis ist, ohne Berücksichtigung eigener Kosten und so weiter. Die Umsatzrendite bei den Discountern ist jedoch extrem niedrig, immer im unteren einstelligen Prozentbereich - in der Regel werden 1 bis 2 Prozent genannt.QUOTE] Original geschrieben von frank_aus_wedau
Wenn millionenschwere Sportpferde zum ermäßigten Satz gehandelt werden, liegt dies daran, dass sie durch die (in der Regel ja befristete) Nutzung im Sport ihren grundsätzlichen Charakter als Lebensmittel nicht verlieren und wahrscheilich auf irgendeinem Teller (oder in einer Wurst) landen werden. Als Pferdesteak etwa ein Genuss. :p[/QUOTE]Zuerst dachte, das müsste Blödsinn sein angesichts des sehr geringen Pferdefleischkonsums hierzulande. Tatsächlich aber könnte das für den Großteil der Pferde trotzdem zutreffen. Hierzulande eine Million Pferde bei einem angenommenen Durschnittsalter von 25 Jahren ergibt 40.000 Pferde/Jahr. Bei grob geschätzten 200kg Fleisch pro Pferd wäre das 8000 Tonnen/Jahr, also 8 Mio Kilogramm, also 100g/Bürger. Der tatsächliche Konsum liegt bei niedrigen 50g/Bürger (in Italien übrigens 900g/Bürger).Trotzdem hat aber das eine mit dem anderen praktisch nichts zu tun. Bei Pferdeauktionen werden järhlich einige tausend Pferde je nach Typ zu Preisen von durschnittlich 10.000 bis 20.000 Euro verkauft und auch ansonsten kostet's zumindest ein paar tausend Euro. Selbst der komplette Fleischertrag zu Endkundenpreisen beträgt nur einen Bruchteil davon. Das Pferd kommt nicht zwecks Schlachtung zur Welt, sondern als Sport- und Verdienstgerät. Dementsprechend passt der ermässigte Mehrwertsteuersatz auf's Pferd genauso wie auf's Sportgeräte von Rennfahrern.
Von mir aus könnten alle Artikel mit dem vollen Satz bedacht werden, außer Lebensmittel. Letztere sind ja für absolut alle absolut existentiell und besonders bei weniger Wohlhabenden ist einerseits ihr Anteil am Gesamtbudget hoch. Zudem würde jeder Ausgleichsversuch bei den verschiedenen Gruppen weniger Wohlhabender Lücken hinterlassen und Ungerechtigkeit schaffen. Bei einer Aufstufung aller anderen Artikel muss man sich aber im Klaren sein, daß die Vereinfachung und die Eliminierung von Logiklücken zum einen jeden von uns an der ein oder anderen Stelle mal mehr, mal weniger erwischen wird und es sich letztlich um eine allgemeine, versteckte Steuererhöhung handeln würde - vielleicht statt einer normalen, allgemeinen Mehrwertsteuererhöhung.
Aber wahrscheinlich wird früher oder später sowieso beides geschehen.
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Zitat
Original geschrieben von drueckerdruecker
Von mir aus könnten alle Artikel mit dem vollen Satz bedacht werden, außer Lebensmittel. Letztere sind ja für absolut alle absolut existentiell und besonders bei weniger Wohlhabenden ist einerseits ihr Anteil am Gesamtbudget hoch. Zudem würde jeder Ausgleichsversuch bei den verschiedenen Gruppen weniger Wohlhabender Lücken hinterlassen und Ungerechtigkeit schaffen. Bei einer Aufstufung aller anderen Artikel muss man sich aber im Klaren sein, daß die Vereinfachung und die Eliminierung von Logiklücken zum einen jeden von uns an der ein oder anderen Stelle mal mehr, mal weniger erwischen wird und es sich letztlich um eine allgemeine, versteckte Steuererhöhung handeln würde - vielleicht statt einer normalen, allgemeinen Mehrwertsteuererhöhung.
Ich würde dann dafür plädieren, dass alles was der Mensch essen und trinken kann zum ermäßigten Satz abgegeben wird. Das würde auch für Restaurants gelten. Obwohl ich da schon die Schlagzeile der Bild-Zeitung vor mir sehe: BUNDESREGIERUNG SENKT MEHRWERTSTEUERSATZ FÜR NOBELRESTAURANTS! Jetzt sparen unsere reichen Promis bei Hummer und Champanger Mehrwertsteuer! Als Ausnahme würde ich höchstens noch alkoholhaltige Speisen und Getränke (sofern deklarationspflichtig) sehen, die dann mit vollem Satz berechnet würden. -
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Original geschrieben von drueckerdruecker
... Das Pferd kommt nicht zwecks Schlachtung zur Welt, sondern als Sport- und Verdienstgerät. Dementsprechend passt der ermässigte Mehrwertsteuersatz auf's Pferd genauso wie auf's Sportgeräte von Rennfahrern....Die steuerliche Ermäßgung für Pferde dürfte noch aus einer Zeit stammen, als Pferde vor allem noch Arbeitstiere waren. Die Luxusnutzung oder der Pferdefleischkonsum waren da sicher nur nachrangig.
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