Jugendliche nach Strafvollzug / Drückerkolonnen

  • Hallo!
    Mit ist leider kein besserer Betreff eingefallen, ich will aber mal mein Problem schildern:
    Heute morgen um 10, kurz nach'm Aufstehen (hab Spätschicht...), klingelt's an der Tür. Ich mach natürlich auf und sehe einem ca. 18-20-jährigen jungen Mann vor mir stehen. Er fängt auch gleich zu reden an, nämlich dass er gerne meine Meinung über Jugendliche nach'm Stafvollzug wissen wolle und da ein paar Fragen stellen wollte. Die Umfrage sollte für eine Gruppe Studenten gemacht werden, die das angeblich auswerten würden und damit eine Studienarbeit bestreiten würden. "Klar" meinte ich und nachdem er sich's auf der Treppe bequem gemacht hatte, stellte er mir Fragen, wie z.B. "Würden Sie sagen, dass Sie vorbestraften Jugendlichen gegenüber Vorurteile haben?", "Wieviel Prozent der Bevölkerung hat Ihrer Meinung nach solchen Jugendlichen gegenüber Vorurteile?", "Wie hoch schätzen Sie die Rückfallquote dieser Jugendlichen ein?" oder "Was könnte man Ihrer Meinung nach tun, um die Rückfallquote zu verringern?". Nachdem ich ihm meine Meinungen zu den Fragen wissen ließ, erzählte er mir, dass er ja nun auch veruche, wieder Fuß zu fassen und zu arbeiten. Er bräuchte aber noch Unterstützung und gab mir einen kleinen Zettel, auf dem diverse Zeitschriften aufgelistet waren. Weiterhin erklärte er mir, dass ein Teil dieser Abo-Gebühren auf ein Sperrkonto kommen würde und er so den einen oder anderen Groschen dazu verdienen könnte. Nachdem ich aber dankend ablehnte und meinte, ihm dennoch etwas mit der Teilnahme an der Umfrage geholfen zu haben machte er sich weiter auf den Weg.


    Nun meine Frage: Was meint ihr, war diese Umfrage wirklich ernst gemeint, oder nur ein netter Rahmen um ein "Verkaufsgespräch" über diverse Zeitschriften-Abos? Einer meiner Freunde ließ auch mal so einen rein, allerdings wurde der ziemlich pampig, nachdem mein Kumpel das Abo ablehnte. Ist schon ein bisschen komisch.. :rolleyes:


    Aber was meint Ihr dazu?


    Grüße,
    KrowBill

  • Hi KrowBill,



    soweit ich weiß, sind die "Jugendlichen nach dem Strafvollzug" einer der ältesten Aufhänger überhaupt für die Drückerkolonnen, die ihre Abos an den Mann bringen wollen. :rolleyes:
    Ich gehe nun stramm auf die 30 zu, kann mich aber aus früher Kindheit auch an einen solchen "Besuch" erinnern, bei dem meine Mutter auf diese Weise vollgequatscht wurde. :flop:


    Fazit: nix unterschreiben und nach Möglichkeit auch gar nicht auf ein Gespräch einlassen!



    Gruß, Mooney :)

  • Hallo!


    Das hört sich sehr stark nach der neuesten Masche beim Abo-Verkauf an. Niemand, der an (s)einer Studienarbeit arbeitet und daher an einer seriösen Umfrage interessiert ist, würde im gleichen Atemzug versuchen, seinem Befragten ein Abo zu verkaufen.


    Hier ging's wohl in ersten Linie darum, durch die Umfrage eine Art Sensibilisierung für das Thema zu schaffen und dann über die Mitleidsmasche ein Abo zu verkaufen.


    Viele Grüße!
    J

  • Hmm, also unterschrieben etc. hab ich nix, ein bisschen unterhalten mit ihm schon. Also dass ich Zivi bin und jetzt dann los muss, ansonsten eigentlich nix. Müsste ich mir Sorgen machen, weil er ja einen Einblick hat, dass ich nur allein zu hause war (keine weiteren Schuhe an der Ablage) oder bin ich in dem Punkt nur ein wenig schitzophren?


    Gruß,
    KrowBill

  • Ein Wort: Drückerkolonne
    Laß bloß die Finger davon! Mein Bruder war selber mal in so einer "Organisation" und mußte immer erzählen, daß er im Gefängnis war, seine Eltern tragisch umgekommen sind usw. - hat er sein Tagessoll an Zeitschriftenabos nicht erfüllen können wurde er brutal zusammengeschlagen - Geld hat er nie gesehen.

    -> Tristan @ Work <-
    --

  • Das gleiche hatte ich auch schonmal erlebt. Nur das der Typ, nachdem man ablehnte, anfing zu heulen. Erst nach mehrmaligen abweisen ist der dann beleidigt abgezogen. Typisch Drückerkolonne !

  • Zitat

    Original geschrieben von Mooney
    soweit ich weiß, sind die "Jugendlichen nach dem Strafvollzug" einer der ältesten Aufhänger überhaupt für die Drückerkolonnen, die ihre Abos an den Mann bringen wollen.


    So sehe ich das auch. Die lassen sich immer wieder andere Maschen einfallen. Für Straffällige wäre ein sog. Resozialisierungsprojekt doch das angemessene statt Zeitungen zu "drücken".

    Gruß
    vom Stefan


    -Wer einmal in Fürth war, der findet es überall auf der Welt schön-

  • Jepp, scheint eine Drückermasche zu sein. Ich bin da selber drauf reingefallen, liegt allerdings ein paar Jahre zurück. Das Abo sollte nur auf ein Jahr festgelegt sein, was natürlich nicht der Fall war. Also laß davon die Finger. An der Tür werde ich eh nie wieder was kaufen.

  • so ein typ war auch mal bei mir vor ca 7-8 jahren und hat mich vollgequatscht, genauso lästig wie die zeugen J.

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