Europäische Schuldenunion - ist der Politik überhaupt noch zu trauen?

  • Naja nicht unerhebliche Waren / Rohstoffe werden halt auf dem Weltmarkt in US$ gehandelt und ein schwacher Euro verteuert diese Produkte halt erheblich.


    Ich sehe für Endverbraucher massive Nachteile. Auch wer seinen Urlaub in den Staaten verbringen möchte oder in Ländern deren Währungen mit dem US$ verknüpft sind.

  • Zitat

    Original geschrieben von Applied
    Ist es nicht irgendwo ziemlich egal, auf welche Währung die lauten?
    Die Schulden kann und wird Griechenland ohnehin nicht zurückzahlen.


    Entweder die gehen Pleite, bedienen ihre Anleihen nicht mehr (und dann kann man mit den Gläubigern verhandeln), oder andere EU-Länder zahlen die Zeche per Transfers - oder der EUR bricht zusammen.


    Als ob eine erneute Pleite Griechenlands von den Schulden befreien würde? Ein Stopp der Zahlungen bedeutet zum einen, daß das Land keine neuen Kreditgeber mehr findet (Putins letzte Reserven werden Zuhause gebraucht und die Chinesen haben schon genug andere "Problemkunden", wie z.B. Venezuela), zum anderen, daß Griechisches Staatseigentum im Ausland gepfändet werden könnte bzw. daß Gläubiger noch jahrelang ihre Titel einklagen würden (siehe Argentinien). Argentinien hat seit der Pleite große Schwierigkeiten, überhaupt Kredite zu bekommen. Wo kein Vertrauen, da auch kein Kredit. Die Weltöffentlichkeit ist hier die Schufa.


    Das Geld fürs Budget in GR reicht jetzt schon nicht und es gäbe kein weiteres mehr hinzu. Da können sie noch so viel Drachmen drucken, es wäre nix wert.


    Und wenn Tsipras weiter einen auf Chavez macht, dann wird auch in GR bald das Klopapier knapp, trotz der riesigen Olivenöl-Reserven.

    LG: V30
    Samsung: Galaxy Tab S2 LTE, A5 (2017);
    Sony: Xperia X Compact;

  • Zitat

    Original geschrieben von Braindead
    Naja nicht unerhebliche Waren / Rohstoffe werden halt auf dem Weltmarkt in US$ gehandelt und ein schwacher Euro verteuert diese Produkte halt erheblich.


    Ich sehe für Endverbraucher massive Nachteile. Auch wer seinen Urlaub in den Staaten verbringen möchte oder in Ländern deren Währungen mit dem US$ verknüpft sind.


    Mag ja sein, aber wo ist da dein Vermögen, das "vernichtet" wird?

  • Zitat

    Original geschrieben von saintsimon
    Als ob eine erneute Pleite Griechenlands von den Schulden befreien würde? Ein Stopp der Zahlungen bedeutet zum einen, daß das Land keine neuen Kreditgeber mehr findet (Putins letzte Reserven werden Zuhause gebraucht und die Chinesen haben schon genug andere "Problemkunden", wie z.B. Venezuela), zum anderen, daß Griechisches Staatseigentum im Ausland gepfändet werden könnte bzw. daß Gläubiger noch jahrelang ihre Titel einklagen würden (siehe Argentinien). Argentinien hat seit der Pleite große Schwierigkeiten, überhaupt Kredite zu bekommen. Wo kein Vertrauen, da auch kein Kredit. Die Weltöffentlichkeit ist hier die Schufa.


    Das Geld fürs Budget in GR reicht jetzt schon nicht und es gäbe kein weiteres mehr hinzu. Da können sie noch so viel Drachmen drucken, es wäre nix wert.


    Und wenn Tsipras weiter einen auf Chavez macht, dann wird auch in GR bald das Klopapier knapp, trotz der riesigen Olivenöl-Reserven.


