Die gibt es sicher auch noch. Aber auch da beobachtet man immer mehr, das man sein Handy und die Simkarte bei Aldi und Co. mitnimmt. Kennt man sich dann nicht so richtig damit aus, läßt man sich alles halt z.B. dann vom Enkel oder der Enkelin erklären.
Vorstellung bei Vodafone - Was erwartet mich?
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Original geschrieben von bernbayer
Heute informiert man sich im Internet und man kauft auch dort, weil es meistens günstiger ist und man sich nicht bedrängen und bequatschen lassen muß.Oder man holt sich ein Schnäppchen in den großen Elektronikmärkten.Genau, und im Bedarfsfall greift man dann im Einzelhandel den Service ab, lässt sich die Hardware zeigen, Tarife erklären oder kommt hinterher nur bei Problemen - Stichwort Serviceschmarotzer!
Solange mit Verträgen Geräte finanziert werden, werden natürlich auch Verträge an den Mann gebracht. Im übrigen kenne ich in unserem Freundes- und Bekanntenkreis aus der Welt der Erwachsenen niemanden mit einer Prepaidkarte - wir wohnen allerdings auch nicht in Oberfranken!

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Ich finde das der Kuchen einfach enorm groß ist
Richtig, aber der Kuchen wird nicht im Cafe gegessen, sondern zu Hause.Es wird zurecht darauf verwiesen, dass TT eine Insel der Mobilfunk- und Internetjünger ist und somit nicht repräsentativ sei. Das ist aber nur die halbe Wahrheit.
Die andere Seite ist: Gerade Mobilfunk- und Internet ist ein Gebiet, das technisch Affine anspricht und die haben eben keine Hemmungen übers Netz zu bestellen.
Auch der Vergleich der Simkarten hinkt gewaltig. Ein Großteil der Diensthandys und die dazugehörigen Simkarten werden bestimmt nicht im VF-Shop an der Ecke gekauft, sondern direkt über VF & Co abgewickelt.
und somit wird der Kuchen immer kleiner ...
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Original geschrieben von Printus
Es dürfte aber auch eine große Gruppe von Menschen geben, denen das Netz suspekt ist und die einen persönlichen Ansprechpartner in einem Laden vor Ort haben wollen, die Beratung wollen und weder Zeit noch Lust haben, sich selbst durch den Tarifdschungel zu quälen.
Das sehe ich ganz genauso auch wenn ich das nicht unbedingt altersabhängig machen würde.
Der Wunsch nach Service ist wieder im Kommen. Gibt genug Menschen die einen Verkäufer zum Anfassen wollen. -
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Original geschrieben von Andreas24
Richtig, aber der Kuchen wird nicht im Cafe gegessen, sondern zu Hause.Klar nimmt das Internet dem Einzelhandel ne menge Kunden weg, aber längst nicht alle.
Da bleibt noch mehr als genug für den Einzelhandel übrig.Wenn ich beispielsweise an meine Eltern denke, die Kaufen sich ihre Mobilfunkgeräte und Tarife sicher nicht im Internet.
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Natürlich nicht alle, aber dagegen steht auch wieder, dass es die Shops an jeder Ecke gibt!
Meine Eltern bestellen auch nicht (alles) im Internet, die fragen mich und ich bestelle es ihnen dann oder zeige ihnen, wo sie es am Besten bestellen.Man braucht ja auch eigentlich nur mal in die Läden reingucken. In vielen ist oft nichts los bzw. die Leute gucken eben nur oder noch schlimmer, sie reklamieren! Damit wird aber eben kein einziger Cent verdient.
ZitatInsofern werden sich die Läden durchaus tragen. Sonst wären sie ja auch nicht da...
Das sieht so aus, ja! Aber ich wäre da schon gern mal "Mäuschen" und wüsste, ob die tolle Fassade auch nen tolles Fundament hat.Zwischen "sich Tragen" und "erfolgreich tragen" bis hin zu "krisensicher" (und nach letzterem war gefragt) ist nen weiter Weg.
Es würde mich z.Bsp. mal interessieren, ob die reinen VF-Shops & Co irgendwie noch gesponsert werden im Vergleich zu den komplett unabhängigen NoName-Shops? Letztlich geht es ja auch um Verdrängung von Konkurrenten. Wie gesagt, die 3 Shops von O2 am Alex in Berlin ergeben nicht wirklich Sinn. Möglicherweise geht es halt nur darum, das Ladenlokal zu belegen, bevor sich da die Konkurrenz breitmacht. Aber das wiederum wird die Läden von allein kaum tragen...
@TE
Falls Du von einer tollen/erfolgreichen Vertrieblerkarriere träumst, befürchte ich für Dich, dass Dich die Realität in einem solchen Geschäft ganz schnell einholt
Ansonsten fang aber ruhig erstmal an; kündigen kann man selber immer noch ... -
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Original geschrieben von Andreas24
Auch der Vergleich der Simkarten hinkt gewaltig. Ein Großteil der Diensthandys und die dazugehörigen Simkarten werden bestimmt nicht im VF-Shop an der Ecke gekauft, sondern direkt über VF & Co abgewickelt.und somit wird der Kuchen immer kleiner ...
