Über USA, Bush und die "Verfassung"

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    Original geschrieben von Joe2
    Gesunde Kritik an der Regierung gleich welchen Landes ist immer angebracht, aber zum Teil hat man das Gefühl, dass manche das "gesund" durch "notorisch" ersetzen wollen. Diverse Medien schüren ja geradezu derartige Stimmungen...


    Ich bin nicht grundsätzlich gegen Amerika. Überhaupt nicht! Amerika hat der Welt viele Dienste, z.B. auf verschiedenen wissenschaftlichen Gebieten erwiesen. Aber ich finde es schlimm, dass dieses Land, das einmal Ideale hatte, vor die Hunde zu gehen scheint, wegen ein paar geld-, macht- und kriegsgeiler Säcke, die sich an die Macht gemogelt haben.


    Ich halte den Weg, den Amerika mit seinem derzeitigen Regime eingeschlagen hat, für sehr bedenklich und gefährlich. Und dieses Regime ist nicht diejenige Regierung, die vom amerikanischen Volk durch die Wahl 2000 legitimiert wurde, dieses zu repräsentieren.

  • Zitat

    Original geschrieben von Krähe
    Offenbar sind wohl das Chaos in der USA-Wahlnacht, die Manipulation der Wahl in Florida und die Tatsache, daß Gore erwiesenermaßen mehr Stimmen als Bush erhalten hat, irgendwie an Dir vorüber gegangen. In diesem Zusammenhang noch von "demokratisch" zu sprechen, ist ausgesprochen euphemistisch... :rolleyes:


    Gerade dieses "erwiesenermaßen" zweifle ich an, durch permanente Wiederholung gleicher Quellen wird meines Wissens nach nichts erwiesen. Leider kommen bei den Argumentationen häufig auch Verschwörungstheorien ins Spiel, was sie nicht unbedingt glaubhafter macht, es sei denn, man ist anfällig für derartige Theorien.


    btw: ohne Bush in Schutz nehmen zu wollen, aber wenn immer wieder die angeblich manipulierte Wahl als Kritikpunkt seiner Politik herhalten muss, könnte man fast den Eindruck gewinnen, dass andere Angriffspunkte kaum existieren. Und das ist wohl mehr als Wunschdenken. Also bei den "nomalen Waffen" der Politik bleiben, die Chancen werden dadurch nicht schlechter, aber die Glaubwürdigkeit steigt.

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    Original geschrieben von Joe2


    Gerade dieses "erwiesenermaßen" zweifle ich an, durch permanente Wiederholung gleicher Quellen wird meines Wissens nach nichts erwiesen. Leider kommen bei den Argumentationen häufig auch Verschwörungstheorien ins Spiel, was sie nicht unbedingt glaubhafter macht, es sei denn, man ist anfällig für derartige Theorien.

    Auch wenn ich nicht das Gefühl habe, daß Du diese Fakten gelten läßt - hier nur ein Link von hunderten...



    Zitat

    Original geschrieben von Joe2

    btw: ohne Bush in Schutz nehmen zu wollen, aber wenn immer wieder die angeblich manipulierte Wahl als Kritikpunkt seiner Politik herhalten muss, könnte man fast den Eindruck gewinnen, dass andere Angriffspunkte kaum existieren. Und das ist wohl mehr als Wunschdenken. Also bei den "nomalen Waffen" der Politik bleiben, die Chancen werden dadurch nicht schlechter, aber die Glaubwürdigkeit steigt.

    Wenn Du all das politische Porzellan, das Bush sowohl innen- als auch außenpolitisch in seiner Amtszeit bisher zerschlagen hat, nicht als Angriffspunkt gelten läßt, dann kann ich Dir leider auch nicht helfen... :rolleyes:

    Sic gorgiamus allos subjectatos nunc.

  • Ich lasse bei Bush eigentlich nur die Handlungen als Regierungschef als Kritikansatz gelten.


    Wir müssen halt akzeptieren, das in den USA nach dem dort geltenden Recht diese Wahl vom entsprechenden Gericht für richtig befunden wurde.


    Zweifel bleiben sicherlich nicht nur bei uns, aber eine endgültige objektive Festlegung, ob die Wahl richtig abgelaufen ist, wird wohl nie möglich sein.


    Lasst uns das Thema Wahl doch einfach außen vor lassen. Es gibt gerade bei Bush so extrem viele Angriffspunkte, die sonst übersehen würden.


    Bei Clinton hat sich die Kritik an ihm auch zuletzt nur noch auf eine gewisse Monika L. konzentriert. Dort allerdings vielleicht sogar mangels anderer Ansatzpunkte.



    Was ist bei Bush mit der Verpflechtung zum sog. Militärisch -Industriellen - Komplex; die auffallend guten Kontakte zur Ölindustrie (Ölabbau in Naturschutzgebieten in Alaska, Verzicht auf alternative Energien usw.); die bereits angesprochenen Einschränkungen der Bürgerrechte; die Behandlung der gefangenen Taliban auf Guantanamo Bay; Kündigung von Abrüstungsverträgen; Kündigung von Umweltschutzverträgen; das auftreten und verhalten gegenüber den Partnern in Europa, wobei ich hier Deutschland mal ausnehme weil wir viele Probleme auch selbst verursacht haben; die Ablehnung des internatioalen Gerichtshofes in Den Haag usw.
    Diese Liste sollten wir fortführen und analysieren.

  • Zitat

    Original geschrieben von Krähe
    Wenn Du all das politische Porzellan, das Bush sowohl innen- als auch außenpolitisch in seiner Amtszeit bisher zerschlagen hat, nicht als Angriffspunkt gelten läßt, dann kann ich Dir leider auch nicht helfen... :rolleyes:


    Und genau das steht eigentlich in meinem Posting: es gibt bessere Argumente als die immer wieder ins Feld geführte, angeblich nicht korrekt gelaufene Wahl.


  • :top: *100% zustimm* :top:


    Diese Wahldiskussion hab ja eigentlich ich, ungewollt, vom Zaun gebrochen, weil ich geschrieben hab, dass ich die "Regierung" der USA als nicht legitimiert ansehe. Aber darauf wollt ich eigentlich gar nicht hinaus.


    Ich wollte lediglich klarmachen, dass mich zum einen maßlos ärgert, wie sich diese "Regierung" auf dieser Welt und im eigenen Land gegenüber ihren Kritikern aufführt und dass es dagegen in den USA selbst viel zu wenig Widerstand gibt.

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