    Tsipras hat so kurz nach der Wahl natürlich Schwierigkeiten gehabt, den Wahlkampfmodus abzustellen - und er musste mit Erwartungen seiner eigenen Wählerschaft umgehen. Ich glaube aber, dass die Griechen dennoch in den ersten Tagen nach der Wahl nicht besonders geschickt agiert haben. Die Erpressungsversuche haben eher das Gegenteil bewirkt. Mit einer Charmeoffensive hätten er und sein Finanzminister vermutlich mehr bewirkt, denn es ist ja nicht so, dass es null Verständnis für die griechische Sichtweise gäbe. Auch aus der Bundesrepublik gab es ja anfangs Signale des Entgegenkommens. Vielleicht schafft es die griechische Regierung ja noch, etwas geschickter aufzutreten. Denn dass die Lage verzweifelt ist, das werden auch die europäischen Partnerstaaten akzeptieren.

  • Also langweilig wird es nie!


    Jeden Tag ne andere Geschichte. :D


    Deutschland soll mit Flüchtlingen überflutet werden oder heute will Griechenland deutsches Eigentum beschlagnahmen.


    Langsam komme ich mir wie bei so einer billigen RTLII Soap vor. :rolleyes:

  • Wie wichtig und ernstgemeint diese Forderung ist, ist von Deutschland aus nicht gut zu beurteilen. Die internationale Presse hat das anscheinend bisher nicht aufgegriffen. Es gibt ja auch in Deutschland einige Leute, die den lieben langen Tag viel Unsinn erzählen. Ich hoffe beispielsweise, dass in Griechenland nicht die Äußerungen von CSU-Politikern als repräsentativ angesehen werden.


    Dennoch: Vielleicht ist es wirklich gut, wenn Herr Juncker mal ein längeres Gespräch mit Herrn Tsipras führt.

  • wo ist eigentlich das zeitliche Limit für solche Forderungen, ich würde nämlich gerne so einiges von den Römern einfordern


    die Griechen haben die EU verstanden, sie wissen dass sie niemals fallen gelassen werden

  • hier mal was von einem griechischen "korruptionsexperten": http://www.spiegel.de/wirtscha…nkompetent-a-1022766.html


    Zitat

    Bakouris: Jedenfalls erkennen viele Leute, dass unser Verhalten in der Vergangenheit uns geschadet hat. Und unsere Umfragen zeigen, dass sich mittlerweile jeder fünfte Grieche weigert, Schmiergeld zu zahlen - vor wenigen Jahren war es nicht mal jeder sechste.


    Hui, welch Fortschritt. Heisst also, dass 80% der Griechen weiterhin für Korruption sind. Na da wären unsere 332 Milliarden bestimmt gut angelegt :D

  • jimmy:


    Zitat

    Mag ja sein, aber wo ist da dein Vermögen, das "vernichtet" wird


    Ganz einfach: Kaufkraft.


    Im Übrigen natürlich auf dem indirekten Wege Ersparnisse, Rücklagen, Lebensversicherungen, die alle weniger Zinsen zahlen (können) durch den Effekt der Bazooka. Das der Dollarkurs rapide fällt, ist nur der Indikator, das Lackmuspapier. Von daher hat Braindead schon recht.


    Ich hatte es ja weiter vorne schon gesagt: Der fallende Dollarkurs wird dem Verbraucher (Benzin, Heizkosten, Rohstoffe, Verteuerung der Produktion, Reisen) extrem auf die Füße fallen. Mehr als alles andere.


    Und die Industrie wird auch meckern bzw. tut sie schon: Was nützt einer Exportnation der Export von Waren (und keine Dienstleistungen, so wie die USA), die vorher mit erheblich teureren Rohstoffen erzeugt werden und weniger einbringen?

    Suche: aktuell nichts


    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


    Insider: Die Plaaaaaattttttttforrrrrrrrmmmmmmmmmm brennt nicht mehr, sie ist abgesoffen.....!

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