Europäische Schuldenunion - ist der Politik überhaupt noch zu trauen?

  • Der Besitz von Land muss keine Bauerneigenschaft induzieren. Großinvestoren aus China haben inzwischen den halben Afrikanischen Kontinent aufgekauft, ohne zu wissen, dass man Mähdrescher nur selten braucht. :)


    Hätte ich engere Bindungen an Griechenland als die losen über meine Frau, hätte es auch mir passieren können, in Griechenland investiert zu sein. Manchmal erlaubt der Familienfrieden nichts anderes.



    Tsipras steigt im übrigen in meinem Ansehen. Was er derzeit im Interesse der Griechischen Nation bewerkstelligt, verdient m.E. unabhängig vom letztlichen Erfolg besondere Anerkennung. Er ist in der Realität angekommen und versucht alles denkbare, um die Auflagen der potenziellen Gläubiger zu erfüllen. Und das nicht ohne Fortune. Er hat es geschafft, ein Parlament so einzusetzen, wie es auch uns gut stehen würde: Abgeordnete geben ihre Stimmen ab ohne parteipolitisches Kalkül ... sozusagen eine Große Koalition aller Volksvertreter, unabhängig von ihrem Parteibuch. Der Hütchenspieler war gestern - was aber nicht heißen muss, dass das so bleibt.


    Gegenwärtig betreibt er jedenfalls echte europäische Realpolitik ... etwas, das seit Jahrzehnten noch keine einzige griechische Regierung geschafft hat! Chapeau!

  • Ich habe es ja schon weiter oben beschrieben, seit er seinen ehemaligen Finanzminister los hat, ist Tsipras wie umgedreht. Er bemüht sich jetzt die geforderten Auflagen und Reformen umzusetzen. Allerdings bleibt da halt das Glaubwürdigkeitsproblem,die Versprechungen aus dem Wahlkampf werden jetzt größtenteils nicht eingelöst. Aber sei es drum, wirklich aus der Misere wird Griechenland auch das dritte Hilfspaket nicht bringen.. Man kauft sich da nur Zeit und versenkt weiter Steuergelder. Ein Grexit im Sinne von. Prof. Sinn wäre da jedenfalls die bessere Alternative.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Dein Kumpel Wolfgang (Bosbach) hat die Plörren inzwischen hingeschmissen ...


    Leider ist Bosbach ein oft verkanntes politisches Talent, das m.E. in früheren Jahren die Politik der Union entscheidender hätte mitbestimmen sollen. Er ist ein bodenständiger Niederrheiner, der wirklich anpacken kann, während sich andere in dummes Geschwätz verstricken.


    Schade. :(



    Edit:
    Und komm' mir jetzt nicht mit Krankheiten ... Bosbach ist ein ähnliches Kaliber wie der ehemalige Düsseldorfer Oberbürgermeister Erwin. Pflichtbewusst, ohne die eigenen Grenzen zu respektieren.

  • Habe es auch gelesen.Finde es auch schade. Er war jedenfalls ein Politiker mit Rückgrat und poltischen Sachverstand und über Parteigrenzen hinweg beliebt.Nur beim Kumpel muss ich widersprechen, bin ja parteilos..


    Ps.Denke auch das sein Rücktritt nichts mit seinen Gesundheitszustand zu tun hat. Bosbach ist keiner der da nicht die wirklichen Gründe nennt und was anders vorschiebt.

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  • Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Ich habe es ja schon weiter oben beschrieben, seit er seinen ehemaligen Finanzminister los hat, ist Tsipras wie umgedreht. Er bemüht sich jetzt die geforderten Auflagen und Reformen umzusetzen. Allerdings bleibt da halt das Glaubwürdigkeitsproblem,die Versprechungen aus dem Wahlkampf werden jetzt größtenteils nicht eingelöst. Aber sei es drum, wirklich aus der Misere wird Griechenland auch das dritte Hilfspaket nicht bringen.. Man kauft sich da nur Zeit und versenkt weiter Steuergelder. Ein Grexit im Sinne von. Prof. Sinn wäre da jedenfalls die bessere Alternative.



    Ein Grexit wäre eine Katastrophe wenn nicht etliche Milliarden ins Land fließen würden. Und da man die so oder so bekommt juckt auch der Grexit wohl niemanden. Das viele Dinge verändert werden müssen ist der Bevölkerung bewusst, und das schon seit Jahrzehnten. Einige dieser Dinge werden gerade geändert und Glaubwürdigkeit hin oder her, der hat in den paar Monaten um ein vielfaches mehr gemacht als alle seine Vorgänger der letzten zwanzig Jahre zusammen.


