Krieg/Bürgerkrieg in Syrien

  • Aber er hätte doch einfach losschlagen können, wenn es ihm um die Schuldenobergrenze gegangen wäre. Oder willst du dem Präsidenten jetzt tatsächlich unterstellen, dass auch er Grenzen kennt? Das hat sich bisher nämlich ganz und gar nicht danach angehört...

  • Dass das nicht unter jeden Umstand durchgesetzt wird sollte doch jedem klar sein.
    Ein kleines bisschen selber denken erwarte ich schon von euch.

    .:Gate 13:.
    Vor die Wahl gestellt zwischen Unordnung und Unrecht, entscheidet sich der Deutsche für das Unrecht.
    Johann Wolfgang von Goethe

  • So ganz ohne Rückendeckung kann er das auch nicht machen. Spätestens seit die Briten nein gesagt haben war die Sache so gut wie gegessen.
    Zumindest konnte er nicht behaupten der böse böse Assad wollte mal seinen Papi töten.


    Die Geschichte hat uns gelehrt das zwischen den eigentlichen Interessen und den hervorgebrachten Gründen für einen Krieg oft (fast immer?) Welten liegen. Vor 3000 Jahren war es Helena die nach Troja entführt wurde, vor 75 Jahren die polnische Armee auf die seit 5.45Uhr zurückgeschossen wurde und vor paar Jahren Massenvernichtungswaffen.


    Und wer weiß was in den Berichten stand damit einige nicht wollen das diese veröffentlicht werden. Aber wenn ich Dreck am Stecken hätte würde ich das auch nicht wollen.

    .:Gate 13:.
    Vor die Wahl gestellt zwischen Unordnung und Unrecht, entscheidet sich der Deutsche für das Unrecht.
    Johann Wolfgang von Goethe

  • Hat hier eigentlich schon mal irgendjemand darauf hingewiesen, dass eigentlich die islamischen Brüdern und Schwestern in de Region die erste Adresse wären, in Syrien zu vermitteln und zu helfen? Was genau hat eigentlich der Westen mit der Angelegenheit zu tun? Und was sagt uns das über gelebte Mitmenschlichkeit in dem System "böser, kapitalistischer Westen" und im System "friedfertiger, moderner, menschlicher Islam"?

    Xperia Z3c - Lumia 950 XL

  • Zitat

    Original geschrieben von Felsen2000
    ... die islamischen Brüdern und Schwestern in de Region die erste Adresse wären, in Syrien zu vermitteln und zu helfen? Was genau hat eigentlich der Westen mit der Angelegenheit zu tun? ...


    Neben den Muslimen gibts auch Christen in Syrien.

  • Zitat

    Original geschrieben von pithein
    Neben den Muslimen gibts auch Christen in Syrien.


    Sicher. Auch in Afghanistan gibt es Christen und in Ägypten. Vielleicht erläutern Sie noch, in welcher Form Christen den Konflikt verursacht haben?

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  • Zitat

    Original geschrieben von Jimmythebob
    Vielleicht erläuterst du erst, was die Religionszugehörigkeit bei der Frage nach einem Eingreifen bei Menschenrechtsverletzungen für eine Rolle spielen soll?


    In diesem Fall geht es mir schlicht um die Frage der lokalen Gesellschaft / Kultur - und die ist nun mal muslimisch.


    Anstatt das sich die Nachbarn verpflichtet fühlen, zerreist sich wieder mal der böse Westen. Wo werden die Opfer medizinisch betreut? In Deutschland und Frankreich. Wo werden die Flüchtlinge aufgenommen? Welche Länder spenden Geld für den Wiederaufbau? Welches Gesellschaftssystem ist bereit, eigenes Blut zu vergießen, um das Schlachten zu beenden?


    Und welche Länder interessiert das einen Dreck? Welche Länder geben kein Geld, versuchen nicht zu schlichten? Oh, ich vergaß. Irans Präsident hat sich ja herabgelassen, jetzt doch mal ein paar Minuten Zeit zu erübrigen. Nach Jahren des Mordens und nachdem der böse Westen kurz davor war, einzumarschieren.


    Ich zitiere mal meinen Lieblings-BLOG:


    "Weder beim Ausbruch noch dem Verlauf des Bürgerkriegs war der Westen nennenswert beteiligt.


    Anders dagegen bei der Flüchtlingsversorgung. Der Hauptteil der 2 Millionen syrischen Flüchtlinge ist zwar in Nachbarstaaten geflohen. Was auch kein Problem ist - diese sind vergleichsweise dünn besiedelt.
    Aber die Versorgung der Flüchtlinge übernimmt das UN-Flüchtlingskommissariat, also der Westen.


    Nach allen normalen Maßstäben wäre es in erster Linie die Verantwortlichkeit der arabischen Liga und ihrer Mitglieder, sich um eine Lösung im "arabischen Bruderstaat" Syrien zu kümmern. Sowohl beim Konflikt selber wie bei der Betreuung der geflohenen arabischen Landsleute.


    An den Mitteln würde es nicht fehlen: Geld ist auf jeden Fall reichlich vorhanden. Und obwohl die arabischen Staaten ansonsten nicht viel auf die Reihe kriegen, nicht in der Wirtschaft, nicht im Bildungswesen, nicht im Sozialbereich: Sie haben alle eine gut gerüstete Armee. "
    http://zettelsraum.blogspot.de…/eine-region-versagt.html


    Diese ständige Relativiererei geht mir mächtig auf den Senkel. Ich sage ganz ehrlich: Ich bin davon überzeugt, dass die westliche Kultur in toto Stand HEUTE mitmenschlicher, offener, toleranter, friedlicher, gleichberechtigter, moderner und sozialer ist als die dortige lokale Kultur. Wie man das anders sehen kann ist mir ehrlich gesagt ein Rätzel.


    Ich bin davon überzeugt, dass der Westen weder verpflichtet noch in der Lage ist, sich um jeden durchgeknallten Diktator, um jeden Stammeskrieg oder um jede Region zu kümmern, die zu verbohrt oder rückständig sind, ihre Bürger wenigstens mit Wasser und Brot zu versorgen. Und schon gar nicht lasse ich mir da eine Mitschuld aufreden. Mitgefühl ist das eine - aber VERANTWORTUNG würde wenn überhaupt die dortige Region haben. Und das sind nun mal muslimische Länder. Und wenn die nicht dieser Verantwortung gerecht werden, dann ist es mehr als gerechtfertigt zu sagen: DIE haben versagt, nicht wir.

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