Besserverdiener mit 80.000 € Jahreseinkommen?

  • Re: Besserverdiener mit 80.000 € Jahreseinkommen?


    Zitat

    Original geschrieben von pithein
    Wenn es nach den Grünen geht, ist man ab 80.000 € ein Besserverdiener. Das rechtfertigt anscheinend einen höheren Steuersatz.
    Quelle: http://wap.bild.de/dpa;jsessio…E40721279?i=0&p=122135163


    Wobei dann die Einkommenssteuer bereits ab einen Einkommen ab 60000 Euro steigt. Das ganze ist wohl ein Witz. Da belastet man bereits mittlere Einkpmmen und schädigt damit den Mittelstand und vernichtet dort Arbeitsplätze. Welcher kleiner Handwerker und Mittelständler sol da noch investieren, wenn ihm bereits ab 80.000 Euro Jahreseinkommen die Hälfte weggesteuert wird. Da nützt auch der Einwand nichts, daß Betriebe keine Substanzbesteuerung befürchten müssen. Bei der Einkommensteuer handelt es ja sowieso um keine Substanzbesteuerung, dies ist bei der Vermögensteuer und Vermögensabgabe der Fall. Hier sollen betriebliches Vermögen zwar mit Freibeträgen etwas verschont werden, mit der hohen Einkommensbesteuerung mit bis zu 49 Prozent werden sie aber trotzdem kräfitig zur Kasse gebeten.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Egal, ob besserverdiener mit 80' oder nicht *): ziel der politik müsste es eigentlich sein, einen blick über die südliche landesgrenze zu werfen und sich zu fragen, wie die eidgenossen es -- bei durchschnittlich weit höherem wohlstand -- schaffen, mit weit niedrigerer einkommensteuer auszukommen.


    Nicht über hoeneß & co weinen, sondern darüber nachdenken (UND umsetzen), wie man steuerlich wettbewerbsfähige bedingungen schaffen kann, daß steuerflucht in die schweiz unterbleibt --- das sollte aufgabe einer dem wohle des volkes verpflichteten politik sein.


    [small]*) Mein senf: einen angestellten (ohne unternehmerisches risiko) mit 80' könnte man mMn duchaus als besserverdiener bezeichnen, einen unternehmer/freiberufler (wegen seines unternehmerischen risikos) dagegen mit 80' noch lange nicht.[/small]

    vielen dank für alle hilfreichen antworten


    Der teuro ist tot, es lebe die neue alte DM. Wetten auf 10-jahres-sicht werden angenommen (gibt's da eigentlich internet-wettanbieter für?).

  • Wenn der Steuersatz ab 80k Steuersatz von 42% auf 49% ansteigt, ist damit der Grenzsteuersatz gemeint?

  • Ja klar. Der reale Steuersatz liegt natürlich auch bei 80k Einkommen weit darunter.


    Zitat

    ziel der politik müsste es eigentlich sein, einen blick über die südliche landesgrenze zu werfen und sich zu fragen, wie die eidgenossen es -- bei durchschnittlich weit höherem wohlstand -- schaffen, mit weit niedrigerer einkommensteuer auszukommen.


    Die Schweiz hat eine andere Steuerstruktur. Zum Beispiel eine Vermögensteuer, bei deren Einführung in Deutschland sofort der Untergang des Abendlandes prophezeit wird.

  • Zitat

    Original geschrieben von oleR
    Ja klar. Der reale Steuersatz liegt natürlich auch bei 80k Einkommen weit darunter.


    Etwas einfacher ausgedrückt, es ist immer das zu versteuernde Einkommen gemeint und nicht das Bruttoeinkommen. Das zu versteuernde Einkommen liegt je nach persönlicher Situation fast immer mehr oder weniger unter dem Bruttoeinkommen.

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  • Die Grünen haben das ja schn differenziert: Bei 80k plus soll man mehr Steuern zahlen, bei unter 60k weniger.

  • Was die wollen ist schon klar, es stellt sich nur die Frage ob das richtig ist. Ich halte es für falsch, weil wie bereits aufgezeigt, der Mittelstand massiv belastet wird. Das geht eindeutig zu Lasten von Investitionen und Arbeitsplätzen im Mittelstand. Ein Handwerker der 80000 Euro im Jahr verdient ist kein reicher Mann und hat das verdiente auch nicht alles für den privaten Konsum übrig, er wiil oder muß davon auch noch was investieren. Es gab ja gute Gründe warum RoT-Grün in ihrer Regierungszeit den Spitzensteuersatz damals selbst von 52 auf 42 Prozent gesenkt haben. Wir hatten damals 5 Millionen Arbeitslose. Heute schaut es da erheblich besser aus, das sollte man durch solche abwegigen Steuerpläne nicht aufs Spiel setzen.Es wurden damals sicher auch Fehler gemacht, indem man Leiharbeit, Minijobs, Eineuro-Jobs usw. eingeführt bzw. massiv ausgeweitet hat. Hier besteht sicher Änderungsbedarf.

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  • Zitat

    Etwas einfacher ausgedrückt, es ist immer das zu versteuernde Einkommen gemeint und nicht das Bruttoeinkommen. Das zu versteuernde Einkommen liegt je nach persönlicher Situation fast immer mehr oder weniger unter dem Bruttoeinkommen.


    Zunächst einmal das. Aber selbst bei einem zu versteuernden Einkommen von 80.000 €/Jahr läge der reale Steueranteil eben nicht bei 49 %. Sondern irgendwo um die 30-35 %.


    Zitat

    Ein Handwerker der 80000 Euro im Jahr verdient ist kein reicher Mann und hat das verdiente auch nicht alles für den privaten Konsum übrig, er wiil oder muß davon auch noch was investieren.


    Das kann er absetzen.

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