    Ich bin mir ziemlich sicher dass in Brüssel im Hinterzimmer etwas ausgehandelt wurde das man bis jetzt nicht öffentlich gemacht wurde. Einen Grund für diese Kehrtwende muss es geben denn anders ist diese nicht zu erklären. Ganz besonders dann nicht wenn man weiß dass das eigene Volk hinter einem steht. Es hätte einen großen Bruch in Europa gegeben zumal Frankreich, Italien, Spanien und Portugal ganz klar gegen Deutschland standen. Die anderen deren Meinung man nur dann wahrnimmt wenn es passt lasse ich mal bewusst weg.

    .:Gate 13:.
    Vor die Wahl gestellt zwischen Unordnung und Unrecht, entscheidet sich der Deutsche für das Unrecht.
    Johann Wolfgang von Goethe

  • Seinen grundlegenden Sinneswandel kann ich mir auch nicht so richtig erklären. Die wahren und eigentlichen Hintergründe kennen wir eben nicht.Da kann man nur spekulieren.
    Ps. Was ist jetzt mit deinen 100 ha Land? Oder ist das nur ein Gag?

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  • http://greece.greekreporter.co…10-bln-to-print-drachmas/


    "... Greek Prime Minister Alexis Tsipras has asked Russian President Vladimir Putin for 10 billion dollars in order to print drachmas, according to newspaper “To Vima.”


    The newspaper report cited Tsipras saying in his last major interview to Greek national broadcaster ERT that “in order for a country to print its own national currency, it needs reserves in a strong currency.”


    Moscow’s response was a vague mention of a 5-billion-dollar advance on the new South Stream natural gas pipeline construction that will pass through Greece. Tsipras also sent similar loan requests to China and Iran, but to no avail, the report said.


    ...


    Tsipras was planning the return to the drachma since early 2015 and was counting on Russia’s help to achieve this goal. According to the report, Panos Kammenos, Yiannis Dragasakis, Yanis Varoufakis, Nikos Pappas, Panagiotis Lafazanis and other key coalition members were aware of his plan.


    In his first visit to Moscow, Tsipras condemned the European Union policy in Ukraine and supported the referendum of east Ukraine seeking secession. It was then that Germany realized Greece was prepared to shift alliances, something that would threaten the Eurozone cohesion. Tsipras was hoping that Germany would back down under that threat and offer Greece a generous debt haircut. At the time, Tsipras had the rookie ambition that he could change Europe, the report continued.


    It also spoke of a “geopolitical matchmaking” as Tsipras was introduced to Leonid Resetnikof, Director of the Russian Institute of Strategic Studies, before the European Parliament elections in May 2014. The introduction was made by Professor of Russian Studies Nikos Kotzias, who later cashed in on his services by getting the chair of Foreign Affairs Minister.


    The July 5 referendum was a test for Tsipras to see what the Greek people were thinking about Europe and the Eurozone. However, on the night of the referendum, word came from Russia that Putin did not want to support Greece’s return to the drachma. That was confirmed the days that followed. After that, Tsipras had no choice left but to “surrender” to German Chancellor Angela Merkel and sign the third bailout package.


    The report created a stir and led 17 New Democracy MPs to send a letter to Tsipras, asking if any of the allegations are true."


    Etwas kürzer auch auf Deutsch:
    http://www.tagesanzeiger.ch/au…che-plan-b/story/27878268


    In diesem Zusammenhang sei noch auf einen ausführlichen Hintergrundartikel verwiesen:
    http://www.zeit.de/politik/aus…n-malofeev-panos-kammenos

    LG: V30
    Samsung: Galaxy Tab S2 LTE, A5 (2017);
    Sony: Xperia X Compact;

  • Alles im Bereich des Spekulativen. Gesichterte Informationen fehlen einfach.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Alles im Bereich des Spekulativen. ...


    Zudem alte Kamellen. Das Gespräch zwischen Tsipras und Putin war meiner Erinnerung nach schon im April. Warum das jetzt wieder neu als Sensation verkauft wird, erschließt sich mir nicht.


    Die Verhandlungen um das dritte Hilfspaket haben dieses Thema längst überholt ... was auch an der kürzlichen Zustimmung Griechenlands zur Verlängerung der Russland-Sanktionen auszumachen ist

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