Das glaube ich gerade nicht.
Ich las letztens von einer Untersuchung, bei der man festgehalten hat, ab welchem Alter Menschen sich der technischen Umwelt gewachsen fühlen. Vor 30 Jahren lag der Wert (ich weiß nicht mehr die genauen Zahlen, aber so als Trend) bei 70 Jahren - d. h. der 70jährige kam mit den Funktionen seiner Kaffeemaschine, des Fernsehers, des Autoradios etc. problemlos zurecht. Der Wert sank dann rapide immer weiter, vor 20 Jahren fühlten sich nur noch maximal 50jährige in der Lage alle Funktionen ihres Videorekorders und aller anderen Geräte zu erfassen. Vor 10 Jahren waren 40jährige in der Lage die Funktionen ihres Handys komplett auszuschöpfen.
Und heute? Der Wert liegt jetzt bei knapp über 30. Statistisch fühlt sich die große Mehrzahl der 35jährigen nicht mehr fähig, alle Funktionen ihres Smartphones, die Einrichtung und Konfiguration eines WLAN oder andere Dinge zu verstehen. Einen PC oder Laptop hat in der Alterklasse fast jeder - aber wer kann noch wirklich beurteilen welcher Prozessor etwas taugt, wieviel RAM man für bestimmte Anwendungen braucht etc.?
Viele haben auch keine Lust sich hereinzuarbeiten, stundenlang Tarife und Handy-Testberichte zu lesen, zu vergleichen, sich technisches Wissen anzueignen etc. Die gehen lieber in einen Laden, dem sie vertrauen - und da sind Vodafone und die Telekom immer noch recht gute Namen mit passablem Image - und möchten von einem kompetenten und vertrauenswürdigen Verkäufer den passenden Tarif für ihre Bedürfnisse genannt bekommen, oder eben ein ordentliches Gerät empfohlen bekommen.
Auch kleine Unternehmer haben andere Sorgen als sich stundenlang im Netz nach irgendwelchen Tarifen umzusehen. Die halten dann oft beim Shop, lassen sich ein Angebot machen und wenn das okay ist schlagen sie zu.
Dieses Klientel will - wie auch viele ältere Menschen und selbst ich kann mich da inzwischen manchmal nicht ausschließen - zuverlässige Beratung und Service. Der darf dann nicht allzu übertrieben teuer sein, aber wer im Netz bestellt hat Versandkosten, wartet tagelang auf die Lieferung und wenn es Probleme gibt rennt man dem Service hinterher. Oft rechnet es sich mehr gleich 10, 20 EUR draufzulegen und dann aber einen Problemlöser vor Ort zu haben, der immer Ansprechpartner ist, egal was man will.
Der große Internethype ist eher vorbei. Inzwischen hat jeder ausreichend negative Erfahrungen mit irgendwelchen unbekannten Internet-Anbietern gemacht, die unbekannt und deswegen potentiell nicht vertrauenswürdig sind.
Außerdem sind gerade in kleineren Strukturen Händler vor Ort solidarisch, d. h. wenn sich der Vodafone-Shop das Dach vom ortsansässigen Dachdecker abdichten lässt anstatt einen schwarz arbeitenden Polen über My Hammer zu engagieren, kauft der Dachdecker dafür auch seinen Vertrag in dem Laden - und nicht im Netz. Die wissen beide, dass sie aufeinander angewiesen sind und nur faires Miteinander jedem sein täglich Brot sichert.
Wenn die Beratung gut, das Angebot fair und der Preis okay ist geht der Trend deutlich weg vom Internetkauf. Die Leute raffen, dass Service vor Ort auch einen Wert hat und viele sind inzwischen im Netz auf die Nase gefallen und durchaus wieder eher bereit, mit einem guten örtlichen Händler Geschäfte zu machen.
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Vielen Dank Andreas.
Ich probiere es einfach mal. Steht ja auch erst mal nur das Vorstellungsgespräch an.
Es gibt sicher zukunftsunsicherere Unternehmen in die ich einsteigen könnte. Und Erfahrung sollte auch nicht schaden
ZitatOriginal geschrieben von Andreas24
In vielen ist oft nichts los bzw. die Leute gucken eben nur oder noch schlimmer, sie reklamieren! Damit wird aber eben kein einziger Cent verdient.
Nicht ganz. Man arbeitet in so einem Shop ja nicht nur auf Provisionsbasis.
Beratung und Bereitstellung von Vorführgeräten gehört ja auch noch dazu. -
Zitat
Auch kleine Unternehmer haben andere Sorgen als sich stundenlang im Netz nach irgendwelchen Tarifen umzusehen. Die halten dann oft beim Shop, lassen sich ein Angebot machen und wenn das okay ist schlagen sie zu.
