Besserverdiener mit 80.000 € Jahreseinkommen?

  • Zitat

    Original geschrieben von 7650w
    Die Ausgaben für Lebensmittel sind in Deutschland sehr niedrig. Der Anteil der Wohnkosten ist stark gestiegen:


    Nein, eigentlich nicht. Jedenfalls nicht, wenn ich meine Ausgaben so anschaue. Statistiken interessieren mich dabei eigentlich nicht, nur mein Geldbeutel.


    Ok, die Energiekosten machen schon einiges aus ... und natürlich neue Mobiltelefone, aber Nutella wird auch immer teuerer und der Thunfisch in Dosen kostet auch keine 79ct mehr und sogar das einfache Olivenöl. Wird so einfach von 2,59€ auf 3,29€ erhöht, für 750ml. Ja, das ist das "billige".


    Dass die Tomaten zur Zeit so um die 3€/kg kosten ist ja Saisonbedingt, aber billig ist das nicht.

  • Einzelschicksale besprechen wir hier nicht :D
    Du wohnst lausig und speist feudal oder wie? ;) Sorry, der musste sein.

    Beste Grüße
    W.

  • Zitat

    Original geschrieben von 7650w
    Einzelschicksale besprechen wir hier nicht :D


    Nicht? Das ist schlecht, denn diese ganzen Einzelschicksale werden irgendwann auf die Strasse gehen und die Statistiker mit Bleistiften erstechen.


    Zitat


    Du wohnst lausig und speist feudal oder wie?


    Ja, gegen Höneß seine Hütte ist meine "lausig" ...

  • Zitat

    Original geschrieben von Merlin
    Single 4k braucht 10kg Fleischwurst im Monat für 1€ das Kilo - also 10€


    Familie mit 3 Kindern, Alleinverdiener mit ebenfalls 4k braucht 40kg Fleischwurst - also 40€


    Nach der Erhöhung: 11,50€ beim Single, 46€ bei der Familie ...


    Nehmen wir mal aus Vereinfachungsgründen einen Steuersatz von 50% an, wie in meinem Beispiel:


    Familie hat netto 2000 €. Die Familie kann nach aktueller Situation nur aus dem netto konsumieren, kann sich also 2000 kg Fleischwurst leisten.
    Variante: Familie bekommt einen bereinigten Lohn (nehmen wir an 3000 brutto). da keine Steuerabzüge erfolgen, konsumiert sie jetzt aus dem Brutto. Die Fleischwurst kosten jetzt 1 € x 130/119 = 1,09 € je Kilo, d.h. die Kinder können jetzt monatlich 2.752,29 Kg verputzen.
    Nebeneffekt: Arbeitgeber hat um 1000 € niedrigere Lohnkosten


    Beim Single ergibt sich nichts anderes. Was der Single nicht konsumiert (im engeren Sinne), verbraucht er anders, was ebenfalls mit der Verbrauchssteuer von 30% belegt wird, und zwar auch die Umschichtung in (bisher umsatzsteuerfreie) Versicherungsbeiträge, Kapitalanlagen, Luxusgüter,...



    Zitat

    Die Familie kommt überhaupt nicht auf die Idee sich einen Fernseher für 1000€ zu kaufen, das hat sie schlicht und einfach nicht über.


    Nein, daher zahlen Sie auch nur auf den 400 €-TV eine Verbrauchssteuer von 30% und nicht auf den Löwe für 8500 €. Und er kauft vieleicht auch den Apfelsaft von Alnatura, nicht die REWE-Eigenmarke. Und er least sein Auto vieleicht auch für 600 € im Monat und nicht für 159 €. Und genau das ist der Punkt!


    Es geht hier darum, dass die Besteuerung nach der tatsächlichen Leistungsfähigkeit gewährtleistet wird, nicht darum, dass es Menschen gibt, die höher entlohnt werden, wie andere. Und Leistungsfähigkeit dokumentiert sich im Verbrauch, und nicht darin, wie man sich durch Ansparabschreibungen, Rücklagen, steuerfreie Lizensierungen über zypriotische Zwischengesellschaften usw. seinen steuerlichen Gewinn (legal) runterrechnen kann.



    Nö...

  • Zitat

    Original geschrieben von Merlin
    Ja, gegen Höneß seine Hütte ist meine "lausig" ...


    Der hat ja noch nicht mal elektrische Rolladen. Wer weiss, ob der da überhaupt Wlan hat am See.
    Außerdem ist der Pizzaservice zu weit weg. Kalte Pizza, ne....


    Beste Grüße
    W.

  • Neues von der grünen Spitze (Göring-Eckardt)
    Erklärungsversuche:


    Die grüne Spitzenkandidatin sagte dagegen: „Das durchschnittliche Einkommen in Deutschland liegt bei monatlich 2500 Euro brutto, der allergrößte Teil der Bevölkerung wird also von unseren Änderungen im Steuersystem finanziell entlastet. Und maßvolle Belastungen soll es nur für diejenigen geben, die es sich auch leisten können.“


    http://www.focus.de/politik/de…-familien_aid_976932.html

    Beste Grüße
    W.

  • Das sind doch Ablenkungsmanöver. Das ganze belastet dem Mittelstand schwer. Für einen mittelständischen Unternehmer sind Einkommen von z.B. 80000 Euro im Jahr sehr wenig. Je nach Größe des Betriebes sind dann auch 300000 oder 500000 Euro nicht viel. Er muß bzw. will vom erzielten Einkommen noch investieren. Die meisten arbeitsplätze stellt immer noch der Mittelstand zur Verfügung. Den darf man nicht so massiv steuerlich belasten, damit die Arbeitsplätze erhalten und auch neue geschaffen werden. Das kommt auch dem Durchschittsverdiener zu gute, denn wenn er seinen Arbeitsplatz verliert, dann ist er auch negativ von so einer dreisten Steuerpolitik betroffen. Diesen Gesamtkondex muß man sehen, und nicht schwafeln, es seien davon 90 Prozent nicht betroffen. Man muß die indirekten Auswirkungen sehen.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Ein Unternehmer, der 80.000€ verdient und in sein Geschäft investiert hat ein zu versteuerndes Einkommen von 80k minus Investition und ist somit von den Änderungen überhaupt nicht betroffen. :confused:
    Die Einkommenssteuer bemisst sich nach dem Betrag, der übrig bleibt, wenn Werbungskosten, Abschreibungen, Investitionen, etc. abgezogen sind. Nicht böse gemeint, aber vielleicht beschäftigst du dich noch etwas mit dem Steuersystem...

  • Das weiß ich auch daß er Investitionen von der Steuer absetzen kann, aber eben nicht auf einen Zug, sondern z-B. 10 Prozent jährlich. Die höhere Besteuerung fehlt ihm beim Gewinn und er hat weniger Spielraum zum Investieren. Klammere dich nicht an den 80000 Euro fest, auch Unternehmen mit z:b. 5000.000 Jahreseinkommen sind oft Mittelständler und keine Aktien-Genossenschaften.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

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