Darf man "Zugangsdaten" auf dem Handy spazieren tragen?

  • Hallo Zusammen,


    mich treibt folgende Frage um:


    Für den Schutz bzw. Ablage von "Zugangsdaten" (darunter will ich mal alles verstehen von Passwörtern und Logins bishin zu Pin-Nummern von Bank- und Kreditkarten) gibt es verschiedene Drittprogramme für Handys.


    Darf man diese bedenkenlos nutzen oder handelt man (grob) fahrlässig und kann im Falle des Verlustes (Diebstahl oder einfach nur Verloren) haftbar gemacht werden?


    Gibt es da zertifizierte Programme, die einer bestimmten Norm genügen und damit (von wem auch immer) anerkannt werden?


    Gruß Walter

  • ...eine Norm gibt es da wahrscheinlich nicht.


    Aber diese Programme haben ja alle eine Verschlüsselung via Master Passwort und sind doch somit für dritte nicht zugänglich (wenn das Handy gefunden / gestohlen wurde ).


    Gruss

  • Das mit der Verschlüsselung ist mir schon klar.


    Die Frage ist: reicht das aus?


    Es gibt ja die glaube ich die Vorschrift "... Pinnummer der Bank- oder Kreditkarte darf ich nicht aufschreiben, weil das eben fahrlässig ist ..."


    Wenn man dann jedoch die Anforderungen betrachtet, die an "sichere" Passwörter z.B. gestellt werden - also mindesten 8 Zeichen, Groß- und Kleinbuchstaben, mindestens ein Sonderzeichen und/oder Zahl und vor allem kein Wort (oder gar Namen) aus dem Duden), so kommt man meiner Meinung gar nicht umhin sich das ganze Zeug aufzuschreiben.


    Gruß Walter

  • Dein Bsp. mit der Bank ist IMHO auch die Antwort, diese geben in ihren AGBs vor wie sich der Kunde bezüglich Pins und TANs verhalten soll. Ein Verstoß dagegen kann dann als Fahrlässigkeit ausgelegt werden. Die müßtest also bei jeder einzelnen Firma deren Zugangsdaten, Pins etc. abspeichern willst, in deren AGB und Datenschutzerklärungen nachlesen, was und wie dir gestattet ist. Letztendlich kommt es wahrscheinlich immer auch auf den Einzelfall an wenn doch mal was passiert. Bestes Bsp. übrigens Sofortüberweisung.de, bei Nutzung des Dienstes verstößt praktisch jeder gegen die AGBs seiner Bank, benutzt wird es aber von Händlern und Käufen ...


    Gruß Kai

  • den besten schutz für sowas finde ich immernoch die PIN in fingierten SMSen oder gespeicherten Rufnummern "zu verstecken".
    jemand der das handy findet, wüsste im gegensatz zum handy-safe garnicht, wo er suchen und zuordnen sollte.

  • Das kommt drauf an, wie gut die fingiert sind. Früher wurde sowas in den händischen Adressheftchen gemacht...mein Vater auch..."hab ich so gut versteckt, die findet keiner"...hatte ich nach ungelogen weniger als einer Minute gefunden...seid vorsichtig, was Ihr wo notiert. Auch im Handy.

    Auch ein Traumjob berechtigt nicht zum Schlaf am Arbeitsplatz.

  • Ja, aber wie ist die "rechtliche Beurteilung" dieser Sache.


    Ich vergleiche das mal mit einer Wohnung und der zugehörigen Hausratversicherung:
    Lass ich die Wohungstür auf und es "bricht" jemand ein, dann handel ich glob fahrlässig und ich bin für den Schaden allein verantwortlich.
    Schließe ich die Wohnungstür mit einem "ordentlichen Schloß" ab, dann kommt (in der Regel) meine Hausratversicherung für den Schaden auf.
    Keiner verlang von mir, dass ich gleich die "ganze Tür zu mauer".


    Irgendetwas vergleichbares muss es doch auch für die Ablage von Zugansgdaten geben, oder?


    Kein Mensch kann sich gefühlte 5 Millionen Pins, Passwörter und sonstige Kombinationen, die man heutztage im Laufe der Zeit mit sich rumschleppt, merken?!


    Gruß Walter

  • @Boo82:
    Verstehe ich das richtig: Du hast deine vertraulichen Daten auf irgendeiner Website im Internet und damit erstmal für jedermann "zugänglich" abgelegt?


    Respekt?! ... für so viel Vertrauen an Dritte ...


    Gruß Walter

  • Zitat

    Original geschrieben von walter01
      @Boo82:
    Verstehe ich das richtig: Du hast deine vertraulichen Daten auf irgendeiner Website im Internet und damit erstmal für jedermann "zugänglich" abgelegt?


    Respekt?! ... für so viel Vertrauen an Dritte ...


    Gruß Walter


    Wo legt man den dort was ab? Schon mal auf der Seite gewesen und ausprobiert oder sofort geflammt?

    Programming is like sex:
    One mistake and you have to support it for the rest of your life.

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