Ich hatte bei meinem Beispiel auch eher größere Gesellschaften im Auge, wo es halt auch einen gewissen Durchsatz gibt.ZitatAußerdem sind gerade in kleineren Strukturen Händler vor Ort solidarisch, d. h. wenn sich der Vodafone-Shop das Dach vom ortsansässigen Dachdecker abdichten lässt anstatt einen schwarz arbeitenden Polen über My Hammer zu engagieren, kauft der Dachdecker dafür auch seinen Vertrag in dem Laden - und nicht im Netz. Die wissen beide, dass sie aufeinander angewiesen sind und nur faires Miteinander jedem sein täglich Brot sichert.
Auch hier: 100% Zustimmung; kenne ich aus dem eigenen Bekanntenkreis. Allerdings: Gerade in ländlichen Strukturen mit wenigen Einwohnern, werden entsprechend wenig(er) Verträge abgeschlossen.ZitatDer große Internethype ist eher vorbei. Inzwischen hat jeder ausreichend negative Erfahrungen mit irgendwelchen unbekannten Internet-Anbietern gemacht, die unbekannt und deswegen potentiell nicht vertrauenswürdig sind.
Na komm
nicht jeder Internethändler ist nen Betrüger und umgekehrt, kann der auch hinter der Theke im Shop stehen. Der Druck den die haben wurde hier ja bereits erwähnt. Ich persönlich traue den meisten Verkäufern im Shop keine 5m mehr über den Weg ...ZitatNicht ganz. Man arbeitet in so einem Shop ja nicht nur auf Provisionsbasis.
Beratung und Bereitstellung von Vorführgeräten gehört ja auch noch dazu
Ich hatte da auch eher "unternehmerisch" gedacht
Damit Dir erstmal einer nen Grundgehalt zahlen kann, muss er es selber erwirtschaften. Im Prinzip kann ja jeder der etwas Ahnung hat, selber mal versuchen hochzurechnen, was so ein "möbliertes" Ladenlokal an Miete und Nebenkosten mit sich bringt. Sich dann weiterüberlegen, was man selber verdienen möchte und was der Investor wohl als Rendite verlangt. Dagegen dann einfach mal die mögliche Marge eines Mobilfunkgerätes oder Vertragsprovision rechnen... Dann weiß man, was man meinetwegen monatlich leisten muss, damit sich der ganze Zauber rechnet.Und je niedriger das Grundgehalt, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass ein Verkäufer auf die schiefe Bahn kommt und dem Kunden einen Bären aufbindet. Mein 1. Handyvertrag sollte eigentlich ne Prepaidkarte werden!! Das hat mir der Shop-Mitarbeiter aber gekonnt ausgeredet und ich hatte meinen ersten 2 Jahresvertrag an der Backe
Das war schon vor über 10 Jahren so... -
Ich kann von so einem Job auch nur abraten. Ich war noch zu Boom-Zeiten Filialleiter (nicht bei VF) und das war schon hastig.
Die wichtigste Fähigkeit ist, dass man mächtig einstecken kann und tolerant ist. Wer sich einmal am Tag im Auto über andere Fahrer aufregt, kann den Job gleich sein lassen.Pauschal würde ich sagen, 40% der Zeit verbringt man mit Hardwarereklamationen, 40% mit Rechnungsproblemen und 20% mit Beratung im herkömmlichen Sinn. Diese Beratung wiederum besteht zur Hälfte aus Rechtfertigung (warum so "teuer"). Jede 10. Beratung ist sinnlos, weil eine Schufa-Ablehnung kommt.
Richtig helfen kann man den Kunden nicht, weil man im Unternehmen der letzte Horst ist. Soll heißen, dass Dir außer SIM-Kartentausch und wenigen Kulanzmaßnahmen nichts zugestanden wird.
Du wirst auch der letzte sein, der irgendwas über neue Geräte und Tarife erfährt. Bis auf das Gehalt war nichts "filialleiter-mäßig". Spätestens bei der Weihnachtsfeier sind alle Illusionen verschwunden.Effektiv teilt sich das so auf, dass 1/3 der Kunden der Preis relativ egal ist, 1/3 der Kunden zu faul ist mitzudenken oder im Allg. bequem sind und 1/3 sind eine Kombination der ersten beiden Drittel.
Alle ein bis zwei Wochen kommt eine richtig dreiste Arschgeige. Die reklamieren dann im vollen Laden ein Ladekabel, in das offensichtlich der Hund reingebissen hat usw.Alles in Allem ist das kein Job in dem die coolen technischen Sachen im Vordergrund stehen oder Lösungen gesucht werden. Man beantwortet Fragen, die im Handbuch stehen. Oder die man mit minimalem Gehirneinsatz selbst beantworten könnte. Alles sehr ernüchternd.
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